Wer denkt, dass HD-Fernsehsender in bestmöglicher Qualität ausstrahlen, der irrt gewaltig. Denn die meisten Sender strahlen nur abgespecktes HD aus. Wer Filme in höchster Brillanz und Auflösung auf seinem HD-Fernseher genießen will, der benötigt aktuell einen Blu-ray-Player. Nun gibt es jedoch eine ganze Menge an BD-Playern mit den unterschiedlichsten Eigenschaften. Wir haben das zum Anlass genommen und eine Top 10 der besten und beliebtesten Blu-ray-Player erstellt. Darunter sind günstige Modelle ab 50 Euro aber auch HighEnd-Player für bis zu 420 Euro.

Um Blu-ray-Player ranken sich Legenden. Kauf billig, die sind doch alle Full HD, sagen die einen. Nur teure Modelle bieten die beste Ausstattung, raunen die anderen. Zeit für Klarheit: Blu-ray ist das erfolgreiche Nachfolgeformat zur DVD. Wer einen HD-Fernseher besitzt, der sollte auch einen Blu-ray-Player besitzen.

Wissenswertes zum Blu-ray-Player

Sony Blu-ray-PlayerFast alle HD-Fernseher, die in den letzten Jahren in Größen ab 40 Zoll verkauft wurden, sind sogenannte Full-HD-Fernseher. Sie können ein Bild in scharfen Vollbildern mit 1920 x 1080 Bildpunkten anzeigen. Aber sie haben ein Problem: Niemand reizt sie richtig aus.

Auch HD-Fernsehübertragungen kommen immer mit niedrigerer Auflösung oder mit flimmernden Halbbildern daher. Nur die Blu-ray-Disc reizt den Fernseher voll aus.

Blu-ray-Player spielen die neuen Scheiben ab und sind abwärtskompatibel: DVDs können sie also auch abspielen. Nach einem langsamen Start ist die Blu-ray inzwischen der weit verbreitete Standard für Video. Wer einen Kinofilm für das Heimkino kaufen will, der tut das auf Blu-ray. Auch viele ältere Filme sind inzwischen auf Blu-ray erhältlich; oft in aufwändig restaurierten Fassungen.

Braucht man nun einen Blu-ray-Player? Unbedingt brauchen tut man ihn nicht. Die Frage ist eigentlich ganz simpel: Hat man einen DVD-Player besessen und wenigstens ab und zu benutzt? Dann sollte man auch einen Blu-ray-Player anschaffen. Auch die billigsten Einsteigermodelle bringen gegenüber der DVD einen massiven Zugewinn an Bildqualität. Und die Player kosten in der Einstiegsklasse wirklich wenig Geld.

Zwar nehmen Video-Streaming-Dienste in Haushalten mit schneller Online-Verbindung eine immer wichtigere Rolle ein, aber dort leiht man Filme in aller Regel nur und kauft nicht. Und die bessere Bild- und auch Tonqualität bieten Blu-rays.

Wichtige Ausstattungsdetails

Sony Blu-ray-PlayerWer ein Einsteigermodell kauft, der rechnet nicht mit einer besonders üppigen Ausstattung. Sollte man aber! Die Technologie ist so etabliert, dass auch günstige Modelle alles mögliche können. Für die Kaufentscheidung hilft der Blick auf die Ausstattung aber dennoch. Denn oft haben Kunden ganz bestimmte Wünsche, die nicht von allen Modellen unterstützt werden.

  • 3D: ist heute nichts besonderes mehr. Praktisch alle aktuellen Modelle spielen 3D-Blu-rays ab. Nicht alle konvertieren auch 2D zu 3D – aber richtig überzeugend kann das sowieso keiner.

  • Anschlüsse: Ein paar HDMI-Ports haben fast alle. Wer den Player direkt an die Heimkinoanlage anschließen will, oder an das Netzwerk, der muss sich genauer über Schnittstellen einzelner Modelle informieren.

