Der Kühlschrank ist wohl eines der wichtigsten Elemente in der Küche. Wer mal ein paar Tage auf einen funktionierenden Kühlschrank verzichten musste, der weiß wie lästig das Ganze sein kann. Wer nicht gerade einen Einbaukühlschrank benötigt, greift hier oftmals auf die Kühl-/Gefrierkombinationen zurück, die einen Kühl- und einen Gefrierteil besitzen. Die einfachste Definition für einen Kühlschrank lautet: „Ein Haushaltsgerät, in dem Lebensmittel kühl aufbewahrt werden“. Hinter dieser Beschreibung verbirgt sich allerdings viel mehr. Wenn Sie den Kauf eines neuen Kühlschranks oder einer Kühl-Gefrierkombination planen, empfiehlt es sich, unseren Ratgeber zu lesen. Denn um das richtige Kühlgerät zu finden, sollten Sie ein paar wichtige Hinweise beachten – diese finden Sie im nachfolgenden.

Die verschiedenen Bauformen

Ein Kühlschrank gehört zu den Standardgeräten in jedem Haushalt. Beim Neukauf einer Kühl-Gefrierkombination ist die Bauform eine wichtige Erstentscheidung. Die Kühlgeräte gibt es in den unterschiedlichsten Bauformen und Typen. Prinzipiell werden drei verschiedene Bauformen unterschieden:

  • Standgeräte werden frei im Raum aufgestellt und bieten mehr Flexibilität. Das ist ein wesentlicher Vorteil z.B. beim Umzug oder wenn die Küchenzeile ausgewechselt wird.
  • Unterbaugeräte sind für den Einbau unterhalb einer Arbeitsplatte in der Küchenzeile gedacht. Ein solcher Kühlschrank kann optisch sehr leicht an das Küchendesign angepasst werden.
  • Einbaugeräte sind Unterbaukühlschränken sehr ähnlich. Sie werden in vorhandene Küchenschränke integriert. Sie haben den Vorteil, dass sie ein harmonisches Gesamtbild gewährleisten. Allerdings müssen beim Kauf die Nischenmaße genau beachtet werden.

So finden Sie die richtige Kühlschrankgröße

Ein Singlehaushalt benötigt keine XXL-Kühl-Gefrierkombination, ein Haushalt mit Kindern dagegen schon. Untersuchungen der Verbraucherzentrale NRW haben ergeben, dass üblicherweise für einen Einpersonenhaushalt ein Gerät mit 100 Liter Nutzvolumen genügt. Das sogenannte „Nutzvolumen“ bezeichnet den Netto-Inhalt, also den Platz, der tatsächlich zur Nutzung zur Verfügung steht. Jede weitere Person sollte mit zusätzlichen 50 bis 60 Litern Nutzvolumen im Kühlteil berücksichtigt werden.

Auch was das Volumen des Gefrierabteils anbelangt, gibt es Richtwerte. Bei einer üblichen Vorratshaltung reicht ein Gefriervolumen von etwa 50 bis 80 Litern. Frieren Sie gerne Lebensmittel ein oder haben Sie gern größere Vorräte im Tiefkühlabteil, sollten Sie auf ein Fassungsvermögen von etwa 100 bis 130 Litern Wert legen.

Energielabel, Energieeffizienzklassen und Klimaklassen

Energieeffizienzklasse bei Siemens Kühlschrank

Seit dem Jahr 2011 gibt es ein europäisches Effizienzlabel, eine gesetzlich vorgeschriebene Verbraucherinformation. Dieses weist aus, wie viele Kilowattstunden pro Jahr das Gerät verbraucht. Dabei werden die Geräte in Energieeffizienzklassen von A+++, die beste Klasse, bis D eingeteilt. Seit Juli 2010 dürfen allerdings nur noch Geräte mit der Klasse A verkauft werden. Doch auch die einzelnen + Stufen haben es in sich. Denn jedes einzelne + steht für eine etwa 20 Prozent höhere Effizienz und dementsprechend geringeren Stromverbrauch.

