Himbeer-Smoothie

© Pixabay – Leckerer Himbeer-Smoothie

Der Smoothie wird immer mehr zum Trendprodukt unserer Gesellschaft. Warum auch nicht, er ist gesund, schmeckt gut und kann im Sommer als auch Winter für die perfekte Erfrischung sorgen. Egal ob es sich dabei um Saft- oder grüne Gemüse-Smoothies handelt. Da fertige Mixgetränke oft teuer sind und aufgrund der Haltbarmachung durch Pasteurisierung Vitamine verlieren, liegt das eigene Erstellen voll im Trend. Smoothies sind feine und cremige Mixgetränke, die in den unterschiedlichsten Variationen aus Obst und Gemüse hergestellt werden. Ein solcher Smoothie ist ein vitaminreicher und gesunder Genuss, der üblicherweise mit Joghurt, Wasser, Fruchtsaft oder Milch ergänzt wird. Wer auf den Zusatzkick steht, kann den Smoothie auch mit Vanille oder Kräutern abschmecken. Grundsätzlich sind der Kreativität freien lauf gelassen, denn getrunken werden kann fast alles was schmeckt.

Seit einiger Zeit sind spezielle Smoothie-Maker auf dem Markt. Diese besitzen im Idealfall To-Go-Mixbehälter, die nach der Smoothie-Herstellung direkt mit einem Deckel versehen und mitgenommen werden können. Dadurch entfällt das nervige Umfüllen und Säubern des großen Standmixers. Auf was Sie beim Kauf eines solchen Smoothie-Makers achten müssen, erklären wir Ihnen im nachfolgenden.

1. Wichtige Ausstattungsmerkmale

Smoothie-Maker von Russel HobbsEin Smoothie-Maker ist, wie es der Name des Gerätes vermuten lässt, speziell für die Zubereitung von Smoothies aus Obst oder aus Gemüse gedacht. Die Motorleistung des Gerätes ist dementsprechend etwas schwächer als die eines Standmixers oder Entsafters. Dafür ist er meist deutlich günstiger in der Anschaffung und auch handlicher als ein Standmixer.

  • Leistung: Ein herkömmlicher Smoothie-Maker verfügt üblicherweise über eine Leistung zwischen 250 und 700 Watt. Geringe Leistungswärte sind ausreichend, wenn Obst-Smoothies hergestellt werden sollen. Sollen sogenannte „Grüne Smoothies“ hergestellt werden, sollte im Idealfall ein höher motorisiertes Modell verwendet werden. Wer die perfekte Konsistenz möchte, sollte sogar auf einen Hochleistungsmixer zurückgreifen. Diese kosten allerdings zwischen 200 und 800 Euro. Die durchschnittliche Leistung eines solchen Gerätes liegt zwischen 1.000 und 2.000 Watt.

  • U/Minute: Grundsätzlich gilt: Ein Smoothie-Maker ist umso leistungsstärker, je mehr Umdrehungen pro Minute erreicht werden. Für hartnäckige Nahrungsmittel, die beispielsweise bei grünen Smoothies verwendet werden, sollten mehr als 20.000 Umdrehungen pro Minute erreicht werden. Bei weniger Umdrehungen ist die Konsistenz meist eine andere.

  • Material des To-Go Mixbechers: In diesem Fall wird subjektiv nach den persönlichen Vorlieben entschieden, aus welchem Material der Behälter des Mixers sein soll. Kunststoff wird bei einem Smoothie-Maker in den meisten Fällen verwendet, aufgrund diverser Vorteile. Er hat weniger Gewicht, geht nicht kaputt und ist auch günstiger als Glas. Man sollte allerdings darauf achten, dass BPA-freies Material verwendet wurde.

  • Fassungsvermögen: Die meisten Smoothie-Maker besitzen ein Fassungsvolumen zwischen 0,3 bis 0,7 Liter. Das sind praktische Größen um die Becher auch für unterwegs zu nutzen. Falls mehrere Personen den Smoothie-Maker nutzen möchten, sollte darauf geachtet werden, dass mehrere Trinkbecher im Lieferumfang beiliegen oder optional erhältlich sind.

  • Reinigung: Die Reinigung eines Smoothie-Makers ist in den meisten Fällen nicht aufwendig. Wer keine Lust hat die Becher mit der Hand zu säubern, der sollte darauf achten, dass die Behälter spülmaschinenfest sind. Damit die Messerklinge scharf bleibt, sollte diese nicht in den Geschirrspüler.

  • Zerkleinern von Eiswürfel: Wer bei der Smoothie-Herstellung auch Eiswürfel zerkleinern möchte, muss genau auf die Herstellerangaben achten. Denn nicht jedes Gerät kann es mit großen Eiswürfeln aufnehmen. Entsprechend leistungsstarke Geräte sollten hingegen keine Probleme haben.

