Es gibt wohl kaum etwas schöneres als einen frisch gepressten Saft zum Frühstück zu trinken. Dieser schmeckt nicht nur hervorragend, er ist auch noch gesund so ganz ohne Konservierungsstoffe. Wussten Sie, dass ein durchschnittliches Glas Grapefruit- oder Orangensaft den Vitamin-C Bedarf eines Erwachsenen bereits zu 86 Prozent deckt? Darum haben wir uns auf die Suche gemacht und eine Top 10 der besten und beliebtesten Entsafter erstellt. Darin enthalten sind Modelle von Philips, Gastroback, Bosch, Torrex und Russel Hobbs für 35 bis 250 Euro.

Am Morgen ein Glas frisch gepresster Saft voll mit Vitaminen! Wollen Sie mehr als nur Orangen auspressen, brauchen Sie einen Entsafter. Mit einem solchen Gerät holt man das Beste aus allen Gemüse- und Obstsorten. Sie brauchen Früchte und Gemüse einfach nur waschen, je nach Gerät in Stücke schneiden, das Gerät einschalten und schon kann man flüssige Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme genießen. Doch worauf sollte man bei der Wahl des richtigen Entsafters achten?

Verschiedene Arten der Saftherstellung

Orangensaft

Mit Entsaftern gewinnen Sie wohlschmeckende Säfte aus Obst, Gemüse und Kräutern. Nach wie vor weit verbreitet sind manuell genutzte Zitruspressen, bei denen halbierte Früchte auf einen statischen Kegel gepresst und händisch gedreht werden. Mit etwas weniger Aufwand funktioniert das mit elektrischen Entsaftern, die auch andere Früchte verwerten können. Nichtzentrifugierende Entsafter arbeiten am schonendsten und erhalten auch die wertvollen Enzyme. Denn selbstgepresster Saft enthält im Gegenzug zu den meisten käuflich erworbenen Säften noch alle Vitamine und Enzyme, die üblicherweise der industriellen Haltbarmachung zum Opfer fallen. Aus diesem Grund ist selbsthergestellter Saft wesentlich gesünder als industrielle Erzeugnisse. Entsafter können also in vier Kategorien eingeteilt werden, Quetschen, Schleudern, Pressen und mit Dampf.

Zitruspressen: Die wohl einfachste Art, um frischen und wohlschmeckenden Saft herzustellen, ist eine Zitruspresse. Solche Geräte eignen sich hauptsächlich für Südfrüchte wie Orangen, Grapefruits und Zitronen. Weil diese Geräte per Hand bedient werden, eignen sie sich nur zur Herstellung von relativ kleinen Mengen an Saft. Es werden auch elektrisch betriebene Modelle angeboten, bei denen die halbierten Früchte auf einem sich drehenden Presskegel ausgequetscht werden.

Zentrifugalentsafter: Wollen Sie mehr Saft haben, dann benötigen sie einen Zentrifugalentsafter. Das bevorzugte Obst, Gemüse oder Beeren wird erstmals zerkleinert und danach in einer Zentrifuge sozusagen „geschleudert“. Allerdings:. Je höher die Umdrehungsgeschwindigkeit ist, desto effizienter werden harte Lebensmittel verarbeitet. Andererseits schäumt der produzierte Saft erheblich auf, wird erwärmt und mit Sauerstoff angereichert, was die schädliche Oxydation deutlich beschleunigt.

Saftpressen: In einer Saftpresse wird das Pressgut über eine Förderschnecke bei überaus niedrigen Umdrehungsgeschwindigkeiten zerdrückt und anschließend durch ein Sieb gepresst. Dieses Verfahren ist deutlich schonender für die Inhaltsstoffe, der erhaltene Saft ist homogener und auch qualitativ hochwertiger. Positiv ist, dass er auch etwa zwei Tage haltbar ist.

Dampfentsafter: Wollen Sie einen länger haltbaren Saft herstellen, benötigen Sie einen Dampfentsafter. Durch den heißen Dampf platzen die Lebensmittel auf und der austretende Saft wird durch die Hitze haltbar gemacht. Ein weiterer Vorteil: In Dampfentsaftern lassen sich große Mengen herstellen. Luftdicht verschlossen hält sich der Saft dann sehr lange.

Entsafter vs. Saftpresse

Wichtige Ausstattungsmerkmale

  • Die Motorleistung: Diese ist je nach Gerät auch unterschiedlich hoch. Sie reicht von kaum mehr als 20 Watt bei kleinen Geräten bis über 1.000 Watt. Ein leistungsstarker Motor verringert die Zubereitungszeit deutlich und auch die Saftausbeute steigt. Allerdings nimmt auch die Geräuschentwicklung zu.

  • Das Fassungsvermögen für Fruchtfleisch: Wollen Sie viel Saft auf einmal produzieren, sollten Sie auf einen möglichst großen Fruchtfleischbehälter Wert legen. Ideal sind Tresterbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1,6 Litern oder mehr. Je nachdem wie viel Saft auf einmal hergestellt werden soll.

  • Das Fassungsvermögen vom Saftbehälter: Bei einigen Geräten befindet sich der Behälter im Inneren des Gerätes, bei anderen extern, welcher dann schnell entnommen werden kann. Für die einfache Reinigung sollte der Behälter also entnommen werden können und eine ausreichende Größe besitzen.

