Expressi Latessa Kapselmaschine

© Pixabay / Die Expressi Latessa Kapselmaschine von Aldi

Das Interesse an Kapselmaschinen ist nach wie vor ungebrochen, sicherlich auch dank der Werbung von George Clooney. In mittlerweile vielen deutschen Haushalten soll eine solche Kaffeemaschine stehen, Tendenz steigend. Und das aus gutem Grund. Nie zuvor konnte man so einfach und schnell eine so große Vielfalt an Kaffeesorten, wie Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino oder auch normalen Kaffee, zubereiten. Wie man an unserer Auswahl ganz gut erkennen kann, gibt es preislich gesehen gar keine so großen Unterschiede zwischen den einzelnen Kapselmaschinen. Doch bevor man sich für eine Maschine entscheidet, sollte man sich zuerst einmal die zugrunde liegenden Kapselsysteme genauer anschauen. Es gibt zahlreiche verschiedene Anbieter, doch drei Kapselsysteme dominieren den Markt: Nespresso, Tassimo und Nescafé Dolce Gusto.

1. Funktionsweise einer Kapselmaschine

Anders als bei herkömmlichen Filtermaschinen wird der Kaffee nicht löffelweise eingefüllt. Die Kapselmaschine gehört zu den Portionskaffeemaschinen, genauso wie die Kaffeepadmaschine. Bei der Kapselmaschine befindet sich der Kaffee nicht in kleinen Pads, sondern in vorgefertigten Kapseln. Zunächst öffnet man den Apparat und legt sie dann auf eine Vorrichtung. Drückt man den Hebel wieder herunter, so wird die Kapsel durchstochen und ihr Inhalt kann gebrüht werden. Teils funktioniert das Öffnen der Portionen auch über Druck, der durch ein Erhitzen verursacht wird und die Kapsel sich ausdehnen lässt, bis sie platzt. Darauf wird der Kaffee mit Wasser vermengt und gebrüht.

2. Bekannte Kapselsysteme

Ein wichtiger Faktor, der vor dem Kauf klar sein sollte, ist das richtige Kapselsystem. Die verschiedenen Hersteller sind untereinander nicht kompatibel, sodass nur die firmeneigenen Beutel und teils auch die von Fremdherstellern für eine Maschine gebraucht werden können. Allerdings funktionieren die Portionen eines Produzenten dann auch mit all dessen Kapselmaschinen. Welches System letztlich das Beste ist, lässt sich allgemein nicht sagen denn jedes hat seine Vor- und Nachteile. Nachfolgend finden Sie die drei bekanntesten Kapselsysteme hierzulande.

2.1. Nespresso

Nespresso New Citiz KapselmaschineDas Nespresso System war das Erste auf dem Markt und nur die Wenigsten werden wissen, dass es die Kapseln schon seit 1986 gibt. Wie das Nescafé Dolce Gusto System wird Nespresso von Nestlé vertrieben. Es ist in über 60 Ländern erhältlich und damit das weit verbreitetste sowie erfolgreichste Kapselsystem. Ein geschicktes Marketing und TV-Spots mit Prominenten wie George Clooney verhalfen Nespresso zum Erfolg.

Im Vergleich zu Tassimo oder Dolce Gusto ist die Zielgruppe bei Nespresso eine andere: die hochwertig anmutenden Kapseln, welche aus Aluminium gefertigt sind, gibt es nicht in Supermärkten zu kaufen, sondern ausschließlich online und in schicken Nespresso-Boutiquen. Dieser Nespresso-Club und die vergleichsweise hohen Preise sorgen für ein Gefühl, etwas Exklusives in den Händen zu halten.

Auch liegt der Fokus weniger auf Heißgetränke mit Milch sondern mehr auf ausgewählte Kaffee- und Espresso-Variationen. Dennoch lassen sich auch Milchgetränke zubereiten, hier jedoch mit herkömmlicher Milch, da viele Nespresso-Maschinen bereits über einen Milchschäumer verfügen. Nespresso-Maschinen liegen preislich im Premiumsegment und werden unter anderem von Krups und DeLonghi gefertigt.

Preise pro Drink bei Nespresso:

  • Kaffee ab 0,35 €
  • Espresso ab 0,35 €
  • Milchgetränke ab 0,35 €

Übrigens: Bei Nespresso werden Milchheißgetränke wie Latte Macchiato oder Cappuccino mit Espresso-Kapseln und herkömmlicher Milch zubereitet.

