Teufel Varion Heimkino Lautsprecher

© Teufel – Ein Lautsprecher vom Teufel Varion Heimkinosystem

Kinos leben von der tollen Atmosphäre, die sie erschaffen. So steht zwar immer das Bild an erster Stelle, zugleich entsteht das tolle Erlebnis aber erst mit der Kombination aus Bild, Ton und einer gemütlichen Atmosphäre im Raum. Freunde von unvergesslichen Filmerlebnissen kommen daher mit Heimkinosystemen besonders auf ihre Kosten. Inzwischen bieten viele Anbieter entsprechende Anlagen an, die ein ansehnliches Gefühl beim Filmschauen unterstützen und die eigenen vier Wände in ein Heimkino verwandeln.

1. Komplette Heimkinosysteme oder Lautsprechersets

Eine erste wichtige Unterscheidung, die es für Kunden zu bedenken gibt, sind die Ausmaße des vorgesehenen Sets. Komplettanlagen bestehen im Grunde genommen aus zwei Komponenten. So sind ist ein Lautsprechersystem das, was für Heimkinoanlagen typisch ist und hierbei für den guten Ton zuständig. Für die Wiedergabe der Filme, Serien und allem anderem was geschaut werden soll, wird aber noch ein Wiedergabegerät benötigt. Bei Komplettanlagen gehört dieses direkt zum Lieferumfang.

Reine Lautsprechersets verfügen hingegen nur über die Lautsprecherkomponenten. Bei den Wiedergabegeräten, die bei Komplettanlagen vorhanden sind, handelt es sich meistens um Blu-ray-Player oder AV-Receiver. Bei reinen Lautsprechersets können entsprechende Exemplare aber auch hinzugekauft werden. Während der Blu-ray-Player für die direkte Wiedergabe von Filmen und anderen Medien verantwortlich ist, übernimmt der AV-Receiver die Aufgabe, die einzelnen Komponenten erfolgreich miteinander zu verbinden.

2. Die richtige Anzahl Lautsprecher – 2.1, 5.1 oder 7.1

5.1 Heimkinosystem von SonyDie Kürzel 2.1, 5.1 und 7.1 geben die Anzahl der zu Verfügung stehenden Tonquellen an. Alle drei Varianten haben hierbei gemein, dass die 1 für den Subwoofer steht und die vorangehende Nummer für die Anzahl der Lautsprecher.

Der Subwoofer ist für die besonders tiefen Töne, also die Bässe zuständig, während die Lautsprecher alle anderen Töne in den Vordergrund stellen. In der Regel sind die Lautsprecher mit Kabeln verbunden, die gleichzeitig das Signal und den benötigten Strom liefern. Kabellose Alternativen funktionieren entweder mit eingebauten Akkus oder verfügen über eigene Stromkabel, sie sind also nur bedingt kabellos.

Das Kürzel 2.1 besagt folglich, dass es sich um lediglich zwei Boxen und einen Subwoofer handelt. Die konkreten Möglichkeiten dieser Anlagen sind damit sehr begrenzt, es ist nur ein frontaler Sound möglich. Typischerweise werden sie für einfache und kleine Zimmer verwendet, in welchen der Ton des Fernsehers oder der Soundbar verbessert werden soll.

Mit 5.1 Anlagen stehen schon deutlich mehr Möglichkeiten offen, da es sich nicht mehr um die reine Frontbeschallung handelt. So sind vier der fünf Lautsprecher dazu geeignet, in einer rechteckigen Anordnung aufgebaut zu werden. Zwei befinden sich vor den gewünschten Sitzplätzen und zwei dahinter, meist in jeweiligen Ecken. Darüber hinaus gibt es noch den so genannten Center Lautsprecher, der zentral über oder unter der Bildquelle angebracht wird. An einer ähnlichen Position befindet sich auch der Subwoofer.

Noch bessere Erlebnisse, die einem Kinobesuch näherkommen, bieten die 7.1 Lautsprecher. Neben derselben Anordnung, analog zu den 5.1 Systemen, gibt es drei Möglichkeiten die beiden zusätzlichen Lautsprecher anzubringen. Gängig ist die seitliche Anbringung, genau zwischen den anderen Lautsprechern. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, die Boxen oberhalb der beiden äußeren Frontlautsprecher anzubringen, sodass die Decke als Reflexion genutzt werden kann. Als dritte Möglichkeit dient die Formung eines Sechsecks, bei dem die zusätzlichen Lautsprecher hinter den Sitzplätzen, aber dafür auch recht zentral angebracht werden.

