Eine Tasse frischer Kaffee zum Tagesbeginn ist und bleibt für viele das Nonplusultra. Was gibt es Schöneres als den Duft von frischem Kaffee am Morgen? Besonders gut schmeckt natürlich frisch gemahlener Kaffee. Schon der verlockende Geruch, der beim Mahlen von Kaffeebohnen entsteht, motiviert uns, die Kaffeemühle zu nutzen. Aber auch bei Kaffeemühlen gibt es einige Ausstattungs- und Qualitätsmerkmale, die Sie vor dem Kauf berücksichtigen sollten.

Funktionsweise und Qualitätsmerkmale

Kaffeemühle von Andrew James

Die Funktionsweise von Kaffeemühlen ist einfach erklärt: Sie zerkleinern Kaffeebohnen zu Kaffeepulver, aus dem anschließend das Heißgetränk zubereitet wird. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist es ratsam, Kaffee erst kurz vor der Zubereitung zu mahlen, da sich viele der Aromen bei Sauerstoff-, Licht- und Wärme-Einwirkung verflüchtigen.

Ein wesentliches Qualitätskriterium einer guten Kaffeemühle ist die optimale Wärmeentwicklung. Motor und Mahlwerk dürfen keinesfalls zu viel an Wärme entwickeln. Werden die Bohnen beim Mahlvorgang zu hohen Temperaturen ausgesetzt, leiden die enthaltenen Kaffeeöle und der gebrühte Kaffee schmeckt verbrannt und bitter.

Grundsätzlich schafft es keine Kaffeemühle, die Kaffeebohnen auf exakt gleicher Größe zu zerkleinern. Es ist aber besser, wenn die Kaffeebohnen nahezu gleich groß gemahlen werden, denn nur so ist eine gleichmäßige Extraktion möglich. Ist das Mahlgut ungleichmäßig, so ist die Extraktion beim Aufbrühen des Kaffees ebenfalls ungleichmäßig und der Kaffee schmeckt ziemlich bitter. Gute Kaffeemühlen sollten also die zwei folgenden Kriterien erfüllen:

  • Die Kaffeemühle zerkleinert die Kaffeebohnen, ohne sie zu erhitzen

  • Die Kaffeemühle produziert gleichmäßig große Bohnenteilchen

Elektrische vs. manuelle Kaffeemühlen

Elektrische Kaffeemühlen werden in letzter Zeit immer beliebter. Viele Kaffee-Gourmets schaffen ein solches Gerät an, denn bei der Zubereitung von Kaffeespezialitäten mit Siebträger kommt es besonders auf die Qualität des Kaffeemehls an. Die klassische Kaffeemühle aus dem Küchenregal der Großeltern ist allerdings nach wie vor beliebt. Solche Geräte werden immer noch produziert und sind in ihrer Technik ziemlich ausgereift.

Was das Preis-/Leistungsverhältnis anbelangt, kann man daraus kein Entscheidungskriterium ableiten. Sowohl elektrische als auch Handkaffeemühlen werden in nahezu allen Preisklassen angeboten. Beide Gerätearten sind in der Handhabung problemlos und bequem, auch das Säubern stellt den Konsumenten vor keine allzu großen Anforderungen. Haben Sie größere Mengen an Kaffeebohnen zu mahlen, sind Sie mit einer elektrischen Kaffeemühle sicher besser bedient.

Beim Erwerb einer Kaffeemühle sollten Sie auf einige wesentliche Merkmale achtgeben. Den Mahlgrad sollte man auf jeden Fall individuell und präzise einstellen können, denn jede Kaffeeart, ob Espresso oder Filterkaffee benötigt einen individuellen Mahlgrad. Die Geräte unterscheiden sich auch durch die Art des Mahlwerks und die Ausgabe des Kaffeemehls. Empfehlenswert sind Geräte mit einem Kegel- oder Scheibenmahlwerk. Bei der Ausgabe unterscheidet man zwischen einem Vorratsbehälter, einer Dosierkammer oder einem Siebträger, wobei in diesem Fall individuelle Vorlieben entscheiden.

Kaffeebohnen und Pulver

Tipps zur Lagerung und Verpackung von Kaffee

  • Fremde Aromen:

    Kaffee nimmt überaus schnell andere Aromen an. Was Aroma und Gerüche abgibt, sollte mit großem Abstand zum Kaffee gelagert werden. Kaffee ist noch dazu sehr lichtempfindlich. Deswegen sollte er in undurchsichtigen Plastikboxen gelagert werden.

  • Feuchtigkeit:

    Feuchtigkeit ist mit Abstand der größte Feind des Kaffees. Kaffeepulver, je feiner es gemahlen ist, weist umso mehr Verdunstungsfläche auf. Durch das Mahlen wird nämlich die Oberfläche vergrößert. Die Verdunstungsfläche von ganzen Kaffeebohnen ist wesentlich geringer als die von gemahlenem Kaffee.

  • Kühl- oder Gefrierschrank:

    Keinesfalls darf Kaffee im Kühlschrank aufbewahrt werden. Denn dort gibt es viele Gerüche, die in den Kaffee einziehen können. Ein weiteres Problem ist das vorhandene Kondenswasser, Feuchtigkeit zerstört den Kaffee.

  • Haltbarkeit und Qualität:

    Die Frage ist: Schmeckt er noch? Kaffee verliert auch mit der besten Verpackung direkt nach der Röstung einen Teil des Aromas. Je schneller der Kaffee nach der Röstung konsumiert wird, umso besser. Als Faustregel gilt: Spätestens acht Wochen nach der Röstung sollte er verbraucht werden.

Die verschiedenen Mahlwerke im Überblick

  • Kaffeemühlen mit Schlagmahlwerk: Solche Modelle verwendete man großteils in den 1980er und 90er Jahren. Beim Schlagmahlwerk werden die Kaffeebohnen durch einige rotierende Drehmesser zerkleinert. Allerdings wird der Kaffee auf diese Weise überaus ungleichmäßig gemahlen. Das führt in weiterer Folge zu einer ungleichmäßigen Extraktion. Noch dazu erhitzt sich der Kaffee zu sehr.

  • Elektrische Mühlen mit Scheibenmahlwerk: Die Kaffeebohnen werden bei diesen Mühlen zwischen zwei aufeinander liegenden Mahlscheiben gemahlen. Eine der Scheiben wird von einem kleinen Motor angetrieben. Die Kaffeebohnen gelangen zwischen diese beiden Mahlscheiben, werden aufgebrochen und durch die auftretende Zentrifugalkraft nach außen bewegt. Zur Einstellung des gewünschten Mahlgrads kann der Abstand zwischen den Scheiben entsprechend verändert werden. Das Material der Mahlscheiben ist meistens Stahl oder Keramik.

  • Elektrische Mühlen mit Kegelmahlwerk: Bei diesen Geräten werden die Kaffeebohnen zwischen der äußeren Wand der Kaffeemühle und deren innerem Kegel zerkleinert. Die Distanz zwischen dem Kegel und der Wand wird nach unten hin geringer, solcherart können die Bohnen feiner gemahlen werden. Der Mahlgrad kann mit dem Abstand zwischen Kegel und Wand beeinflusst werden.

  • Handmühlen: Handmühlen sind eine zweckmäßige und preiswerte Alternative zu elektrischen Mühlen. Sie sind mit einem Kegelmahlwerk ausgestattet, bei dem der Mahlgrad eingestellt werden kann.