2.2. Tassimo

Tassimo wird von dem US-amerikanischen Unternehmen Kraft Food (heute Mondelēz International) vertrieben. Das Kapselsystem ist seit 2005 auf dem Markt und in mittlerweile über 20 Ländern erhältlich. Die Kapseln, sogenannte T DISCs, sind aus Kunststoff und in jedem Supermarkt erhältlich. Mit den Tassimo T DISCs lassen sich Kaffee, aber auch Tee, Kakao und andere Heißgetränke zubereiten. Für die Zubereitung von Latte Macchiatos oder anderen Milchheißgetränken gibt es extra T DISCs gefüllt mit Milchpulver. Die Tassimo-Maschinen selber sind ohne Milchschäumer und werden von Bosch gefertigt. Ein oft genannter Nachteil ist, dass die Tassimo-Kapseln patentiert sind und es deshalb keine alternativen Anbieter gibt.

Preise pro Drink bei Tassimo:

  • Kaffee ab 0,29 €
  • Espresso ab 0,31 €
  • Cappuccino ab 0,52 €
  • Latte Macchiato ab 0,54 €
  • Tee ab 0,27 €
  • Kakao ab 0,52 €

2.3. Dolce Gusto

DeLonghi EDG - Dolce Gusto KapselmaschineDas Nescafé Dolce Gusto System wird vom Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé vertrieben. Es ist auch seit 2005 erhältlich und wurde gemeinsam mit Krups entwickelt. Genauso wie beim Tassimo System sind die Dolce Gusto Kapseln aus Kunststoff und in allen Supermärkten erhältlich. Die Auswahl an Heißgetränken ist mit Kaffee, Tee, Kakao und vielen mehr ähnlich groß. Auch hier gibt es extra Kapseln gefüllt mit Milchpulver für die Zubereitung von Heißgetränken mit Milch. Es ist sogar möglich Kaltgetränke wie Eistee herzustellen. Die Maschinen sind hochwertig, sehen recht futuristisch aus und werden sowohl von Krups als auch DeLonghi gefertigt.

Preise pro Drink bei Dolce Gusto:

  • Kaffee ab 0,31 €
  • Espresso ab 0,31 €
  • Cappuccino ab 0,62 €
  • Latte Macchiato ab 0,62 €
  • Tee ab 0,31 €
  • Kakao ab 0,31 €

3. Wichtige Ausstattungsdetails

3.1. Separater Milchaufschäumer

Einige Kapselmaschinen verfügen über einen integrierten Milchaufschäumer. Er schlägt die Milch, bis sie eine cremige Konsistenz bekommt. Solche Geräte können auch einzeln gekauft werden, kosten dann aber um die 60 Euro, sofern sie qualitativ gut sind. Milchschaum ist Geschmackssache, wer ihn noch nicht gekostet hat, holt dies idealerweise im Café nach und kann dann entscheiden, ob der Schäumer überhaupt benötigt wird.

3.2. Pumpendruck

Wie stark die Pumpe arbeitet, wirkt sich auf das Aroma aus. Mehr Druck bedeutet mehr Geschmack. Doch ist bei Maschinen mit hohen Werten oft die Dauer des Brühens kürzer, weshalb weniger Koffein in den Kaffee gelangt. Der Druck ist vor allem dann wichtig, sofern Espresso hergestellt werden soll. Immerhin ist er besonders intensiv. Der Pumpendruck muss hierfür mindestens 7 Bar betragen. Die meisten Geräte überbieten das jedoch um ein Vielfaches und arbeiten teils sogar mit fast 20 Bar.

3.3. Kaffeestärkeeinstellung

Bei den meisten Modellen lässt sich die Auslaufmenge variieren, um so die Kaffee- oder Espressostärke anzupassen. Größtenteils gibt es dann zwei Varianten, wovon die erste für kleine und die zweite für große Tassen vorgesehen ist.

3.4. Höhenverstellung

Tchibo Saeco Cafissimo - HöhenverstellungBesonders große Tassen können nicht bei allen Geräten verwendet werden. Bei nur einigen lässt sich nämlich die Düse, aus der der Kaffee fließt, in der Höhe verstellen.

3.5. Abmessungen der Maschine

Wer nur noch wenig Platz in der Küche zur Verfügung hat, sollte eine entsprechend kleine Kapselmaschine kaufen. Generell sind diese jedoch im Vergleich zu Kaffeevollautomaten relativ platzsparend.

3.6. Wassertank Fassungsvermögen

Gerade wenn das Gerät die gesamte Familie mit Kaffee versorgen soll, ist auf einen großen Wassertank zu achten, da man ansonsten nach jedem Gebrauch auch schon wieder nachfüllen müsste. Ein guter Wert ist alles über einem Liter. Trinkt man dagegen nur hin und wieder mal einen Kaffee und ist daneben alleine im Haushalt, können kleinere Tanks sogar besser sein. So bleibt das Wasser nämlich nie zu lange im Behälter und kann keine Keime bilden.