Sie sollten also vor dem Kauf eines Kühlschranks bedenken, dass sich ein Gerät der Klasse A+++ durchaus lohnt. Die Stromersparnis einer modernen Kühl-Gefrierkombination der Klasse A+++ im Vergleich zu einem etwa fünfzehn Jahre alten Gerät liegt bei etwa 120 Euro pro Jahr. Selbst bei dem Vergleich eines aktuellen Kühlschranks der Klasse A mit der Klasse A+++ lassen sich noch gut 30 Euro pro Jahr sparen.

Auch die Klimaklasse sollte berücksichtigt werden. Damit wird angegeben, in welchem Temperaturbereich das Gerät betrieben werden sollte. Es gibt insgesamt vier Klimaklassen:

  • SN (Subnormal): 10 bis 32 Grad Celsius (z.B. Kellerbereich)
  • N (Normal): 16 bis 32 Grad Celsius (für normale Wohnräume)
  • ST (Subtropen): 16 bis 38 Grad Celsius (wärmere Regionen)
  • T (Tropen): 16 bis 43 Grad Celsius (tropische Regionen)

Nützliche Ausstattungsmerkmale von Kühl-Gefrierkombinationen

Legen Sie keinen Wert darauf, ein paar Mal im Jahr Kühlschrank abzutauen und dicke Eiskrusten zu entfernen, sollten Sie ein Gerät mit Abtauautomatik oder einer „NoFrost“-Funktion erwerben. Die Abtauautomatik arbeitet relativ einfach: Sobald der Kompressor vom Thermostat abgeschaltet wird, wird eine in die Rückwand des Gerätes integrierte Heizung aktiviert, um das entstandene Eis zu schmelzen. Das geschmolzene Wasser wird in einer Rinne gesammelt und abgeleitet.

Bei der „NoFrost“-Funktion handelt es sich um eine Umluftkühlung. Ein Ventilator wälzt die Luft permanent um, transportiert feuchte Luft aus dem Kühlraum heraus und ersetzt sie durch trockene Luft. Die Feuchtigkeit kann sich nicht als Frost absetzen und das manuelle Abtauen entfällt.

So sollten Lebensmittel im Kühlschrank gelagert werden

Durch optimale Lagerung bleiben Lebensmittel länger frisch und Vitamine sowie Nährstoffe werden erhalten. Um dies zu erreichen sollte man sich über die verschiedenen Kühlzonen im Kühlschrank informieren:

  • Fisch, Fleisch und frische Milchprodukte sowie leicht verderbliche Produkte sollten möglichst kühl gelagert werden und gehören deshalb ganz nach oben.
  • Bereits gegarte Lebensmittel sowie Käse, Kuchen und Räucherwaren können wärmer aufbewahrt werden, also in der Mitte des Gerätes.
  • Obst und Gemüse bleiben im Gemüsefach frisch, und zwar bei Temperaturen von +5° bis +14°C.
  • Für Eier liegt die ideale Temperatur zwischen +5° und +8°C. Oftmals findet man diese Temperaturen im oberen Seiten/Tür-Bereich.

Falls Ihnen diese Angaben nicht ausreichen, können Sie sich bei der Landwirtschaftskammer Niedersachen über Produktspezifische Platzierungen informieren.

Die richtige Reinigung

Die richtige Kühlschrankreinigung

Auf entsprechende Hygiene sollten Sie unbedingt achten, denn ansonsten vermehren sich Bakterien und Schimmelpilze entsprechend rasch. Als Regel gilt, das Gerät einmal im Monat leer zu räumen und zu säubern. Ein handelsübliches Spülmittel ist effektiv und vor allem ungiftig, Bakterien und Pilze werden durch das Abwischen von Oberflächen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel zur Gänze entfernt.

Sie können Essigreiniger oder Zitronenreiniger auch ganz problemlos selber ansetzen. Geben Sie ein bis zwei Esslöffel Essigessenz in 2-3 l heißes Wasser. Noch einige Spritzer Spülmittel hinzufügen und schon ist Ihr ungiftiger Kühlschrankreiniger fertig. Für Zitronenreiniger geben Sie dem Wasser etwa zwei Esslöffel Zitronenkonzentrat bei.