Der Akkuschreiber ist bekanntlich eine nützliche Arbeitserleichterung für viele Handwerker. Wer gerne auf Schwielen an den Händen verzichten will, sollte sich den Kauf eines Akkuschraubers überlegen. Je nach Einsatzgebiet gibt es dabei starke Akkubohrschrauber, mit denen auch das ein oder andere Loch gebohrt werden kann, oder kleine handliche Schrauber. Wichtig ist dabei auf die Leistungsstärke und das Modell zu achten. Aus diesem Grund haben wir eine Top 10 der besten und beliebtesten Akkuschrauber erstellt. Darunter sind Modelle von Bosch, Makita und Einhell für 45 bis 200 Euro.

Ein leistungsfähiger Akkuschrauber ist ein nützliches Werkzeug für Hand- und Heimwerkerarbeiten aller Art. Mit dem Gerät können Schrauben schnell in unterschiedliche Materialien eingedreht oder wieder gelöst werden, und auch für das Bohren in harten Werkstoffen wie Beton oder Metall gibt es Akku-Schlagbohrschrauber mit hoher Leistung. Ein Akkuschrauber ist ein unverzichtbares Werkzeug, vom Regalaufbau über das Aufhängen eines Spiegels bis zur Befestigung von Sockelleisten.

Diese Arten von Akkuschrauber gibt es

Akkuschrauber von Bosch

Der normale Akkuschrauber wird dank seiner meist kompakten Abmessungen auch als Minischrauber bezeichnet. Aufgrund des eher geringen Drehmoments ist so ein Akkuschrauber nur auf das Schrauben ausgelegt, weshalb die Geräte kein Bohrfutter besitzen, sondern einen meist magnetischen Bithalter mit Sechskantaufnahme. Aufgrund der meist schlanken Abmessungen, oder einklappbaren Griffe, eignen sich die Modelle ideal für verwinkelte oder schwer erreichbare Stellen. Ein kleiner Nachteil des normalen Akkuschraubers ist der meist integrierte Akku. Ein tausch des Akkus ist dabei nur schwer bzw. fast nicht möglich und während der Ladezeit ist das Arbeiten ebenfalls unmöglich.

Der sogenannte Akku-Bohrschrauber vereint die Funktionen einer Bohrmaschine und eines Akkuschraubers. Durch den höheren Drehmoment können Bohrschrauber bereits große bzw. festsitzende Schrauben lösen. Die meisten Modelle verfügen über ein Zweiganggetriebe: Der langsamere Gang ist dabei zum Schrauben gedacht, der schnellere Gang zum Bohren. Im Bohrfutter können Bohrer als auch Bits eingespannt werden. Hochwertige Akku-Bohrschrauber besitzen meistens einen Lithium-Ionen-Akku der wenn möglich über eine hohe Akkuspannung als auch -Kapazität verfügt.

Deutlich leistungsstärker als die bohrenden Konkurrenten sind Akku-Schlagschrauber. Sie verfügen neben der normalen Drehbewegung durch das eingebaute Schlagwerk zusätzlich über einen regelmäßigen Schlagstoß, der das Eindrehen und Lösen von Schrauben erleichtert. Durch diese pulsartigen Drehbewegungen kann ein deutlich höheres Drehmoment erreicht werden. Wer vorhat desöfteren zu Schrauben, der sollte sich für einen Akku-Schlagschrauber entscheiden.

Die Akku-Schlagbohrschrauber verfügen ebenfalls über einen pulsierenden Stoß in Richtung Achse, der allerdings für Bohrarbeiten in härtere Materialien wie Stein gedacht ist. Auf diese Weise wird mehr Druck ausgeübt, was beim Bohren in harte Materialien von Vorteil ist. Die eingebaute Drehzahlregelung macht den Akku-Schlagbohrer zu einem universell einsetzbaren Werkzeug. Er schraubt und bohrt in fast allen gängigen Materialien. Allerdings sollte beachtet werden, dass Akku-Schlagbohrschrauber aufgrund des verbauten Akkus und der geringeren Schlagenergie nicht an die Kraft einer Schlagbohrmaschine oder eines Bohrhammers heranreichen.

Wichtige Ausstattungsmerkmale eines guten Akkuschraubers

Schraube

Das wohl wichtigste Merkmal der Leistungsfähigkeit eines Akkuschraubers ist das Drehmoment. Damit wird die Kraft bezeichnet, die bei einer bestimmten Drehzahl abgerufen werden kann. Hier gilt: Je mehr, desto besser. Erwerben Sie ein Gerät mit hohem Drehmoment, so verfügt dieses Gerät über viel Kraft. So können Sie Schrauben auch in sehr harten Materialien versenken oder Bohrlöcher in schwierigen Untergründen realisieren. Die meisten Akkuschrauber verfügen über mehrere Drehmomentstufen. Ab einer bestimmten Kraft, „rutscht“ die Kupplung an den Drehmomentstufen durch und die Kraft wird nicht mehr übertragen.

Die Leistungsfähigkeit eines Akkuschraubers kann man auch an der Akkuspannung erkennen. Sie wird in Volt angegeben. Für einfache Arbeiten eignen sich Akkuschrauber mit einer geringen Spannung von 3,6 bis 7,2 Volt. Für anspruchsvollere Nutzer eignet sich ein Gerät mit einer Spannung von bis zu 14,4 Volt, damit werden bereits viele Einsatzzwecke abgedeckt. Bei höheren Ansprüchen sollten Sie ein Gerät mit einer Spannung von mindestens 18 Volt erwerben. Diese Geräte haben die notwendige Kraft für aufwendige Schraub- und Bohrarbeiten.

