In der heutigen Zeit wird das klassische Brettspiel immer öfter von digitalen Geräten verdrängt. Trotz dessen gibt es immer noch viele Familien, die es zu schätzen wissen, wenn die komplette Familie an einen Tisch kommt um gemeinsam ein Gesellschaftsspiel zu spielen. Das Wetter lässt zu wünschen übrig und die Kinder bestürmen die Eltern mit der Frage, was man denn bloß tun könnte. In diesem Fall helfen die beliebten Klassiker für schlechtes Wetter, nämlich Brett- und Gesellschaftsspiele. Was macht mehr Spaß, als gemeinsam zusammenzusitzen – eine Tradition, die bereits einige Tausend Jahre alt ist. Denn Gesellschaftsspiele existieren bereits seit etwa 4.000 Jahren und sind auch heute noch ein ebenso beliebter Zeitvertreib.

Lotti Karotti von RavensburgerVor allem für Kinder sind Brett- und Gesellschaftsspiele zwecks der Ausbildung von Gruppengefühl und -dynamik sehr gut geeignet. Denn die Spiele erfordern Konzentration und Teamfähigkeit, sie bringen aber auch jede Menge Spaß. Also eine sinnvolle Abwechslung in Zeiten von Smartphone, Tablet und anderen elektronischen Gadgets.

Grundsätzlich gliedern sich Gesellschaftsspiele in Brett-, Karten- und Würfelspiele. Mittlerweile werden auch Strategiespiele in allen drei Varianten angeboten, diese bieten oftmals sehr spannende Aufbauthematiken in historischem Ambiente.

Worauf achten beim Kauf?

  • Personenanzahl: Bezogen auf die Personenanzahl gibt es für jeden Bedarf die passenden Spiele. So sind z.B. Spiele für zwei Personen sehr beliebt bei Paaren oder auch bei Familien, in denen zum Beispiel nur ein Elternteil mit einem Kind spielt. Sollten einmal weitere Mitspieler fehlen, dann bieten solche 2er-Spiele eine willkommene Abwechslung. Aber auch für eine größere Teilnehmeranzahl ist gesorgt und es werden auch Spiele für bis zu zwölf Personen und mehr angeboten.

  • Altersbeschränkung: Wer sich für kindergeeignete Spiele interessiert, braucht eine Übersicht über die Alterszuordnung von Spielen. Die Hersteller von Spielen bieten als Hilfe die Altersangabe auf den Spielkartons an. So findet sich bei der Mehrzahl der Spiele eine direkte Angabe auf dem Karton, entweder in Gestalt einer unteren Altersbegrenzung oder einer unteren und oberen Begrenzung. Auch seriöse Online-Shops weisen auf ihren Internetseiten auf die Altersfreigabe hin.

  • Verständliche Spielanleitung: Bei einem Gesellschaftsspiel sorgen Spielregeln und Spielanleitungen für eine angenehme Atmosphäre und für gleiche und gerechte Bedingungen für alle Spieler. Eine Spielanleitung muss vor allem systematisch aufgebaut und verständlich sein. Bei modernen komplizierteren Gesellschaftsspielen passiert es oft, dass die Spielanleitung anfangs vorgelesen wird, manche Spieler aber nicht aufpassen und sich dann ungerecht behandelt fühlen.

  • Spieldauer: Die Spieldauer der heutigen Brett- und Gesellschaftsspiel reicht üblicherweise von etwa 30 Minuten bis zu etwas mehr als einer Stunde. Generell geht der Trend jedoch zur kürzeren Spieldauer. Aber auch drei Stunden oder mehr für ein interessantes Spiel wie z.B. Monopoly sind keine Seltenheit.

Deutscher Spielepreis

Auf den Spuren von Marco Polo von Hans im GlückDem Umstand, dass Gesellschaftsspiele im Freizeitverhalten der Menschen eine nicht unwesentliche Rolle spielen, wird durch den Deutschen Spielepreis Rechnung getragen. Seit dem Jahre 1990 wird dieser Spielepreis für deutschsprachige Brett – und Kartenspiel-Neuheiten vergeben. Gekürt werden das beste Familien- und Erwachsenenspiel und das beste Kinderspiel des aktuellen Spielejahrgangs.