3. Diese Lautsprecher-Typen gibt es

3.1. Micro-Lautsprecher

Die Bezeichnung Micro-Lautsprecher deutet dessen Funktion im Grunde bereits an. So ist die Ausprägung des Gehäuses der Lautsprecher sehr kompakt. Das ist besonders aus optischen und praktischen Gründen von Vorteil. So fallen die kleinen Lautsprecher kaum auf, liefern aber meist trotzdem guten Sound für Filme und Co. Darüber hinaus lassen sie sich auch gut in bereits vorhandene Regalwände einfügen. Die geringe Größe geht oft auch mit einem etwas schlechteren Sound gegenüber größeren Geräten derselben Klasse einher, wobei Anbieter von hochwertigen Produkten auch mit dem Sound der Micro-Lautsprecher überzeugen können. Zum Musikhören eignet sich das Micro-Format aber kaum.

3.2. Säulenlautsprecher

Säulenlautsprecher bieten mehr Platz für die aufwändige Technik und sorgen somit meist für ein besseres Klangerlebnis. Darüber hinaus können die Säulenlautsprecher überzeugen, da sie lediglich aufgestellt und angeschlossen werden müssen. Bohrarbeiten oder ähnliches bleibt Ihnen erspart. Dafür nehmen die Lautsprechen natürlich auch einen gewissen Platz im Raum ein und sind optisch nicht nur passiv wahrnehmbar.

3.3. Standlautsprecher

Standlautsprecher-Set von TeufelOptisch erinnern die Standlautsprecher stark an Säulenlautsprecher, wobei sie meist noch massiver und stämmiger sind. Sie nehmen eine noch prägendere Rolle im Raum ein, sind aber zugleich ansehnlich gestaltet. Oft werden sie nur als Paar geliefert und mit Regallautsprechern für die Center- und Rear-Positionen aufgefüllt, um den passenden Surround-Sound zu erreichen. Standlautsprecher sind in fast jedem professionellen Heimkino zugegen. Außerdem eignen sie sich besonders gut für die Wiedergabe von jeglicher Art von Musik.

4. Der Subwoofer – Darauf sollte geachtet werden

Oft stellt der Subwoofer das Herzstück des gesamten Systems dar und sollte daher besondere Wertschätzung erhalten. Egal, ob Film, Serie oder Musik, die tiefen Töne verleihen oft entscheidenden Charakter und sorgen für den gewünschten Sound, eben wie im Kino.

4.1. Aktiv oder Passiv

Die Unterscheidung von Subwoofern in aktive und passive Modelle bezieht sich in erster Linie darauf, dass es zu einer Unterscheidung kommt, ob es einen eingebauten Verstärker gibt, oder nicht. Bei aktiven Modellen ist dieser Verstärker bereits in den Subwoofer integriert, während bei passiven Modellen ein zusätzlicher Verstärker für den Betrieb benötigt wird. Das ermöglicht bei aktiven Modellen eine deutlich einfachere Installation, wobei spezielle, elektronische Filter auch für ein besseres Verhältnis von Sound und Preis sorgen.

4.2. Das sollte vorhanden sein

Einen wichtigen Bestandteil von Subwoofern stellen die Pegel- und Phasenregler dar. Diese sind notwendig, damit das Klangergebnis bestmöglich steuerbar wird. Es gibt oft Probleme, wenn mehrere Boxen das exakt gleiche Signal aussenden und in der Folge den Ton verfälschen. Für diese Fälle haben gute Subwoofer entsprechende Einstellungen, mit denen relativ einfach die sogenannten Phasen verstellt bzw. gekippt werden können und somit ein sauberes Ergebnis erzielt wird. Ein weiterer praktischer Bestandteil ist in Form von Tieftonchassis vorhanden. Diese tragen dazu bei, dass der vom Subwoofer erzeugte Ton möglichst klar und sauber ist und nicht einfach nur in Form von stumpfen Bässen.