3.7. Abschaltautomatik

Oft vergisst man nach dem Gebrauch, das Gerät wieder abzuschalten. Hierfür ist in vielen Kapselmaschinen eine Automatik verbaut, die eben das durchführt, sobald für einige Minuten kein Knopf gedrückt wurde. Zusätzlich verfügen manche Apparate über einen Sensor, der erkennt, wenn die Tasse kurz vor dem Überlaufen ist und die dann aufhören zu brühen.

3.8. Spülmaschinenfeste Teile

Kaffee hinterlässt schnell Schlieren und Flecken. Und muss man diese per Hand vom Material schrubben, ist das mit einem entsprechend hohen Aufwand verbunden. Daher sind die abnehmbaren Teile der meisten Geräte spülmaschinenfest.

4. Discounter Kapselmaschinen – Aldi, Lidl & Netto

4.1. Aldi

Expressi Latessa KapselmaschineAldi hat derzeit zwei Kapselmaschinen im Angebot. Sie heißen EXPRESSI Latessa und EXPRESSI Wave. Erstere verfügt über einen 1,2 Liter großen Wassertank, 19 Bar Druck und ein Selbstreinigungsprogramm zur Entkalkung. Sie kostet knapp 180 Euro, ist dafür aber auch mit einem Milchaufschäumer ausgestattet. Der Tank der EXPRESSI Wave ist mit 1 Liter etwas kleiner. Beide Geräte lassen sich gleich mit einem Vorrat an Kapseln bestücken, die eine nach der anderen verwendet und danach automatisch ausgeworfen werden.

Neben den Kapseln von Aldi, die übrigens 19 Cent pro Stück kosten, lassen sich auch die Produkte von Fremdanbietern wie beispielsweise Starbucks verwenden.

4.2. Tchibo

Tchibo bietet gleich mehrere Kapselmaschinen an wie die Cafissimo Pure, Classic oder Latte, die knapp 50, 100 und 200 Euro kosten. Die Geräte können alle u.a. Tee, Espresso oder Caffé Crema herstellen. Derzeit fallen pro Kapsel knapp 23 Cent an. Sie können übrigens auch von Fremdanbietern wie Chicco Dore geordert werden, sind dann aber teils sogar teurer.

4.3. Lidl

Lidl hat u.a. die BEEM Espressomaschine Espresso Perfect im Angebot. Sie kostet knapp 100 Euro und verfügt über einen Milchschäumer. Sie arbeitet mit einem Druck von bis zu 15 Bar, ist gegen einen Aufpreis von 50 Euro jedoch auch in einer 20 Bar Version erhältlich. Daneben gibt es noch die 1BEEM Siebträger-Kaffeemaschine i-Joy Café Ultimate, die sich sowohl mit Pads als auch mit Pulver verwenden lässt. Die Anschaffungskosten belaufen sich hier auf 200 Euro. Außerdem vertreibt der Discounter noch den Espressoautomat von Severin, der mit knapp 80 Euro zu Buche schlägt.

Die Kapseln für diese Geräte werden von Bellarom hergestellt und können auch in Nespresso-Maschinen verwendet werden. Sie kosten derzeit im 10-er Pack 1,75 € und sind somit deutlich günstiger als die von Tchibo. Allerdings ist ihr Geschmack dadurch etwas weniger intensiv. Wer hier keine Abstriche machen möchte, kann auf Alternativen von u.a. Nestle ausweichen.

4.4. Netto

Netto vertreibt die Cremesso Compact One, die den Kaffee mit bis zu 19 Bar Druck brüht und gleich drei Einstellungen für die Ausgabemenge hat. Sie ist mit knapp 70 Euro Anschaffungspreis relativ günstig. Die Kapseln werden von Netto vertrieben und laufen unter dem Namen „Cafét“. 80 Stück kosten derzeit ca. 25 Euro. Außerdem werden noch Kapseln von Cremesso angeboten, die pro 16-Stück Packung 4 Euro kosten. Die Kapseln von Netto haben in Tests bisher besonders gut abgeschnitten. Gelobt wurde dabei u.a. der aromatische und volle Geschmack. Sie sind übrigens auch mit einigen anderen Geräten kompatibel.

