Ein Standmixer gehört in jede gut ausgestattete Küche, denn er ist vielseitig einsetzbar. Ob zum Mixen und Pürieren von Speisen, zum Zubereiten von fruchtigen Smoothies und leckeren Shakes, oder einfach nur zum Crushen von Eis. Doch nicht jeder Standmixer ist für jeden Einsatz geeignet. So kommt es vor allem auf die Leistung, das Klingensystem und natürlich auf das Zusammenspiel beider an. Wir haben das zum Anlass genommen und eine Top 10 der besten und beliebtesten Standmixer erstellt. Darunter sind günstige Modelle ab 35 Euro aber auch Kraftpakete mit bis zu 3 PS Leistung.

Pürieren, Mixen und Zerkleinern funktionieren mit einem Standmixer überaus leicht. Die unterschiedlichsten Zutaten lassen sich in kürzester Zeit zu Shakes, Soßen oder Pürees verarbeiten. Der herkömmliche Standmixer besteht im Wesentlichen aus zwei Bestandteilen: Erstens dem Standfuß, der einen Elektromotor enthält und zweitens dem Mixaufsatz, der meist mit einem herausnehmbaren Messerstern ausgestattet ist.

Kunststoff, Glas oder Edelstahl?

Kitchenaid Artisan StandmixerDer Mixbehälter, in dem Gemüse, Obst und andere Lebensmittel verarbeitet werden sollen, besteht im Regelfall aus Glas, Edelstahl oder Kunststoff. Der Behälter hat generell oben einen größeren Durchmesser als am Fußende, wodurch die Flüssigkeit wieder in Richtung der Messer fließt. Jeder Behälterwerkstoff hat so seine Vor- und Nachteile die wir nachfolgend erläutern möchten.

Ein Mixaufsatz aus Kunststoff ist leicht und damit bequem in der Handhabung. Die meisten Modelle mit Kunststoffbehälter sind zudem sehr günstig in der Anschaffung und können auch mal herunterfallen ohne gleich zu zerbersten. Allerdings können sich Kunststoffe verfärben, wenn darin Lebensmittel verarbeitet werden, die intensive Farbstoffe enthalten (wie Blaubeeren, Kaffee etc.). Außerdem muss man darauf achten, dass beim Pürieren von Suppen in einem Kunststoffaufsatz dieser ausreichend hitzebeständig ist.

Hochwertige Standmixer sind meistens mit einem Aufsatz aus Thermoglas ausgestattet. Dabei handelt es sich um spezielles Glas, das sich auch für heiße Flüssigkeiten eignet. Es ist kratzfest, verfärbt sich nicht und gibt auch keine bedenklichen Substanzen an die Lebensmittel ab. Allerdings sind solche Glasbehälter deutlich schwerer als die Konkurrenz und nicht unbedingt für Stürze geeignet.

Ein Mixaufsatz aus Edelstahl sieht optisch gut aus und lässt sich sehr gut reinigen. Dieser hat aber den großen Nachteil, dass man während des Mixvorganges nichts sehen kann. Wer also auf eine bestimmte Konsistenz aus ist, muss das Gerät oft Ab- und wieder Anschalten. Aus diesem Grund nutzen die meisten Hersteller Kunststoff- oder Glasbehälter.

Wichtige Ausstattungsmerkmale

  • Leistung und Drehzahl: Die Leistung liegt bei den meisten Standmixern in einem Bereich von 300 bis 1.500 Watt. Wobei es auch hier Ausnahmen mit über 2000 Watt Leistung gibt. Schwächere Geräte eignen sich eher für das Mixen von Flüssigkeiten und anderen weichen Konsistenzen. Modelle mit einer höheren Leistung eignen sich zum Zerkleinern fester Zutaten. Neben der Leistungsangabe in Watt, ist die Drehzahl (Umdrehungen pro Minute) interessant. Je höher die Drehzahl, desto eher können hartnäckige Nahrungsmittel schneller und besser zerkleinert werden.

  • Behältergröße: Der Mixbehälter eines Standmixer besitzt üblicherweise ein Fassungsvermögen von 1,4 bis 2,0 Litern. Je Größer das Volumen, desto mehr kann logischerweise gleichzeitig zubereitet werden. Wer Shakes oder ähnliches für die ganze Familie herstellen möchte, sollte auf ein großes Behältervolumen achten.

  • Standmixer-Fuß: Für den Fuß des Standmixers verwenden die meisten Hersteller ein Gehäuse aus Metall bzw. Edelstahl, welches robust und zugleich schwer ist. Von günstigen Kunststofffüßen ohne großes Eigengewicht sollte dementsprechend Abstand genommen werden. Für zusätzliche Sicherheit sorgen Gummifüße oder Saugnäpfe für einen entsprechenden Halt.

  • Mixaufsatz: Der Behälter, in dem gemixt wird, kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Die Vor- und Nachteile des jeweiligen Werkstoffes haben wir bereits weiter oben im separaten Abschnitt geklärt. Am häufigsten vertreten ist aber ein Gefäß aus Thermoglas, das zugleich auch für die Verarbeitung von heißen Speisen geeignet ist.