Vergeben wird der Deutsche Spiele Preis jährlich im Oktober am Vorabend der Internationalen Spieltage in der Messe Essen. Die Gewinner des Jahres 2015 sind in der Kategorie „Bestes Familien- und Erwachsenenspiel“ das Spiel „Auf den Spuren von Marco Polo“, für das beste Kinderspiel des aktuellen Spielejahrgangs wurde „Spinderella“ ausgezeichnet.

Die Gewinner des Preises aus 2015

Als Gewinner des Jahres in der Kategorie „Bestes Familien- und Erwachsenenspiel“ hat das Spiel „Auf den Spuren von Marco Polo“ einige Aufmerksamkeit erregt. Ende des 13. Jahrhunderts brechen die beiden Händler Niccolo und Matteo Polo zu ihrer zweiten Reise gegen Osten auf. Mit dabei der junge Marco, Sohn von Niccolo Polo. Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines der Gefährten. Das Spiel dauert insgesamt fünf Runden, der Spieler wählt eine Aktion und kann zwischenzeitlich aus diversen Zusatzaktionen wählen.

Als Gewinner des Jahres in der Kategorie „Bestes Kinderspiel“ hat das Spiel “ Spinderella“ die Sympathien der Jury erringen können. In „Spinderella“ geht es um Ameisen und Spinnen. Die Ameisen eilen über den Waldboden dahin und darüber lauern auf einer zweiten Spielebene drei Spinnen in ihrem Netz. Werden jedoch zwei der Spinnen bewegt, so sorgt ein Magnet-Mechanismus dafür, dass eine der Spinnen sich an ihrem Faden abseilen kann und eine der Ameisen fängt. Die Spieler bewegen entweder ihre Ameise oder eine der Spinnen.

Beliebte Klassiker

Brettspiele-Sammlung von Schmidt SpieleWas beliebte Brett- und Gesellschaftsspiele anbelangt, so gibt es eine überaus große Zahl davon. Einige haben allerdings einen Beliebtheitsgrad erlangt, der sie zu Klassikern hat werden lassen.

  • Brettspiele-Sammlung: In solche Sammlungen sind die beliebtesten Brettspiele für die ganze Familie enthalten. So z.B. Schach, Backgammon, Mensch ärgere dich nicht, Mühle, Sudoku, Mahjong oder Schiffe versenken. Die solche meist auch sehr aufwändig gestaltete Sammlung vereint die beliebtesten und erfolgreichsten Brett- und Gesellschaftsspiele.

  • Klassische Kartenspiele wie MauMau, Uno: Vor allem in Deutschland und Österreich sehr beliebte Kartenspiel-Klassiker sind Mau Mau und UNO. Ziel ist es, die Karten schnellstmöglich loszuwerden. Gespielt wird mit insgesamt 32 Karten und jeder Spieler erhält sechs Karten, die erste Karte des Stapels wird aufgedeckt. Jeder der Spieler muss eine seiner Karten ausspielen, diese sollte entweder mit der Farbe oder der Zahl mit der aufgedeckten Karte übereinstimmen.

  • Schwarzer Peter: Der Klassiker schlechthin ist eines der ältesten Kartenspiele für Kinder. Gespielt wird es mit 15 Kartenpaaren und dem Schwarzen Peter. Mittels Kartenziehen müssen die Mitspieler versuchen, möglichst viele Paare zu sammeln, und wer am Ende den Schwarzen Peter übrig behält, hat verloren.

  • Monopoly: Monopoly ist ein bekanntes Brettspiel. Ziel ist es, ein Grundstücksimperium aufzubauen und alle anderen Mitspieler Mieten bezahlen zu lassen. Dazu erwirbt man möglichst viele Besitzrechte und kassiert in weiterer Folge von den Mitspielern Spielgeld, wenn diese durch Würfeln auf einem solchen Feld landen.