5. Bekannte Hersteller von Kapselmaschinen

5.1. DeLonghi

DeLonghi wurde 1902 in Italien gegründet und hat seinen Hauptsitz derzeit in Treviso. Das Unternehmen beschäftigte sich zunächst mit Handwerksartikeln und expandierte dann in den Markt der Haushaltsgeräte. Heute stellt es vor allem Kaffeemaschinen wie Espressomaschinen, Kaffeevollautomaten oder Kapselmaschinen her. Preislich reicht die Produktpalette dabei von günstig bis teuer. Ersteres kann die Marke daher umsetzen, da die Einzelteile in Billiglohnländern produziert werden. Derzeit setzt Delonghi mehr als 1,5 Mrd. Euro jährlich um und beschäftigt ca. 7300 Mitarbeiter.

Kapselmaschinen verschiedener Hersteller

5.2. Krups

Krups war ursprünglich eine Schmiede, die Robert Krups 1846 aufkaufte und dann begann, dort Waagen herzustellen. Mit der Produktion von Kaffeemühlen wurde erst 1956 angefangen. Die Geräte avancierten jedoch schon einige Jahre danach zum Massenprodukt und Krups konnte in nur einem Jahr über eine Millionen Exemplare verkaufen.

1991 wurde die Firma von Moulinex übernommen, das aber kurz darauf bankrott ging. Krups wurde dann von der Groupe SEB aufgekauft, ein französischer Hersteller von Elektroartikeln, und ist auch heute noch dessen Besitz.

Krups stellt derzeit u.a. Handrührgeräte, Kaffeemaschinen und Waagen her.

5.3. Bosch

Bosch entstand im Jahre 1886 und stellte zunächst Autoteile und Elektroartikel her. Knapp 15 Jahre danach gründete man die erste Fabrik, in der in lediglich 5 Jahren 100000 Magnetzünder für Gasmotoren hergestellt wurden. Über die Jahre expandierte Bosch immer weiter und entwickelte wichtige Technologien wie das ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) oder das ABS (Antiblockiersystem) für Fahrzeuge. Das kluge Management und die talentierten Ingenieure bescherten dem Unternehmen einen immensen Erfolg. Heute beschäftigt Bosch um die 370000 Mitarbeiter und setzt jährlich mehr als 70 Mrd. Euro um.

6. Werbegesichter bei Nespresso

Die Werbung lässt sich Nespresso so einiges kosten. So ist seit 2006 eines der Werbegesichter kein Geringerer als der Hollywood-Beauty George Clooney, der pro Sekunde Film übrigens knapp 2 Mio. Dollar kassiert haben soll.

Vor einigen Jahren noch war dessen Gegenpart der hier wohl weniger bekannte John Malcovich, der in dem Spot, wo Clooney von einem herabfallenden Piano erschlagen wurde, Gott spielte. Gott liebäugelte mit der Tüte voll Nespresso Kapseln und versprach Clooney, er werde ihn wiederbeleben, sofern er ihm die Kapseln aushändigte. Der verneinte bloß und nahm lieber den Tod in Kauf.

Derzeit tritt George Clooney gemeinsam mit Jack Black auf. Der Altrocker und Leadsänger der Band Tenacious D wirkt dabei ganz seinem Ruf zufolge in der Welt des feinen Geschmacks deplatziert und muss von Clooney erst lernen, wie man sich dort zu verhalten hat.

7. Kapselmaschinen für Tee im Trend – Sinnvoll oder nicht?

Ein neuer derzeitiger Trend ist das Brühen von Tee in Kapselmaschinen. Nestlé und Teekanne haben hierzu sogar spezielle Tee-Kapselmaschinen entwickelt, die unter dem Namen Special.T by Nestlé und Teekanne Tealounge vertrieben werden. In unserer Top 10 enthalten ist bisher keine dieser Maschinen.

7.1. Kostenvergleich – Frischer Tee, Kapseln und Teebeutel

Die Kosten können bei den Kapselmaschinen explodieren. Schließlich kostet eine herkömmliche Packung „Grüner Tee“ von Teekanne beispielsweise 1,99€ samt 20 Teebeuteln, was einem Tassenpreis von ca. 10 Cent entspricht. Die Special-T, oder auch Tassimo- und Dolce-Gusto-Kapseln kosten dagegen ein vielfaches, wie man im nachfolgenden sieht.

