Ob Smartphone oder Notebook: Alles wird immer besser. Das Bild wird schärfer. Der Prozessor wird schneller. Nur eines bleibt mies – die Akkulaufzeit. Warum halten Smartphones immer noch nur einen Tag durch? Warum ist beim Notebook nach ein paar Stunden Schluss? Wir verraten, wie man doch noch deutlich mehr aus der schlappen Batterie herauskitzelt.

Nutzung analysieren

Ob Smartphone oder Notebook: Beides sind Geräte, die ein Betriebssystem besitzen, auf dem Programme laufen. Und die Programme verbrauchen Rechenleistung. Wenn sich nach einem Jahr die Akkulaufzeit drastisch verringert hat, liegt das nicht nur an der Alterung der Batterie. Oft ist auch der viele Krempel schuld, den man im Laufe eines Jahres so installiert hat: All die Cloud-Speicher-Dienste, Widgets, Virenscanner und so weiter, die dauernd nebenbei laufen.

Wer nicht weiß, was ein Taskmanager ist, oder wie er die Hauptverbraucher findet, der braucht Hilfe. Aber das muss nicht immer ein Fachmann sein: Längst gibt es viele billige und gute Tools, die die Nutzung eines Geräts, wie beispielsweise bei Android Smartphones, für Laien lesbar entschlüsseln. Nun muss man Programme suchen, die viel Leistung verbrauchen, die man aber wenig nutzt. Bestimmt kann man da einiges deinstallieren.

Dienste deaktivieren

Moderne Geräte können eigentlich immer mehr, als man braucht. Smartphones sind besonders schlimm: Sie schalten ungefragt Bluetooth, GPS, mobile Datendienste und sonst alles mögliche ein. All diese Dienste verbrauchen Strom. Aber auch der Laptop, der unterwegs sinn- und pausenlos nach WLAN-Netzen sucht, verbraucht damit Strom. Viele Dienste lassen sich einfach dauerhaft ausschalten. Wer mit dem Smartphone nicht navigiert, braucht auch sein GPS-Modul nur in besonderen Fällen. Wer keine Bluetooth-Maus am Laptop einsetzt, muss dafür keinen Strom einsetzen. Bei gelegentlich genutzten Diensten ist es durchaus sinnvoll, die bei Bedarf schnell aus- und einzuschalten.

Helligkeit und Speed drosseln

iPhone Akku Vor allem Smartphones haben inzwischen meist einen Helligkeitssensor, der die Leuchtkraft des Displays dem Umgebungslicht anpasst. Wer einen Laptop ohne diese Funktion hat, der merkt sich am besten wenigstens die Schnelltasten, mit denen das Hintergrundlicht des Bildschirms hinauf- und herunter geregelt wird. Denn zu viel Licht verschwendet nicht nur Strom, es schmerzt auch in den Augen. Gerade in halbdunklen Räumen kann man mit dieser einfachen Masche viel sparen. Während moderne Notebooks häufig von alleine den Prozessor drosseln können, wenn er nicht am Netzstrom hängt, haben Smartphones oft Energiesparmodi, die sich per Hand einschalten lassen. Wenn man nicht gerade unterwegs spielen oder Videos anschauen will, reicht die gebremste Leistung in aller Regel voll aus; vor allem, wenn man kein Einsteigerhandy besitzt.

Extreme Temperaturen vermeiden

Nicht alles hängt an den Einstellungen. Wer sein Handy in der Handtasche durch kalte Winternächte trägt, muss sich nicht wundern, wenn es am Ende den Geist aufgibt. Bei sehr hohen oder niedrigen Temperaturen entladen sich Akkus schneller. Das steht auf den kleinen Beipackzetteln, die keiner liest. Es muss nicht immer Zimmertemperatur sein. Aber wenn die Batterie immer zwischen 5 und 35 Grad Celsius bleibt, dann hilft das.

Nicht ganz entladen

Ein etwas unheimlicher Ausdruck macht vielen Menschen Angst: Es ist die Tiefenentladung. Ist die Batterie wirklich restlos leergesaugt, kann ihr das wirklich schaden. Aber die Tiefenentladung ist mehr Horrorszenario, als Realität. Moderne Geräte schalten sich aus, bevor der kritische Zustand erreicht ist. Und moderne Batterien reagieren gelassener auf das Ladeverhalten ihrer Nutzer. Auch seltsame Tipps, man solle sein Handy nie ganz aufladen, oder man müsse geheime Rituale zur Akkupflege abhalten, kann man ignorieren. Ihr Nutzen ist in aller Regel klein. Die völlige Entladung wendet man ab, indem man das leere Handy beizeiten auflädt, und nicht in der Schublade liegen lässt. Und zumindest einmal im Monat sollte man es ganz aufladen. Mehr ist nicht zu beachten.

Netzstrom statt Batterie

Wie schont man die Batterie? Indem man sie schont. Erstaunlich viele Nutzer beklagen sich über Akkuleistung, kommen aber auch zu Hause nicht darauf, den Laptop an die nahe gelegene Steckdose anzuschließen. Akkus haben eine begrenzte Zahl von Ladezyklen. Ist das Handy oder das Notebook an den Netzstrom angeschlossen, entlädt sich die Batterie nicht, und hält deswegen länger. So einfach ist das.

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