In Zeiten von Touchscreens, vernetzten Geräten und Abhörskandalen möchte nicht jeder unbedingt ein Smartphone sein Eigen nennen. Immer öfter hört man vor allem von älteren Menschen, dass sie wieder ein herkömmliches Handy ohne Touchscreen besitzen möchten. Grund dafür ist oftmals die leichtere Handhabung, die viel längere Akkulaufzeit sowie der günstige Preis. Außerdem benutzen viele Nutzer ihr Handy lediglich zum Telefonieren oder zum Schreiben von SMS.

Vorteile gegenüber Smartphones

Der Unterschied zwischen einem Handy und einem Smartphone ist zugleich auch der größte Vorteil. Das klassische Handy hat weniger Bildschirm, aber echte eindrückbare Tasten ohne Touchscreen. Viele Nutzer vertippen sich mit Tasten einfach weniger.

Der Verzicht auf unnötige Funktionen und ein großes Display bringt noch dazu eine deutlich bessere Akkuleistung. Und natürlich haben die klassischen Handys einen weiteren großen Vorteil, sie sind deutlich günstiger als ihre hochgezüchteten Verwandten. Zusammenfassend kann man also sagen, dass Handys ohne Touchscreen einige Vorteile gegenüber den neuen Smartphones besitzen.

  • einfache und intuitive Bedienung

  • mechanische Tasten mit klassischem Druckpunkt

  • deutliche längere Akkulaufzeit von bis zu 2 Wochen

  • kleine und kompakte Bauweise

  • sehr viel günstigerer Anschaffungspreis

Welches Format, Barren- oder Klapphandy?

Barrenhandy von NokiaNoch vor nicht allzu langer Zeit waren Klapphandys beliebte Geräte. In den letzten Jahren sind die Modelle allerdings fast vollständig vom Markt verschwunden.

Doch die Geräte bieten einige wesentliche Vorteile im Vergleich zu Barrenhandys oder Smartphones, was anscheinend auch der koreanische Hersteller LG findet. Denn das Unternehmen will demnächst wieder ein neues Klapphandy auf dem Markt bringen mit 4-Kern Prozessor und 3,2 Zoll Bildschirm. Ob das neue Modell auch in Deutschland zu haben sein wird, bleibt aber abzuwarten.

Klapphandys sind kompakt gebaut, ziemlich robust und schützen das Display sowie die Tastatur vor Schäden. Da das Tastenfeld und der Bildschirm getrennt angeordnet ist, stehen für beide Teile mehr Platz zur Verfügung. Nachteilig ist allerdings die in Bezug auf Abnutzung anfällige Klappmechanik. Der Trend zu Smartphones mit immer mehr Funktionen hat die Klapp-Handys nahezu völlig verschwinden lassen, heute sind sie fast nur noch unter den Senioren-Modellen zu finden.

Das Barrenhandy ist mittlerweile die klassische Handyform, welche die anderen Bauart-Typen fast zur Gänze ersetzt hat. Das Barrenformat weist ein relativ konservatives Design auf, verfügt aber auch über einige wesentliche Vorteile: Solche Handys sind überaus zäh und langlebig, bieten alle Infos auf einen Blick und sind angenehm flach gebaut.

Barren-Handys weisen auch viel weniger Ermüdungsschäden als Klapp-Handys auf. Das vor allem deswegen, weil bei diesem Bautyp stark belastete, mechanische Bauteile wie z.B. der Klappmechanismus komplett fehlen. Aus diesen Gründen werden Barren-Handys auch dünner gebaut. Diese Anordnung der Komponenten hat allerdings auch einen relativ unangenehmen Nachteil:

Da Tastenfeld und Bildschirm gemeinsam untergebracht sind, sind beide Elemente ziemlich klein. Das mag bei den Tasten noch weniger stark ins Gewicht fallen, beim Display ist das aber schon sehr deutlich. Und nicht zuletzt stört die notwendige Tastensperre manchen Nutzer. Weil die Tasten von außen direkt zu erreichen sind, ist es erforderlich, die Tasten durch eine Sperre zu schützen.

Für welchen Bautyp man sich schlussendlich entscheidet, liegt nicht zuletzt am optischen Erscheinungsbild des Gerätes. Die Form des Barren-Handys gefällt zahlreichen Anwendern wegen seiner klassischen Zeitlosigkeit. Die Kombination aus Display und klassischem Tastenfeld vorne am Handy wirkt altbekannt und ist für jeden intuitiv verständlich. Für ältere Menschen lohnt sich dagegen meist ein Klapphandy ohne lästige Tastensperre und einfacher Anrufannahme.

Wichtige Ausstattungsdetails

  • Barrenhandy von Sony EricssonDisplaygröße: Wem ein größeres Display wichtig ist, sollte grundsätzlich eher zu einem Klapphandy greifen. Hier reichen die Displaygrößen oft von 1,5 bis hin zu 3 Zoll. Im Barrenformat sind die Displays meist nur zwischen 1,4 und 2,4 Zoll groß. Ansonsten bieten eigentlich alle Modelle Farbdisplays mit durchschnittlichen Auflösungen.

  • Akkulaufzeit: Generell gilt: Je weniger an Ausstattung, desto höher ist die Akkulaufzeit, denn jede Funktion benötigt Energie. Einfache Modelle halten daher bei sparsamer Nutzung mindestens eine Woche ohne Aufladung durch, für ein Smartphone ist eine Akkulaufzeit von zwei Tagen schon herausragend.

  • Kamera, Radio: Die üblichen Handys ohne Touchscreen verfügen nicht über zahlreiche Zusatzfeatures. Normalerweise ist eine Kamera im Bereich von 1,3 bis 3,2 Megapixel eingebaut und auch ein Radio ist oftmals vorhanden.

  • Speicher: Der Speicherplatz ist bei einfachen Handys eher zweitrangig. Für SMS und das Telefonregister ist genug Speicherplatz vorhanden. Multimedia-Handys, die Musik und Fotografie bieten, geizen oftmals mit internem Speicher und bieten einen Steckplatz für Speicherkarten im Format microSD, diese muss man allerdings extra erwerben.

  • Bluetooth: Bluetooth dient grundsätzlich dem Datenaustausch per Funk über kurze Distanzen und wird von den meisten Handys unterstützt. Mit Bluetooth können Dateien von einem Handy an ein anderes gesendet werden, aber auch das Handy mit einer Freisprechanlage im Auto oder einem kabellosen Headset verbunden werden.