Ohne Lautsprecher könnte man weder MP3´s abspielen noch Videoclips oder DVDs sehen. Haben Sie keine PC Lautsprecher, sollten Sie welche kaufen. Grundsätzlich achten die meisten Käufer zuerst auf den Preis. Dennoch sollten Sie die Eigenschaften der PC Lautsprecher nicht außer Acht lassen. Da geht es nicht zuletzt um die Verarbeitung und um die Klangqualität der Lautsprecher. Oftmals wird ein Desktop-PC ohne Boxen ausgeliefert oder die eingebauten Lautsprecher des Notebooks sind mehr als dürftig, sodass man selbst für den Klanggenuss Sorge tragen muss. Doch worauf sollte man bei der Wahl der richtigen PC Lautsprecher achten? Wir sagen es Ihnen im nachfolgenden.

Lautsprecher-Systeme – Stereo oder Raumklang

PC Lautsprecher auf dem Schreibtisch

Lautsprechersysteme mit zwei Desktop-Lautsprecher werden auch als Zwei-Kanal-System bezeichnet. Unterschieden wird hierbei zwischen 2.0 Lautsprecher und dem 2.1 System mit Subwoofer. Hierbei besteht oftmals die Möglichkeit, den sogenannten „virtuellen Raumklang“ zu aktivieren. Überaus wirkungsvoll sind Systeme, die Töne sozusagen „spreizen“ und gleichzeitig mit geringer Zeitverzögerung abspielen. Damit entsteht der Eindruck, die Töne würden aus vielen unterschiedlichen Richtungen zu hören sein. Um diesen Effekt überhaupt erst entstehen lassen zu können, müssen die beiden Lautsprecher im perfekten Abstand zu den Zimmerwänden und den Hörer positioniert werden.

Bei den Mehrkanalsystemen gelten fünf Lautsprecher und ein Subwoofer als Standard. Mittlerweile gibt es sogar 7.1 Systeme für den Computer, die allerdings meist nicht sonderlich effektiv verteilt werden können. Für die korrekte Verteilung des Tons auf die Lautsprecherboxen ist ein Dekoder nötig. Dieser kann bereits in die Soundkarte des PCs integriert sein oder als externes Gerät angeschlossen werden. Das bewährteste System für die Aufteilung des PC Surround-Sound auf die einzelnen Kanäle ist Dolby Digital. Die Aufstellung der fünf Lautsprecher findet in der Regel folgendermaßen statt:

  • Jeweils ein Lautsprecher wird rechts und links vom Bildschirm angebracht.

  • Ein „Zentral-Lautsprecher“ steht in der Mitte entweder über oder unter dem Monitor.

  • Zwei weitere Lautsprecher werden links und rechts hinter oder seitlich aufgestellt.

Kein Platz auf dem Schreibtisch? Kein Problem

PC lautsprecher von Bose

PC Lautsprecher gibt es zu den bekannten Systemen noch in ein paar Sonderformen, die allerdings nicht sehr häufig vertreten sind. Wer allerdings sehr wenig Platz besitzt, sollte sich die nachfolgenden Typen genauer ansehen:

Flachlautsprecher: Diese platzsparenden PC Lautsprecher sind deutlicher flacher als herkömmliche Lautsprecher. Aufgestellt werden Flachlautsprecher normalerweise mit einem Standfuß, sie können aber auch an der Wand befestigt werden. Zusätzlich zu den Lautsprechern wird auch ein Subwoofer benötigt, der für die Übertragung der tiefen Töne zuständig ist.

Integrierte Lautsprecher: Diese Lautsprecher benötigen gar keinen Platz, da sie bereits im Monitor untergebracht sind. Um sie zu aktivieren, wird ein Verbindungskabel vom PC zur Soundkarte verwendet. Diese sind aber nicht mit einer guten PC-Soundanlage zu vergleichen und nur für die nötigsten Töne zu gebrauchen.

Soundbars: Platzsparend sind auch Klangleisten, die heutzutage „Soundbars“ genannt werden. Dabei sind alle Lautsprecher in einem Gehäuse untergebracht. Das lang gezogene Gehäuse kann entweder am Monitor befestigt oder vor diesem aufgestellt werden. Die Soundbars haben meist einen wesentlich besseren Klang als Flachlautsprecher oder das integrierte Pendant.

