In der heutigen Zeit achten die Menschen mehr denn je auf ihre Gesundheit. Sei es beim Essen oder bei den sportlichen Aktivitäten. Kein Wunder also das Fitness-Armbänder zur Schrittzählung oder Herzfrequenzmessung hoch im Kurs stehen. Da mittlerweile sehr viele Anbieter solche Armbänder anbieten, ist es schwierig geworden den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund haben wir eine Top 10 der besten und beliebtesten Fitness-Armbänder erstellt. Darin enthalten sind Produkte von Garmin, Polar, Jawbone, Fitbit, Withings, Xiaomi und Misfit für 25 bis 150 Euro.

Dass wir mehr Sport treiben müssten, wissen wir alle. Dass man nur jeden Tag ein wenig mehr machen müsste, um viel zu erreichen, ist auch kein Geheimnis. Doch es gibt einen einfachen Grund dafür, warum nur die wenigsten unter uns trotz Beruf und Familie fit bleiben: Es ist die Motivation. Kommt man allein und verschwitzt vom Joggen nach Hause, stehen in aller Regel nicht die Kinder jubelnd an der Haustür. Rackert man im Fitnessstudio, klopft einem niemand nachher anerkennend auf die Schulter.

Genau das ist wahrscheinlich das große Erfolgsgeheimnis einer neuen Innovation: Fitness-Armbänder. Fitness-Armbänder sind sogenannte Wearables, also Elektronik zum Anziehen. Sie sollen mit verschiedenen Sensoren erfassen, wie wir uns bewegen, und so zum kleinen, persönlichen Trainer am Handgelenk werden. Aber wie funktioniert das? Was können die Armbänder jenseits luftiger Image-Filmchen? Wir werfen einen Blick auf die junge Produktkategorie.

Wichtige Ausstattungsmerkmale

Fitbit Charge HR AppWer Fitness-Armbänder genauer vergleichen will, der muss bei den Modellen auf das Datenblatt schauen. Welche Leistungsmerkmale sind an Bord? Auf welche kann man getrost verzichten?

  • Display: Nicht jedes Armband hat überhaupt ein Display. Und die Ausführung kann sehr verschieden ausfallen. Einige haben nur einen farbigen Balken, der anzeigt, ob ein Tagesziel der Bewegung schon erreicht ist. Die besten Modelle zeigen zumindest ein paar Ziffern und können so Herzfrequenz, Schrittzahl oder andere Infos darstellen.

    Wichtig ist die Frage der Lesbarkeit: Klassische LCD-Displays sind in der Sonne oft schwer zu entziffern. Moderne und stromsparende E-Ink-Displays sind in der Sonne perfekt lesbar, helfen aber im Dunkeln nicht weiter. Was ist Ihnen wichtiger?

  • Vibration: Wer will schon ständig auf das Armband stieren? Modelle mit Vibration können in vielen Punkten einen Zusatznutzen bieten. Sie können den Anwender sanft wecken, oder ihn daran erinnern, dass er zu lange still herumsitzt.

  • Sensoren: Praktisch alle Modelle besitzen einen Bewegungssensor. Wie gut der funktioniert, hängt nicht nur von der Hardware ab, sondern auch davon, wie gut die Software funktioniert. Optische Pulsmesser kommen mitunter zum Einsatz, gelten aber noch als unzuverlässig.

    Wer sportliche Aktivitäten vermessen will, der sucht nach Modellen mit zusätzlichen Sensoren: Einem Brustgurt etwa, oder zusätzlichen Trackern, die man an der Kleidung befestigt.

  • Material: Latex, Gummi, anderer Kunststoff – Was online zuerst unwichtig wirkt, sollte beim Kauf tatsächlich eine Hauptrolle spielen. Nur, wenn sich das Armband angenehm anfühlt, trägt man es freiwillig monatelang. Hier sollte man Allergien berücksichtigen und Armbänder im Zweifelsfall mal anprobieren, bevor man kauft. Bonusfrage: Ist das Armband wasserdicht?

  • Passform: Damit ein Fitnessarmband auch beim Sport immer gut sitzt, muss es genau ans Handgelenk passen, soll aber auch nicht drücken. Einige Modelle lassen sich immer wieder nachstellen, andere werden in festen Größen verkauft. Auch hier hilft nur Ausprobieren oder Ausmessen weiter.

  • Akku: Wie lang hält er durch? Wie wird das Armband aufgeladen? Kann man die Batterie wechseln? Diese Fragen sind nicht sexy, aber wichtig. Einige Modelle halten gerade so eine halbe Woche durch, andere können wiederum bis zu 1 Jahr lang genutzt werden, dank der sparsamen E-Ink-Displays oder den kompletten Verzicht auf ein Display.

  • Funk: Wie kommuniziert das Armband mit anderen Geräten? Bluetooth ist ein Standard, weit verbreitet ist die moderne Norm der Version 4.0. Die funktioniert zuverlässig und spart Strom; aber nur, wenn der Nutzer ein entsprechend modernes Smartphone hat.

  • Software: Der Leistungsumfang der Software macht einen riesigen Unterschied. Was wird alles erfasst? Wie wird der Nutzer motiviert? Hier sind die Unterschiede noch größer und wichtiger, als bei den eigentlichen Armbändern. Auch zentral wichtig: Läuft die App auf meinem Smartphone?