Ein wohl nicht minderwichtiger Punkt ist die Akkukapazität. Was bringt ein Akkuschrauber mit sehr hohem Drehmoment, aber der Akku macht bereits nach 30 Minuten schlapp. Daher sollten Sie beim Kauf auf die Akkukapazität, die meist in Form von Ah angegeben wird, achten. Je höher dieser Wert, desto längere Laufzeit hat der Akku. Die meisten Modelle besitzen Werte um die 1,5 Ah. Gute und neue Akkus besitzen hingegen schon Werte um die 2,0 Ah.

Auch der Rechts-/Linkslauf kann bei einem hochwertigen Gerät reguliert werden. Dieser Rechts-/Linkslauf bestimmt die Drehrichtung, je nachdem, ob Schrauben ein- oder ausgedreht werden sollen. Mittlerweile verfügen heutzutage aber fast alle Akkuschrauber über einen Rechts-/Linkslauf.

Der Akku – Das Herzstück des Schraubers

Aktuell kommen drei unterschiedliche Akku-Typen zur Anwendung: Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd), Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) und Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion).

  • Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion)

    Der Li-Ion-Akku, derzeit ohne Zweifel der leistungsfähigste Akku, funktioniert auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Dieser Akku wird auch bei den meisten Smartphones und Tablet-PCs verwendet. Er unterscheidet sich grundlegend von den Akkus anderer Bauart und verfügt über eine etwa dreimal höhere Zellenspannung im Vergleich zu NiCd-Akkus. Geräte mit Li-Ion-Akku haben bis zu 40 Prozent weniger Gewicht als NiCd- und NiMH-Akkus. In der Regel tritt bei diesen Akkus kein Memory-Effekt auf, sie können jederzeit aufgeladen werden, ohne Verminderung der Ladekapazität. Allerdings sind die Li-Ion-Akkus empfindlich teurer. Den Preis zahlen die meisten aber gerne, schließlich soll der Akkuschrauber bzw. der Akku eine Weile halten.

  • Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH)

    Der größte Vorteil von NiMH-Akkus ist der Preis, ein Akku mit der gleichen Leistung kostet etwa halb so viel. Die Leistungsdaten sind allerdings schlechter. Besonders der sogenannte Batterieträgheitseffekt kommt bei der Akkuart zur Geltung. Werden die NiMH-Akkus nicht zur Gänze entladen, verschlechtert sich die Leistung des damit angetriebenen Elektrogerätes deutlich. Deshalb raten die meisten mittlerweile von NiMH-Akkus ab.

  • Nickel-Cadmium-Akku (NiCd)

    Die deutlichen Vorteile von NiCd-Akkus gegenüber den NiMH-Akkus sind unter anderem eine größere Widerstandsfähigkeit hinsichtlich einer Tiefentladung und Überladung sowie die überaus lange Lebensdauer von etwa 1.500 Ladezyklen. Außerdem eignen sie sich diese Akkus sehr gut für den Einsatz bei überaus niedrigen Temperaturen. Allerdings besitzen die NiCd-Akkus eine relativ niedrige Energiedichte. Im Vergleich zu NiMH-Akkus kann nur etwa ein Drittel der Kapazität auf einen bestimmten Raum gespeichert werden.

Welcher Akkuschrauber darf es nun sein?

Im Bereich der Akkuschrauber sind Bosch und Makita die klar dominierenden Hersteller. Schaut man sich auf Amazon.de oder auch in Preisvergleichen um, sieht man fast nur Schrauber der beiden Unternehmen. Lediglich Einhell schafft es ab und zu zwischen die Hersteller.

Bosch konnte sich mit dem PSR 18 Li-2 „Expert“ unseren klaren ersten Platz sichern. Das Modell besitzt einen zweiten 18 Volt Akku und kann bereits mehr als 350 Rezensionen mit der sehr guten 4,5 Sterne Bewertung vorweisen. Im aktuellen Test (03/2015) der Stiftung Warentest konnte sich der Akku-Bohrschrauber ebenfalls gegen die Konkurrenz mit der Note 1,9 „Gut“ durchsetzen und den ersten Platz aus insgesamt 13 Modellen erreichen. Wer nichts falsch machen möchte und das nötige Kleingeld besitzt, sollte unserer Meinung nach zum PSR 18 Li-2 „Expert“ greifen.

Der Makita DF030DWE ist ein relativ kompakter Akku-Bohrschrauber der ebenfalls hoch in der Gunst der Käufer steht. Das Ganze sieht man sehr gut an der vollen 5 Sterne Bestbewertung auf Amazon. Nimmt man die beiden Testberichte mit der Note 2,0 „Gut“ hinzu, kann man auch für den Makita DF030DWE eine klare Empfehlung aussprechen. Wer nur gelegentlich etwas schrauben möchte, kann sich auch den Bosch IXO „Easy“ anschauen. Das Modell ist mit knapp 50 Euro relativ preiswert und verfügt über diverses Zubehör wie ein Winkel- oder Exzenteraufsatz und wurde in mehr als 700 Rezensionen für sehr gut befunden.