  • Mediaplayer: Ob vom Netzwerk oder von USB-Quellen, fast alle Blu-ray-Player spielen heute eine Vielzahl von Medienformaten ab. Wer ungewöhnliche Formate einsetzt, oder auch Video von gebrannten Scheiben schauen will, der muss genauer auf die jeweils unterstützten Formate schauen.

  • Online-Funktionen: Fast alle Blu-ray-Player gehen online, nicht alle können es aber auch kabellos mit WLAN. Internet-Extras zur Blu-ray mit BD-Live sind Standard, ein voller Webbrowser mit Flash-Unterstützung ist es noch nicht.

  • Smart TV: Wer einen älteren HD-Fernseher ohne Smart-TV-Funktionen hat, kann die bequem mit dem Blu-ray-Player nachrüsten. Achten sollte man dann auf ein aktuelles Modell mit flotten Prozessor.

  • Skalierung: DVDs auf Full HD hochzuskalieren ist für Blu-ray-Player alter Käse. Einige können aber die Blu-rays auch auf den neuen 4K-Standard hochskalieren. Das ist sinnvoll, wenn so ein Fernseher schon vorhanden ist oder in den kommenden Jahren gekauft werden soll.

  • Aufzeichnung: In den letzten Jahren sind auch Blu-ray-Rekorder günstig geworden. Noch einfacher und immer beliebter sind Player, die USB-Recording beherrschen, die also Video auf eine angeschlossene Festplatte aufzeichnen.

  • Tuner: Auch den TV-Tuner bringen einige Player mit. Das ist bei älteren Fernsehern ohne volle Ausstattung praktisch. Es kann auch helfen, wenn ein Programm auf dem Fernseher geschaut werden soll, und der Player ein anderes aufzeichnet.

  • Abspielformate: Es gibt verschiedene Revisionen des Blu-ray-Standards. Moderne Player beherrschen sie aber alle. Aufpassen sollte, wer ein älteres Auslaufmodell kauft. Gebrauchte Player sind in den meisten Fällen nicht zu empfehlen.

  • Bedienkomfort: Der Wust an Möglichkeiten wird für viele Zuschauer zur Herausforderung. Wer es vor allem einfach haben will, der sucht gezielt nach Modellen des eigenen TV-Herstellers. Oft lässt sich dann der Player von der TV-Fernbedienung mitsteuern.

Was machen teure Blu-ray-Player besser?

Sony Blu-ray-PlayerUm es nochmal klar zu sagen: Keiner der genannten Vorteile macht den Player teuer. Man findet in der Einstiegsklasse erstklassige Modelle mit USB Recording und Smart TV-Funktionen, nur die Popcornmaschine fehlt. Warum gibt es aber dann Modelle, die das zehnfache kosten? Es gäbe da ein paar Gründe.

  • Bildqualität

    Fällt Ihnen manchmal das leise Ruckeln bei Bildschwenks auf? Störendes graues Rauschen in dunklen Bildbereichen? Sitzen sie nah vor einem großen, guten Fernseher? Dann haben Sie nicht nur gute Augen, sie haben auch einen Grund, mehr für den Player auszugeben. Denn die Unterschiede in der Bildqualität sind zwar fein, sie sind bei schlechten Licht- und Sichtbedingungen fast unsichtbar, aber sie sind vorhanden. Teurere Player zeigen ein ruhigeres, saubereres Bild. Wer noch DVDs schauen will, der kann sich zudem informieren, wie gut das Hochskalieren bei verschiedenen Modellen funktioniert. Hier sind die Qualitätsunterschiede nämlich deutlich sichtbar.

  • Tonqualität

    Wird der Player an eine hochwertige Heimkinoanlage mit Surround-Sound angeschlossen? Dann hört man mitunter klare Unterschiede. Wer den Klang einfach rundum aus der Einsteiger-5.1-Anlage genießen will, der muss deswegen nicht mehr investieren. Wer die eigene Anlage aber nicht von der Stange gekauft hat, hochwertige Komponenten besitzt und vielleicht sogar Konzert-Blu-rays schauen will, der profitiert von teureren Playern.