Wie genau sind die Daten der Tracker?

Garmin vívofitGerade, weil es Fitness-Armbänder erst seit ein paar Jahren gibt, erlebt man bei den verschiedenen Modellen noch erhebliche Leistungsunterschiede. Vielleicht werden Geräte eines Tages erfassen, wie viel wir uns genau in welcher Form an einem Tag bewegen, welche Höhenunterschiede wir zurück gelegt haben, wie sich unser Puls dabei entwickelt hat, und wie wir uns ernährt haben. Aktuell ist das aber noch sehr viel verlangt.

Die meisten Armbänder erfassen grob, wie viel sich ein Mensch am Tag bewegt. Das ist schon eine nützliche Auskunft! Sie reicht völlig aus, um viele Menschen zur Extra-Joggingrunde am Abend zu motivieren. Nur wenige Geräte erfassen zuverlässig den Puls des Anwenders. In den meisten Fällen ist ein gesonderter Brustgurt mit Herzfrequenzmesser die bessere Wahl. Da ein Armband allein auch mit Display nicht viel Interaktion und Information ermöglicht, gehört zu praktisch allen Modellen auch eine App für Smartphones oder ein Computer-Programm.

Genuigkeit im Test: Auf Stern.de wurde kürzlich die Genauigkeit von insgesamt sechs Fitness-Armbänder getestet. Beim Test stellte sich heraus, dass die preiswerteren Armbänder, darunter das Garmin vívofit, das Polar Loop und das Fitbit Flex, die geringsten Abweichungen erzielten. Zu 100 Prozent genaue Daten können Sie trotzdem nicht erwarten.

Smarte Armbänder

Fitness-Armbänder können Bewegung erfassen, aber sie können mehr. Den Ausschlag beim Kauf machen oft Funktionen, die nur wenige Hersteller bieten. Welche smarten Features stecken heute noch in Armbändern?

  • Benachrichtigung: Das Armband vibriert, wenn ein Anruf oder eine Nachricht auf dem Handy ankommt. Diese Smart-Features lassen sich die Hersteller aber noch sehr gut bezahlen.

  • Schlafüberwachung: Auch, ob man gut und ruhig schläft, kann ein Bewegungssensor gut erfassen. Die Schlafanalyse via App gibt Aufschluss wie gut der Schlaf wirklich ist.

  • Wecker: Das Armband vibriert, um Schlafende sanft zu wecken. Viele Käufer schwören auf die neue Weckfunktion, die ein Verschlafen fast unmöglich macht.

  • Ernährung: Die zugehörige App protokolliert mit, was gegessen wird. So entsteht ein rundes Fitness-Profil mit Ernährungs- und Fitnessdaten.

  • Wettkampf: Haben auch Freunde ein Fitness-Armband? Dann liefert das virtuelle Duell mit anderen eine tolle Motivation.

Die fitte Zukunft

Garmin vívosmartFitness-Armbänder halten noch nicht ganz, was Science-Fiction-Träume versprechen. Schlimm ist das nicht, denn attraktive Modelle findet man im Handel schon weit unter hundert Euro. Und wer jetzt schon einsteigt, der kann hautnah erleben, wie sich eine ganz neue Art von Elektronik entwickelt.

Gut möglich, dass wir in ein paar Jahrzehnten alle so ein Gerät tragen, und alle viel fitter damit sind. Vielleicht werden uns eines Tages sogar Krankenkassen Boni zahlen, wenn wir mit Fitness-Armbänder einen gesunden Lebenswandel beweisen. Ein erster Versicherer tut das bereit jetzt, hiesige Krankenkassen winken dagegen ab. Noch.

Welches Fitness-Armband darf es nun sein?

Unsere Top 10 der besten und beliebtesten Fitness-Armbänder ist wie so oft gut durchmischt. Lediglich drei Anbieter, darunter Garmin, Jawbone und Fitbit können jeweils zwei Armbänder in der Bestenliste unterbringen. Wobei wir Garmin mit zwei Modellen in der Top 3 als Gewinner auf Herstellerebene küren können.

Generell halten wir die Fitness-Gadgets von Garmin für ausgesprochen gut. Die Modelle sind alle mit sehr guten Testnoten versehen und können bei Bedarf mit einem Herzfrequenzmesser erweitert werden. Während das Garmin vívosmart bereits einige Smart-Funktionen vorweisen kann, ist das vívofit vor allem durch seine enorm lange Akkulaufzeit, dank des E-Ink-Displays zu empfehlen. Wer also nichts falsch machen möchte, sollte sich die Produkte von Garmin genauer ansehen.

Sehr begehrt ist auch der Polar Loop Aktivitätstracker. Das Modell kann die mit Abstand meisten Rezensionen vorweisen und trotz der einfachen LED-Punktmatrix viele überzeugen. Auch hier gibt es bei Bedarf einen optionalen Herzfrequenz-Sensor zur besseren Überwachung. Wer auf Weckfunktionen und Herzfrequenzsensoren verzichten kann, scheint aber auch mit preiswerteren Modellen nicht viel falsch zu machen. Wer also nur ein Fitness-Armband zur täglichen Motivation einsetzen möchte, kann sich auch das wirklich günstige Xiaomi Mi Band anschauen.