5. Wichtige Ausstattungsdetails

5.1. Ausgangsleistung

Auch wenn Design und Größe der Anlage aus oberflächlicher Sicht sehr wichtig sind, stellt die Ausgangsleitung in der Regel doch den wichtigsten Aspekt dar. Sie bestimmt entscheidend mit, ob ein System die Ansprüche an den Klang erfüllt. Eine Variable ist dabei die Leistung in Watt. Liegt diese Zahl im vierstelligen Bereich, ist das auch bei großen Anlagen ein gutes Indiz für eine starke Leistung. Bei kleineren Anlagen muss die Zahl aber nicht so hoch liegen und auch eine Leistung zwischen 100 und 200 Watt kann für guten Ton sprechen.

WLAN-Heimkinosystem von Sony

5.2. Konnektivität

Die primäre Verwendung ist bei den Anlagen natürlich in der Wiedergabe verschiedener Medien gegeben. Das schließt allerdings nicht die Wiedergabe von Musik aus. Mit Verkabelungen lassen sich daher die meisten Abspielgeräte verbinden. Allerdings gibt es unterschiedliche Streamingtypen, die besonders in der kabellosen Nutzung praktisch sind. Die Steuerung von Spotify, Apple AirPlay und anderen Formaten ist bei guten Geräten direkt über diese möglich. Prinzipiell ist dafür aber die Möglichkeit, das Gerät mit dem WLAN zu verbinden, relevant.

Mögliche Konnektivitäten mit den folgenden Anbietern prüfen:

  • Spotify
  • Apple AirPlay
  • Amazon Prime Music
  • Qobuz
  • Tidal
  • ALDI life

5.3. Ausgabeformate

Klassisch wird zwischen zwei großen und bekannten Ausgabeformaten unterschieden, Dolby und DTS. Dolby ist bei Heimkinosystemen besonders für digitale Mehrkanal-Formate relevant und bietet somit den bekannten Surround-Sound, der Zuhörern möglichst realistische Tonspuren liefern soll. Ähnliche Töne erschafft aber auch das DTS-Format. Auch hier ist es gut möglich, einen vollständigen Umgebungssound zu erschaffen. Von beiden Varianten gibt es inzwischen auch High Definition Varianten, die für eine verbesserte Soundqualität stehen. Bei Heimkinosystemen sollte daher besonders darauf geachtet werden, dass eine dieser Formen oder etwas Vergleichbares möglich ist.

6. Wichtige Hersteller

6.1. Bose

Das US-amerikanische Unternehmen Bose ist sicherlich eines der bekanntesten im Bereich hochklassiger Lautsprechersysteme und Kopfhörer. Das Unternehmen stellt dabei selbstständig vollständige Systeme und somit auch die einzelnen Komponenten her. Insgesamt genießen die Produkte einen guten Ruf.

6.2. Harman Kardon

Inzwischen zu Samsung gehörend, liegt der Ursprung von Harman Kardon ebenfalls in den Vereinigten Staaten. Neben den Audiosystemen, werden beispielsweise auch Blu-ray-Player hergestellt, weshalb es bei Heimkinosystemen gut möglich ist, diese im gesamten Paket zu kaufen. Das garantiert gute Kompatibilität und macht das Anschließen für Anwender oft einfach. Auch die Klangqualität kann überzeugen.

6.3. Teufel

Einer der bekanntesten deutschen Hersteller von Audiosystemen ist Teufel. Das Unternehmen steht für hochwertige Technik-Produkte, zu denen auch die Heimkinosysteme zählen. Die Herstellung von Säulenlautsprechern gehört demnach genauso zur Produktpalette, wie die Produktion von Micro-Lautsprechern. Aber auch Verstärker und weitere Zubehörteile werden einzeln und in gesamten Systemen vertrieben.

6.4. Jamo

Aus Dänemark stammend ist das hierzulande relativ unbekannte Unternehmen Jamo seit mehreren Jahrzehnten ein Garant für qualitativ hochwertige Produkte. Im Grunde genommen werden alle Arten der für Heimkinosysteme relevanten Lautsprecher hergestellt und im Paket vertrieben. Besonderes Highlight sind die Surround-Lautsprecher, bei denen die Lautsprecher selbst schon Töne in zwei verschiedene Richtungen ausgeben und somit für ein noch besseres Klangerlebnis sorgen.