Kostenrechnung für eine Tasse „Grüner Tee“:

  • Frischer Tee: ~ 9 Cent (100g = 5€)
  • Teebeutel: ~ 10 Cent (1,99€ Teekanne Grüner Tee = 20 Teebeutel)
  • Tassimo Teekapsel: ~ 27 Cent (4,39€ Paket = 16 Kapseln)
  • Dolce Gusto Teekapsel: ~ 31 Cent (4,99€ Paket = 16 Kapseln)
  • Teekanne Tealounge: ~ 35 Cent (2,79€ Paket = 8 Kapseln)
  • Special-T Teeapsel: 37 Cent (3,70€ Paket = 10 Kapseln)
  • *Die Preise stammen von den Herstellerseiten und dienen nur als Beispiel

Fazit: Tee aus Portionsmaschinen ist eine teure Angelegenheit und dank der vielen Kapselüberreste nicht sonderlich umweltfreundlich. Und auch die Tester der Stiftung Warentest konnten keine Geschmacks- oder Geruchs-Unterschiede bei der Special.T von Nestlé feststellen. Wer die Teezubereitung mit der bequemen Kapselvariante aber bevorzugt und nicht den Preis scheut, der kann sich die beiden Modelle genauer ansehen.

8. Das Umweltproblem der Kapseln

Nespresso Kapseln im WürfelEiner der größten Nachteile der Portionskapseln ist die hohe Belastung für die Umwelt. Da hier jede einzelne Portion aufwändig verpackt ist und nicht nur der ganze Kaffee, häufen sich in Deutschland rund 2 Millarden Kaffeekapseln an, was einem Abfallberg von über 4000 Tonnen entspricht. Problematisch ist daran vor allem, dass sie kaum recycelt werden können, da meist Stoffe wie Kunststoff oder Aluminium enthalten sind. Daher wird ein Großteil der Kapseln einfach verbrannt und die Abgase belasten die Luft. Außerdem benötigt die Herstellung solcher Kapseln sehr viel Energie und Ressourcen.

Allerdings werden auch Produkte hergestellt, die sich recyceln lassen und überhaupt weniger belastend für die Umwelt sind. Wem das besonders wichtig ist, sollte also vor dem Kauf die Packung genau studieren und auf einen entsprechenden Vermerk achten.

9. Häufig gestellte Fragen – FAQ

Wer stellt die Aldi-Kapselmaschine her?

Der Hersteller heißt K-fee. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Bergisch Gladbach und stellt neben den Modellen für Aldi auch noch weitere Kaffeemaschinen her..

Was kostet die Expressi Kapselmaschine?

Die Expressi Maschinen gibt es in zwei Ausführungen: Wave und Latessa. Sie kosten 70 bzw. 180 Euro. Mehr Infos dazu findet Ihr unter Punkt 4.1

Welche Kapselmaschine kann Kakao zubereiten?

Nicht alle Maschinen sind hierfür geeignet. Die Zubereitung bedarf nämlich meist eines weiteren Schrittes, bei dem neben dem Kakaopulver auch Milch hinzugefügt wird. Am besten schaut man sich die Verpackung genau an oder fragt gegebenenfalls einen Verkäufer.

Gibt es Kapselmaschinen für Babymilch?

Nestle bietet mit dem Babynes-System die Möglichkeit, Babymilch zuzubereiten. Die Kapseln sind dabei auf die Bedürfnisse der Kleinen angepasst und je auf ein bestimmtes Alter optimiert. So variiert beispielsweise der Gehalt an Eiweiß, da der Säugling hiervon zunächst sehr viel und dann sukzessive immer weniger benötigt. Auch sind die Kapseln besonders gegen Bakterien geschützt und die Milch kann in verschiedenen Temperaturen zubereitet werden.

Wie entkalkt man die Kapselmaschine richtig?

Hierfür wird ein Entkalker eingefüllt und danach durch die Maschine gespült. Dabei muss man nicht zwangsläufig ein teures Markenprodukt verwenden. Teils genügen auch schon Essig- oder Zitronensäure. Wichtig ist nur, dass die Prozedur mehrmals hintereinander wiederholt wird. Auch muss die Maschine danach von dem Entkalker befreit werden, wozu man sie mit Wasser durchspült.

Dies ist das Grundprinzip, das bei so ziemlich allen Geräten funktioniert. Allerdings unterscheiden sie sich teils in kleinen Details. Vor dem Reinigen sollte man also unbedingt die Gebrauchsanleitung durchlesen.

Kann man Kaffeekapseln auch selbst befüllen?

Hierfür gibt es einige Modelle aus wiederverwertbaren Kunststoffteilen. In sie füllt man den Kaffee und platziert sie dann in der Maschine. Daneben werden auch leere Kapseln verkauft, die nur einmal benutzt werden können. 100 Stück kosten knapp 10 Euro. Somit fällt zwar nicht weniger Abfall an, doch sind die Kapseln insgesamt um ca. 50 % billiger, da man das Einfüllen selbst macht.