  • Messer vom Philips Avance HR2096Messer: Am Mixer selbst befinden sich am Boden rotierende Messer, die das Mixgut zerkleinern. Je nach Modell sollten diese herausnehmbar sein, was die Reinigung um einiges erleichtert. Bei preisgünstigen Geräten besteht der Messerstern meist nur aus zwei Messern, bei hochwertigen Modellen dagegen aus vier oder sechs Stück. Außerdem sollten die Messer aus Edelstahl bestehen, damit kein Rost entsteht.

  • Säuberung: Ein Standmixer sollte leicht zu zerlegen sein, damit man ihn gründlich reinigen kann. Der Mixaufsatz darf in den meisten Fällen in der Spülmaschine gereinigt werden. Häufig sind auch die Messer spülmaschinenfest, wovon wir allerdings abraten. Die Reinigung von Hand ist besser, weil die Messer dann länger ihre Schärfe behalten. Das Liegt an den aggressiven Reinigungstabs, die zumeist im Geschirrspüler verwendet werden.

  • Lautstärke: Bei einigen härteren Nahrungsmitteln oder bspw. beim Zerkleinern von Eis, erreicht ein Standmixer oft eine Lautstärke von mehr als 90 dB. Das entspricht in etwa der Lautstärke einer Schlagbohrmaschine. Standmixer sind generell sehr laut und sollten nicht zu den Ruhezeiten verwendet werden. Leider verschweigen die meisten Hersteller eine genaue Angabe zur Lautstärke.

  • Überhitzungsschutz: Damit der Motor nicht überhitzt, besitzen die meisten Standmixer fast immer einen Überhitzungsschutz, der das Gerät im Bedarfsfall automatisch abschaltet. Dieser Überhitzungsschutz ist überaus wichtig, wenn feste oder harte Lebensmittel verarbeitet werden.

  • Geschwindigkeitsregulierung: Um verschiedenste Nahrungsmittel zuzubereiten sind verschiedene Drehzahl- bzw. Geschwindigkeitseinstellungen hilfreich. Hohe Drehzahlen werden beispielsweise für die Zubereitung von grünen Smoothies aus Blattgemüse und Obst oder Wildkräutern benötigt. Geringe Einstellungen sind ebenfalls hilfreich, wie zum Beispiel bei Cocktails, die mit Kohlensäure versetzt sind.

  • Separater Einfüllstutzen: Sollen Lebensmittel während des Mixens hinzugefügt werden, benötigt man unterschiedliche Aufsätze. Achten Sie daher beim Kauf darauf, über welche Aufsätze der Standmixer verfügt und ob solche hinzugekauft werden können. Auch zum Getränkemixen ist ein Einfüllstutzen sinnvoll. Dieser ermöglicht die Zugabe von Zutaten während des Mixvorgangs ohne Spritzgefahr.

  • Ersatzteile: Die Möglichkeit zum Erwerb von Ersatzteilen ist natürlich wichtig, wenn das Gerät über viele Jahre hinweg genutzt werden soll. Bei hochwertigen Geräten bekommt man selbst nach Jahren noch Ersatz für defekte Teile. Besonders wichtig ist es, dass man bei Bedarf einen neuen Deckel oder Mixbehälter bestellen kann. Diese beiden Komponenten gehören zu den Teilen, die am häufigsten verschleißen.

Welcher Standmixer darf es nun sein?

Philips Avance HR2096 StandmixerViele werden ihren Standmixer vermutlich nach dem Äußeren auswählen, er soll ja schließlich zum Küchendesign und den anderen Geräten passen. Doch es kann nicht schaden auch einen Blick auf die inneren Werte, wie die Leistung und auswählbare Programme zu werfen. Denn letztlich ist es das, was einen guten Standmixer ausmacht. Es ist aber auch nicht nur damit getan, die reinen Wattangaben zu vergleichen. Denn entscheidend ist, was an der Klinge an Leistung ankommt.

Das beweist zum Beispiel der KitchenAid Artisan Standmixer, welcher mit 550 Watt verhältnismäßig wenig Leistung im Vergleich zu den anderen Mixern hat, erfahrungsgemäß aber damit sehr gut weiß umzugehen. So heimst er seit Jahren sehr gute Testergebnisse ein und weiß durch eine hohe Kundenzufriedenheit zu überzeugen. Mit 200 Euro ist er aber auch nicht ganz billig.

Dass es auch günstiger geht beweist der Philips HR2096/00 aus der Avance Collection. Diesen Mixer und seinen Vorgänger findet man seit Jahren auf den vorderen Plätzen, wenn es um die Beliebtheit bei Amazon oder in einschlägigen Preisvergleichen geht. Und das aus gutem Grund: so besticht er durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und sieht dazu verdammt gut aus.

Wer fruchtige Smoothies und Milchshakes zubereiten oder Gewürze zerkleinern will, der kann an Leistung gar nicht genug haben. Denn hierbei stoßen viele Standmixer schnell an ihre Grenzen. Ein Standmixer der hier besonders hervorzuheben ist, ist der OmniBlend V, der mit seinem 3 PS starken Motor so schnell nicht in die Knie zu zwingen ist.