6.5. Bower & Wilkins

Ein britischer Hersteller von Lautsprechern und Co. ist das Unternehmen Bower & Wilkins. Generell steht die Herstellung von Unterhaltungselektronik im Vordergrund. Die Funktionalität ist dabei sehr wichtig, weshalb inzwischen auch viele kabellose Systeme hergestellt und berücksichtigt werden. Das ist auch bei den Heimkinosystemen möglich, wobei auch verkabelte Varianten vorkommen.

7. Ausgangsleistung – RMS, PMPO, Sinus

Weitere Faktoren, die die Ausgangsleistung angeben, sind RMS, PMPO und Sinus. Bei RMS handelt es sich um einen Mittelwert, der die Ausgangsleistung beschreibt. Dafür werden die Lautsprecher mit einem vorgegebenen Frequenzband getestet. Der Kennwert PMPO ist immer mit großer Vorsicht zu betrachten, da er im Gegensatz zu RMS nicht genormt ist und es kein anerkanntes Verfahren gibt. So werben oft auch günstige Systeme mit diesem Wert, der allerdings relativ wenig Aussagekraft besitzt und daher zunächst einmal vernachlässigt werden sollte. Die Sinusleistung ist etwas veraltet und wird inzwischen nicht mehr als Leistungsnachweis verwendet. Grund hierfür ist, dass die Leistung allein nicht aussagekräftig ist.

8. Richtige Aufstellbedingungen für das Heimkinosystem

Gute Hersteller liefern oft sogar spezielle Anleitungen, die Aufschluss darüber geben, wie die Lautsprecher am besten aufgestellt werden. Daher sind diese Angaben prinzipiell immer zu Beginn zu beachten, da sie die spezifischen Eigenschaften der einzelnen Komponenten berücksichtigen.

Prinzipiell ist aber wichtig, dass die Lautsprecher gleichermaßen auf den zentralen Sitzplatz ausgerichtet werden, also in einer leichten Neigung. Damit der Klang dann auch richtig ausgegeben wird, verfügen die Lautsprecher über eine entsprechende Bezeichnung, wie beispielsweise „front left“. Es ist auch immer der vorgesehene Abstand der Lautsprecher zu beachten, damit dieser in der richtigen Distanz aufgestellt werden kann.

9. Häufig gestellte Fragen – FAQ

Wofür steht das THX-Zertifikat?

Das THX-Zertifikat versucht zu garantieren, dass der Ton passend wiedergegeben wird. Regisseure legen dazu die gewünschte Tonspur fest und wollen diese auch in Kinos haben. Mit dem THX-Zertifikat wird dann dafür gesorgt, dass die Tonspur mit dem entsprechenden Heimkinosystem gleichermaßen wiedergegeben wird und das Erlebnis für den Zuschauer möglichst ähnlich, wie im Kino ist.

Wofür steht Dolby Atmos?

Dolby Atmos ist eine Entwicklung des Herstellers Dolby, bei dem es zu verbesserten Klangerlebnissen kommen soll. Grund dafür ist, dass die Systeme mit zusätzlichen Deckenlautsprechern erweitert werden und somit noch besseren Klang erzeugen.

Wie verbinden sich kabellose Lautsprecher mit dem Receiver?

Das DLNA System wird häufig für die Verbindung genutzt. Es ist ein standardisiertes System, bei dem mehrere Geräte gleichzeitig miteinander verbunden werden können. So ist der kabellose Betrieb auch ohne Bluetooth oder andere Verbindungsformen möglich.

Ist ein quadratischer Raum Pflicht für ein eigenes Heimkino?

Nein, in großen Räumen kann das Heimkinosystem auch in anders geformten Räumen eingefügt werden und muss einfach nicht den gesamten Raum einnehmen. Ansonsten kann mit einer intelligenten Anbringung auch in kleineren, anders geformten Räumen ein Heimkino errichtet werden.

Welches Lautsprecherkabel benötigt man?

Das hängt prinzipiell erst einmal vom Anschluss ab, da dieser passen sollte und sich unterscheiden kann. Aber auch die Querschnittsfläche ist bei den jeweiligen Systemen wichtig und sollte beachtet werden, damit der bestmögliche Sound bereitgestellt werden kann. Die Länge sollte dabei möglichst geringgehalten werden, damit das Signal ohne zu große Verzögerungen bei den Lautsprechern ankommt.