  • HiFi

    Ganz deutlich wird der Unterschied, wenn der Blu-ray-Player auch den CD-Player ersetzen soll. Abspielen können fast alle Player die alten Audioscheiben, aber einen guten DA-Wandler haben die wenigsten. Spätestens, wenn das hochwertige Nischenformat SACD zum Einsatz kommt, dann muss der Player ein echtes Topmodell sein; und Kunden sollten vor dem Kauf Fachtests studieren.

  • Verarbeitung

    Blu-ray-Player müssen nicht soviel aushalten, sie stehen in der Regel viel herum. Aber wer viele Jahre an dem Gerät Freude haben will und wer durchdachtes Design, schöne Materialien und hochwertige Komponenten schätzt, der landet ebenfalls in den oberen Preisklassen.

Also: Gute Blu-ray-Player sind nicht teuer. Aber teurere Player sind besser. Wer ein neues Modell kauft, der muss sich vor allem über die eigenen Bedürfnisse klar werden. Auch für exotische Wünsche gibt es inzwischen eine üppige Auswahl.

Welcher Blu-ray-Player darf es nun sein?

Wie man an unserer Auflistung gut erkennen kann, unterscheiden sich die meisten Blu-ray-Player rein technisch gesehen nur sehr geringfügig. Die wesentlichen Unterschiede liegen im integrierten WLAN-Modul, in der Fähigkeit Filme auf die neue 4K-Auflösung hochzuskalieren und in den unterstützten Audio-Formaten. Doch was davon brauchen Sie wirklich? Entscheiden Sie selbst.

Fangen wir mit dem integrierten WLAN an. Das ist praktisch, da man kein Netzwerkkabel für die Verbindung mit dem Internet verlegen muss. Doch auch Player ohne WLAN-Modul lassen sich an das Internet anschließen. Entweder über das Netzwerkkabel oder einen optional erhältlichen WLAN-Adapter (USB-Dongle). In den meisten Fällen lohnt der Kauf eines solchen Adapters aber nicht, da man dann preislich gesehen auch gleich ein Player mit integriertem WLAN kaufen kann.

Was die 4K-Upscaling Funktion betrifft, die sehen wir zum aktuellen Zeitpunkt als vernachlässigbar an. Denn ein solcher Blu-ray-Player macht ja nur dann Sinn, wenn man auch einen 4K-Fernseher besitzt. Und ein solcher Fernseher kann genauso Inhalte von Full HD oder niedrigerer Auflösung auf 4K-Auflösung hochrechnen. Insofern ist diese Funktion im Player nicht so wichtig.

Wer eine ganz aktuelle Surround-Anlage mit hochwertigen Lautsprechern besitzt, der sollte durchaus darauf achten, dass auch der Blu-ray-Player die hochauflösenden Tonspuren wie DTS-HD Master / High Resolution wiedergeben kann. Denn diese werden meist nur von den teureren Blu-ray-Playern unterstützt und können einen klanglichen Mehrwert bringen.

Wer auf High-End Verarbeitung und Zusatzfunktionen verzichten kann, sollte sich den LG BP420 ansehen. Das Modell ist seit einiger Zeit in den Top 3 der Bestseller vertreten und kann bereits über 800 Rezensionen mit der sehr guten 4,5 Sterne Bewertung vorweisen. Außerdem konnte der Player in einigen Testberichten mit der Note 1,6 „Gut“ überzeugen. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, sollte sich den LG Blu-ray-Player genauer ansehen.

Unser zweitplatzierter Panasonic DMP-BDT500EG ist bereits im gehobenen Preissegment angesiedelt. Dafür erhält man hier diverse Anschlussmöglichkeiten als auch abspielbare Video-Formate. Wer bereit ist das viele Geld zu investieren, erhält hier einen „Sehr gut“ getesteten Player aus dem Hause Panasonic, der auch in den verschiedensten Rezensionen voll überzeugen konnte.