Der Frühlingsbeginn ist der richtige Zeitpunkt, um den Rasen für die kommende Gartensaison optimal vorzubereiten. Da für einen gepflegten Rasen regelmäßiges Mähen sehr wichtig ist, sollte auf den Rasenmäher besonderes Augenmerk gelegt werden. Besitzen Sie einen Garten mit einer großen Rasenfläche, ist ein Benzin-Rasenmäher eher für Ihre Ansprüche geeignet. Das Gerät bringt üblicherweise wesentlich mehr Leistung als ein elektrisch betriebener Rasenmäher und noch dazu wird das lästige Kabel eingespart. Doch worauf sollte man bei der Wahl des richtigen Rasenmähers achten? Falls Sie einen Benzin-Rasenmäher anschaffen wollen, sollten Sie ein paar wichtige Hinweise beachten.

Für die großen Rasenflächen

Benzinrasenmäher

Bei einem Garten mit großen Flächen oder einem schwierigen Gelände mit zahlreichen Unebenheiten oder Steigungen sollte eher ein Benzin-Rasenmäher eingesetzt werden. Die meisten dieser Rasenmäher verfügen über widerstandsfähige Viertaktmotoren, die mit ihrer kraftvollen Motorleistung auch gut geeignet sind, höher gewachsenes Gras zu mähen. Abgesehen von Unterschieden in der Leistung und der Schnittbreite unterscheiden sich Benzin-Rasenmäher auch in ihrer Starttechnik:

Preiswertere Geräte sind mit einem Handstarter ausgestattet; durch kräftiges Ziehen der Starterleine wird das Gerät über die Starterwelle angeworfen. Qualitativ hochwertige Mäher verfügen über einen Elektrostarter. Dabei stellt ein eingebauter Akku die erforderliche Startenergie zur Verfügung und erleichtert das oftmals mühsame Ziehen der Starterleine. Hochwertige Benzin-Rasenmäher sind zusätzlich mit einem Radantrieb ausgestattet, der das Schieben des Mähers deutlich erleichtert. Benziner sind im Vergleich zu Elektro- oder Akku-Rasenmäher oft nur in größerer Ausführung erhältlich. Die meisten Modelle besitzen Schnittbreiten zwischen 46 und 55 cm.

Die Vor- und Nachteile eines Benziners

  • Handling:

    Einer der unbestreitbar größten Vorteile des Benzin-Rasenmähers ist seine weitestgehend Unabhängigkeit. Man benötigt vor allem kein Stromkabel, das man hinter sich herziehen muss. Erforderlich ist lediglich eine ausreichende Menge an Kraftstoff und Durchhaltevermögen.

  • Leistungsfähigkeit:

    Ein zusätzlicher Vorteil eines Benzin-Rasenmähers ist, dass man relativ zügig auch große Rasenflächen mähen kann. Durch die hohe Kraft des Benziners lassen sich auch schwer zu mähende Bereiche bestens meistern. Da man keine Stromkabel beachten muss, kann man den Rasen auch in beliebiger Richtung mähen.

  • Lautstärke:

    Der Benzin-Rasenmäher ist deutlich lauter als ein Elektro- oder Akku-Rasenmäher. Damit ist das Gerät vor allem im städtischen Bereich mit entsprechender Rücksicht einzusetzen. Jedenfalls sollte man die vorgeschriebenen Ruhezeiten streng einhalten, um keinen Streit mit den Nachbarn zu provozieren.

  • Gewicht:

    Grundsätzlich kann man sagen, dass Benzin-Rasenmäher deutlich schwerer sind als alle anderen Arten von Rasenmäher. Auch bei diesen Geräten gilt, dass mit zunehmender Schnittbreite auch das Gewicht des Gerätes zunimmt. Bei schweren Geräten verfügen die Benziner deshalb über einen Radantrieb, was die Mäharbeit deutlich erleichtert. Je nach vorhandenem Budget sollte unbedingt auf einen Radantrieb geachtet werden.