Wichtige Ausstattungsmerkmale

Beim Kauf von PC Lautsprechern gibt es nicht sehr viele Ausstattungsmerkmale. Wenn man sich im Vorfeld ein paar Dinge anschaut, kann es aber nicht schaden. Denn letztlich muss nur der Klang, der Preis und die Optik stimmen.

  • Leistung: Die Leistung und die Qualität einer PC Lautsprecherbox hängen nur relativ zusammen. Für die Belastbarkeit und damit die erzielbare Lautstärke eines Lautsprechersystems ist schlussendlich der sogenannte „Wirkungsgrad“ entscheidend. Dieser wird wie die Lautstärke in der Einheit Dezibel (dB) angegeben. Je höher dieser Wirkungsgrad ist, umso weniger an Verstärkerleistung muss eingesetzt werden. Werden Boxen mit einem hohen Wirkungsgrad verwendet, so kann man bereits mit einer Dauerleistung von fünf Watt eine hohe Lautstärke erreichen. Außerdem soll der Lautsprecher nicht nur laut sein, sondern gut klingen.

  • Größe: Verfügen Sie auf dem Schreibtisch über wenig Platz, dann gibt es mehrere Möglichkeiten, dennoch in den Genuss von Musik zu kommen. Für kleinere Schreibtische können ggf. Soundbars oder Flachlautsprecher mit Subwoofer passen. Ist der ganze Raum auf den Schreibtisch ausgerichtet, kann man sich auch mit Hilfe eines 5.1 Systems ein kleines Heimkino am PC bauen.

  • Fernbedienung: Sämtliche Funktionen der PC Lautsprecher lassen sich entweder über den externen Verstärker oder eine Fernbedienung einstellen. Neben der Wahl der Audioquelle können sämtliche Einstellungen mit Hilfe einer Fernbedienung vorgenommen werden.

  • Klangregler: Sie sollten PC Lautsprecher mit Klangregler kaufen, so können Sie Höhen und Bässe individuell nach ihren Wünschen einstellen. Achten Sie beim Klangregler auf getrennte Regler für Höhen und Tiefen, so können Sie schwache Bässe und geringe Höhen regulieren. Das ist nur mit getrennten Reglern möglich.

  • Anschlussarten: Häufig werden die PC Lautsprecher mit einem Klinkenstecker an die vorhandene Soundkarte angeschlossen. Einige Lautsprechersysteme werden über die USB-Schnittstelle verbunden. Unterschied am Computer und Notebook ist folgender: Das Signal wird anfangs auf digitale Art zum Lautsprecher übermittelt und muss dort wieder ins analoge Format moduliert werden. Werden nun die Lautsprecher per USB angeschlossen, wird die Soundkarte zur Gänze umgangen. Positiv ist das Umgehen der Soundkarte nur dann, wenn man Musik an einer qualitativ schlechten Soundkarte vorbeileiten möchte.

Musikleistung – PMPO vs. Sinus vs. RMS

PC lautsprecher von Bose

Grundsätzlich dient jeder Lautsprecher bzw. Verstärker dazu, Leistung zu bringen. Es gibt in weiterer Folge verschiedene Wege, diese Leistung zu beschreiben. Am häufigsten wird heutzutage die RMS-Leistung verwendet, da es sich hierbei um das genaueste Messverfahren handelt.

  • RMS-Leistung (Root Mean Square)

    Die RMS-Leistung ist eine amtliche und international aussagekräftige Angabe der Leistung. Um die Leistung via RMS zu bestimmen, benötigt es ein aufwendiges Messverfahren, das den gesamten Frequenzbereich mit Hilfe des Rosa-Rauschen erfasst. Dieses Verfahren ist die gängigste Messmethode und heute weit verbreitet.

  • Sinusleistung

    Bei der Sinusleistung handelt es sich um ein veraltetes Messverfahren, dass die Messung der maximalen Belastbarkeit durch Sinustöne misst. Die gemessenen Sinus-Werte liegen dicht bei den heute verbreiteten RMS-Werten.

  • P.M.P.O. (Peak Music Power Output)

    Die rechnerische Feststellung“ der P.M.P.O. (Peak Music Power Output) bezieht sich auf den theoretisch erreichbaren Leistungsspitzenwert von Verstärkern und Lautsprechern. Vor allem bei Billiggeräten wird gern eine „PMPO-Watt-Leistung“ angegeben. Sie ist zur Qualitätsbeurteilung jedoch gänzlich untauglich, weil sie in der Praxis nicht nachvollziehbar ist.