  • Vier-Klingenmesser: Der Smoothie-Maker sollte auf jeden Fall in der Lage sein, die Fasern so zu zerkleinern, dass die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Die Schnelligkeit ist wichtig, da sich die Zutaten bei kürzerer Mixdauer nicht stark erhitzen. Bleiben die Smoothies kühl, verlieren sie auch keine wertvollen Inhaltsstoffe. Bei den meisten Geräten ist eine Messereinheit mit einem vierflügeligen Messer eingebaut.

  • Pulsefunktion: Die Pulse-Funktion dient zum Zerkleinern von am Boden liegenden Kleinteilen. Bei eingeschalteter Funktion beginnt der Mixer abwechselnd Ein- und Auszuschalten, um so die kleinen Teile erneut aufzuwirbeln und zu zerkleinern. Die Funktion ist zwar nützlich, aber nicht unbedingt ein Muss.

  • Lautstärke: Kein Smoothie-Maker ist wirklich leise. Wenn mit bis zu 700 Watt oder mehr Leistung Eiswürfel, Obst mit Schale und faserreiches Gemüse zerkleinert werden, ist die Geräuschentwicklung nicht zu verachten. Hier wird man aber nicht drum herum kommen.

2. Smoothies kaufen oder selber herstellen?

Selber machen ist immer besser, das sagten schon unsere Großeltern zu uns. Das Zeigt sich auch bei der Smoothie-Herstellung, denn der gekaufte und bereits trinkfertige Smoothie enthält in den meisten Fällen Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zuckerzusätze oder Geschmacksverstärker. Bei einigen Anbietern enthält der Smoothie mehr Zucker als eine Cola.

Also heißt es, lieber selber einkaufen und losexperimentieren. Die selbsterstellten Smoothies aus Früchten und grünem Blattgemüse schmecken köstlich, sind rasch zubereitet und liefern dem Organismus konzentrierte Vital- und Nährstoffe in natürlicher Form. Darunter sind Vitamine, Mineral- als auch Ballaststoffe.

Tipp von uns: Kaufen sie ruhig reichlich Obst und Gemüse ein und portionieren Sie Ihre Smoothies für mehrere Tage/Wochen im vorraus. Packen Sie die portionierten Behältnisse in den Tiefkühler und schon können Sie jeden Tag frisch hergestellte Smoothies genießen.

3. So gesund sind Smoothies

Smoothie-Maker von Russel HobbsSmoothies sind zweifellos sehr gesund, Zutaten wie Artischocken, Chicorée, Radicchio oder auch Rucola sind nicht nur lecker, sie enthalten Bitterstoffe, die das Immunsystem aktivieren und darüber hinaus eine Anti-Aging-Wirkung haben. Denn Bitterstoffe wirken in mehrfacher Hinsicht gesundheitsfördernd auf den Organismus: Bitterstoffe sorgen für eine gesunde Darmflora und eine aktive Entsäuerung, sie aktivieren die Abwehrkräfte nachhaltig und stärken so das Immunsystem. Zusätzlich schützen sie auch vor Bluthochdruck und unterstützen beim Abnehmen: Bitterstoffe machen satt, weil die Geschmacksnerven empfindsamer reagieren.

Bitterstoffe sind in Smoothies mit grünem Gemüse und Obst enthalten. Als Faustregel bei der Zubereitung gilt: Eine Hälfte Blattgemüse mit einer Hälfte Obst mischen und etwas Wasser hinzufügen. Aber Vorsicht: Grüne Smoothies können leicht bitter schmecken, wenn man die Strünke von Kohlgemüse mit verarbeitet. Diese bittere Note kann man leicht mit aromatischen, süßen Früchten wie Bananen ausgleichen. In einer sauberen Flasche kann man Smoothies im Kühlschrank bis zu 24 Stunden aufbewahren. Enthält der Smoothie Obst, das sich braun verfärbt wie z.B. Banane oder Apfel, sollte man unbedingt 1–2 Teelöffel Zitronen- oder Limettensaft dazugeben. So sieht der Smoothie auch am nächsten Tag noch frisch und appetitlich aus.

4. Was genau bedeutet „BPA-frei“?

Mittlerweile sind Hinweise auf einen BPA-freien Mixbehälter bei fast jedem Modell angebracht. Im Mittelpunkt steht dabei die Chemikalie Bisphenol A (kurz BPA). Diese verfügt über eine schwache östrogene Wirkung. Mittels BPA werden verschiedene Ausgangsstoffe miteinander verbunden.

Es ist auch in Verpackungsmaterial für Nahrungsmittel enthalten. Die östrogene Wirkung von BPA ist bedenklich, denn es kann eine Freisetzung erfolgen und die Chemikalie gelangt in unsere Speisen. Es ist also nachgewiesen, dass Bisphenol A Auswirkungen auf den Hormonhaushalt von Lebewesen haben kann und ein direkter Kontakt vermieden werden sollte.