  • Umweltfreundlichkeit:

    Motorisierte Rasenmäher stoßen natürlich Luftschadstoffe aus. Ein durchschnittlicher Benzinrasenmäher verbraucht pro Stunde etwa 0,6 bis 1 Liter Benzin. Das ist die Menge, die ein durchschnittlicher PKW im Leerlauf in derselben Zeit verbraucht. Manch älterer Benziner mit 2-Takt-Motor verbraucht pro Stunde sogar gleich viel Benzin wie ein PKW auf einer 150-Kilometer-Fahrt. Zusätzlich stößt er auch krebserregende Kohlenwasserstoffe aus.

  • Preis-Leistungs-Verhältnis:

    Diesbezüglich liegt der Benzin-Rasenmäher im Hintertreffen, denn Elektro- und Akku-Rasenmäher sind deutlich günstiger in der Anschaffung, bei den Folgekosten und bei den nötigen Wartungsarbeiten.

Wichtige Ausstattungsmerkmale

  • Schnittbreite:

    Grundsätzlich gilt: Je größer die zu bearbeitende Rasenfläche ist, desto größer sollte auch die Schnittbreite des Rasenmähers sein. Für mittelgroße und größere Flächen sollten Sie auf jeden Fall ein Gerät mit einer Schnittbreite zwischen 40 und 49 cm vorziehen. Als Faustregel gilt: Bei 46-50 Zentimeter Schnittbreite benötigt man etwa fünf bis sieben Minuten für 100 m² Rasen.

  • Schnitthöhenverstellung:

    Abhängig von der individuellen Witterung und der Jahreszeit sollte der Rasen unterschiedlich kurz geschnitten werden. Ein guter Benzin-Rasenmäher verfügt über eine variable Schnitthöheneinstellung. Gute Geräte warten mit einer 5- bis 7-fachen zentral verstellbaren Schnitthöheneinstellung auf.

  • Fangkorb:

    Als Faustregel gilt: Je geringer die Schnittbreite, desto kleiner ist das Volumen des Fangkorbes. Viele Modelle verfügen mittlerweile eine Füllstandsanzeige am Fangkorb, sodass man genau sehen kann, wann wieder entleert werden muss. Verfügt der Benzin-Rasenmäher über ein Mulch-Kit, so wird das fein geschnittene Gras als Naturdünger wieder auf dem Rasen verteilt.

  • Motorisierung:

    Die Motorisierung des Benzin-Rasenmähers ist ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit des Gerätes. Besonders bei hohem und dichtem Gras muss der Mäher genügend Kraft anwenden, um den Mähvorgang erfolgreich abschließen zu können. Üblicherweise wird die Motorleistung durch die Hersteller in PS bzw. in kW angegeben.

Die regelmäßige Wartung der Motoren

Rasenmäher-Motor von B&S

Benzin-Rasenmäher mit 4-Takt-Motoren sollten Sie einmal im Jahr warten. Einige wenige und vor allem einfache Wartungsschritte reduzieren die Emissionen und den Benzinverbrauch des Gerätes um etwa 30 bis 50 Prozent.

Einmal im Jahr oder, falls Sie öfters mähen, nach 25 Betriebsstunden ist es erforderlich, das Motoröl zu erneuern. Sie können es einfach absaugen und entsorgen. Füllen Sie danach die vom jeweiligen Hersteller angegebene Ölspezifikation und -menge ein. Zeigt die Zündkerze eine Verrußung, sollten Sie diese ebenfalls wechseln. Abschließend sollten Sie etwa alle 25 Betriebsstunden den Luftfiltereinsatz durch einen neuen ersetzen.

Alternativ können Sie ihren Benziner auch zur Wartung in ein Fachgeschäft bringen. Je nach Leistungen die hier vollbracht werden, kostet solch eine Inspektion mit Öl-, Zündkerzenwechsel und Co. zwischen 40 und 80 Euro.