  • Die Geschwindigkeitsstufen: Bei vielen Entsaftern kann die Motorleistung mit verschiedenen Geschwindigkeitsstufen auf das Obst und Gemüse eingestellt werden. Die geringe Stufe wählt man für weiches Pressgut, die höhere Stufe ist für alles andere geeignet. Gute Entsafter besitzen stufenlose Einstellmöglichkeiten.

  • Der Einfüllstutzen: Ein hoher Einfüllstutzen verhindert allfälliges Herausspritzen, wohingegen der Durchmesser für die Größe des einzufüllenden Obstes und Gemüses wichtig ist. Kleinere Einfüllstutzen bedeuten zwangsläufig auch kleiner geschnittene Obst- und Gemüseteile. Ein Blick auf den Einfüllstutzen kann also nicht schaden.

  • Die Spülmaschineneignung: Die zu benutzenden Kunststoff- oder Metallteile lassen sich bei hochwertigen Entsaftern unproblematisch in der Geschirrspülmaschine reinigen. Für die meisten Käufer ist diese Tauglichkeit sicher eines der wichtigsten Ausstattungsmerkmale.

Säfte für die Gesundheit

Philips HR 1869/01 Safterzeugnis

Frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte schmecken köstlich und haben zusätzlich viele gesunde Eigenschaften. Sie versorgen den Konsumenten mit Nähr- und Vitalstoffen und verfügen über eine Menge wertvoller Enzyme und sekundärer Pflanzenstoffe.

Zusätzlich wirkt frisch gepresster Saft sogar verjüngend, was am Wegfall der Faserstoffe liegt. Beim gepressten Saft werden die enthaltenen Nährstoffe nicht für das Verdauen der Faserstoffe benötigt, wohingegen sie nahezu komplett zur Erneuerung und Ernährung der Zellen, Drüsen und Organe herangezogen werden.

Wussten Sie, dass Saft aufgrund der hohen Nährstoffdichte nicht als Getränk, sondern als pflanzliches Lebensmittel gilt? Das zumindest erklärt Harald Seitz in der Apotheken Umschau, der als Ernährungswissenschaftler beim aid Infodienst für Ernährung in Bonn tätig ist. Grund hierfür ist die meist hohe Kaloriendichte von durchschnittlich 500 Kilokalorien pro Liter Saft. Ähnlich viel Zucker steckt auch in Limonaden wie Cola.

Fazit: Frischgepresster Saft besitzt viele gute Nähr- und Vitalstoffe und ist damit sehr gesund. Aufgrund der hohen Fruchtzuckerkonzentration sollte man allerdings nicht zu viel Saft trinken.

Saft vs. Smoothie

Der Unterschied zwischen Saft und Smoothie ist einfach. Für einen Saft wird Obst und Gemüse entsaftet. Für einen Smoothie werden ganze Früchte und Gemüse in einem Mixer zerkleinert. Man fügt je nach Rezept etwas Flüssigkeit wie Wasser, Milch oder Kokoswasser hinzu und es entsteht eine breiige Masse.

Wichtiger als die Farbe sind die Inhaltsstoffe: Mit Rücksicht auf den Blutzuckerspiegel sollte man nur etwa 1/3 Obst und für den Rest Gemüse verwenden. Ansonsten kommt man auf einen hohen Zuckergehalt. Für einen Saft kann man eine größere Menge an Gemüse und Obst verwenden. Beim Smoothie ist der volle Ballaststoffanteil noch enthalten. Das wirkt sich in weiterer Folge positiv auf die Verdauung und den Blutzuckerspiegel aus.

Welcher Entsafter darf es nun sein?

Unsere Top 10 der besten und beliebtesten Entsafter wird herstellerseitig von zwei Anbietern dominiert. Philips und Gastroback stellen jeweils drei Entsafter in unserer Bestenliste, wovon fünf Modelle in der Top 5 vertreten sind.

Den ersten Platz sichert sich auch nach dem letzten Update in 2015 unangefochten der Philips HR1869/01 Entsafter aus der Avance Serie. Das Modell überzeugt in einem Testbericht beim Magazin “Technik zu Hause” mit der Bestnote 1,0 „Sehr gut“ sowie mit den mehr als 650 positiven Rezensionen auf Amazon.de. Mit dem Philips HR1871/10 Avance stellt das Unternehmen auch unseren zweiten Platz in der Top 10. Das Modell besitzt etwas mehr Leistung als der HR1869/01, kostet aber auch dementsprechend mehr. Bei der Stiftung Warentest konnte das Modell bereits den Testsieg in der Ausgabe 08/2013 mit der Note 1,8 „Gut“ erreichen.

Die Nachfolgenden Plätze werden vor allem von Gastroback Entsafter beansprucht. Die Entsafter 40127, 40128 und 40138 sind jeweils mit höheren Motorleistungen als die Philips Konkurrenten ausgestattet, kosten aber auch ein Vielfaches mehr. Trotzdem überzeugten die Modelle fast alle, wie man an den 4,5 Sterne Bewertungen sowie an den verschiedenen Testberichten sehen kann.