5. Rezepte: 10 leckere Obst- und Gemüse-Smoothies zum Selbermachen

Wären doch mehr Dinge so lecker und gesund wie Smoothies – wir wären alle schlank und gesund. Aber eine Sache wird auch bei den fruchtigen Drinks häufig unterschätzt – wie einfach es ist, selber welche zu machen! Wir verraten zehn einfache Lieblingsrezepte, ebenso schnell wie köstlich.

Jederzeit Smoothies machen: Sind nicht alle Zutaten vorhanden? Kein Problem! Smoothies kann man wunderbar selbst komponieren, Rezepte lassen sich immer auch variieren. Vorrätig haben sollte man in jedem Fall Fruchtsäfte (am besten Direktsaft), leckere Fruchtsirups, Eiswürfel und vielleicht auch gefrorene Früchte. So kann man mit etwas Improvisation und wenigen frischen Zutaten jederzeit neue Rezepte kreieren!

Apfel-Birnen-Smoothie

  1. Eine Birne,
  2. ein Apfel,
  3. eine kleine Banane,
  4. ein halbes Glas Wasser, samt
  5. einer handvoll darin eingeweichter Rosinen

Melonen-Smoothie

  1. Eine süße Melone (Honig, Charentais, oä.),
  2. eine Zitrone,
  3. ein Esslöffel Honig,
  4. Ein großer Schuss Sirup (z.B. Himbeere),
  5. ein halbes Glas kaltes Wasser oder die gleiche Menge Eiswürfel

Pfirsich-Himbeer

  1. Ein halbes Kilo Pfirsiche,
  2. eine Schale Himbeeren,
  3. ein großer Schuss Sirup (oder Honig),
  4. ein großer Becher Joghurt,
  5. ein halbes Glas Milch

Obst

Möhren-Smoothie

  1. 250 Gramm Möhren,
  2. vier kleine Orangen,
  3. eine kleine Zitrone,
  4. ein Esslöffel Ahornsirup oder Honig,
  5. eine Prise Pfeffer,
  6. eine Prise Salz
  7. Mutige Trinker garnieren mit etwas frischem Koriander

Mango-Bananen-Smoothie

  1. Eine reife Mango,
  2. eine Banane,
  3. ein Glas Apfel- oder Orangensaft,
  4. ein Esslöffel Honig und
  5. ein großer Becher Joghurt

Erdbeeren

Grüner Smoothie mit Feldsalat

  1. Eine halbe Packung (zwei handvoll) Feldsalat,
  2. eine Birne,
  3. eine Banane,
  4. eine Mango,
  5. Wasser nach Bedarf für die Konsistenz
  6. Mutige Trinker schmecken ab mit
  7. einer Prise Kurkuma und
  8. einer Prise Ingwer

Grüner Smoothie mit Blattspinat

  1. Eine Mango,
  2. eine Banane,
  3. eine Handvoll Blattspinat,
  4. ein Spritzer Öl (am besten Kokos),
  5. ein Glas Apfelsaft

Erbsen

Kiba mal anders

  1. Eine Banane,
  2. eine Kiwi,
  3. Ein Glas Orangensaft,
  4. ein Schuss Honig

Papaya vs. Gurke

  1. Eine kleine Papaya (sehr reif),
  2. eine halbe Salatgurke,
  3. ein bis zwei Orangen,
  4. ein halbes Glas kaltes Wasser oder die gleiche Menge Eiswürfel

Tomate

Cranberry und Apfel

  1. zwei Äpfel,
  2. einige Esslöffel Cranberries (zur Not gehen auch andere frische Beeren),
  3. ein halber Becher Joghurt
  4. ein halbes Glas Molke oder Milch

Die Richtige Zubereitung

Diese ist immer dieselbe. Feste Zutaten werden grob in Stücke geschnitten und zuerst anpüriert, dann werden Flüssigkeiten wie Saft, Öl und Wasser zugegeben, dann alles zusammen püriert, bis die ideale Konsistenz erreicht ist. Etwas für‘s Auge bekommt sind die Smoothies, wenn man sie nicht im Becher, sondern im Glas serviert, und bestimmte Zutaten nachher vorsichtig unterrührt. Sirups (z.B. Himbeere) sind nicht nur als Zutat, sondern auch als Eyecatcher super geeignet. Zum Dekorieren können auch einige grobe Fruchtstücke aus dem jeweiligen Rezept nicht mitpüriert, sondern lose auf die Flüssigkeit gelegt, an den Glasrand gesteckt oder auf einen Strohhalm gespießt werden. Strohhalme sollten generell etwas größer sein, damit die dicke Flüssigkeit sich gut ansaugen lässt.