Nahezu jeder Gartenbesitzer träumt von einem gleichmäßig dichten, strapazierfähigen und pflegeleichten Rasen. Mit dem Frühling ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um den Rasen entsprechend vorzubereiten. Entweder gönnen Sie ihm ein kleines Pflegeprogramm oder Sie werfen alles über den Haufen und fangen gleich komplett neu an. Der Frühling ist für beide Varianten die beste Zeit. Bereits ab Anfang April kann mit den ersten Vorbereitungen begonnen werden.

Keine Frage, der Rasen ist der Teppichboden Ihres Gartens und sollte entsprechend dicht und fest sein. Im April sind die Bedingungen für die Aussaat optimal. Milde Temperaturen und der bereits warme Boden ermöglichen eine gleichmäßige Keimung der Grassamen. Ein saftig grüner und gleichmäßig dichter Rasen kann durch die Einhaltung einiger Regeln erreicht werden.

Wenn Sie eine komplett neue Rasenfläche anlegen

  • Die Bodenvorbereitung: Stechen Sie die als Rasen geplante Fläche ab. Um den Boden schonend aufzulockern, ist es allerdings besser, diesen mit einem Kultivator flach aufzureißen. Enthält der Boden Ton oder Lehm, sollten Sie Sand und Torf einarbeiten. Ist der Boden sandig, empfiehlt sich die Zugabe von Torf und Kompost. Bei sauren Böden (pH-Wert unter 5,5) sollten Sie diese vor der Aussaat mit Kalk behandeln. Anschließend wird die Fläche mit dem Rechen gleichmäßig eingeebnet.

  • Das Feinplanieren: Knapp vor dem Saattermin wird der Boden mit einer mechanischen Gartenfräse bearbeitet und danach mit einem Rasenrechen eingeebnet.

  • Die Aussaat: Vor der Aussaat sollten Sie einen Rasenstartdünger aufbringen. Um den Dünger und anschließend das Saatgut gleichmäßig zu verteilen, sollten Sie mit einem Streuwagen arbeiten. Nach der Aussaat wird das Saatgut mit dem Rechen oder einer Sternradwalze etwa einen Zentimeter in den Boden eingebracht und die Fläche mit einer Walze geglättet.

  • Die erste Pflege: In den ersten drei Wochen nach der Aussaat ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit lebenswichtig. Nach der Keimung des Rasens darf der Boden nicht mehr austrocknen. Achten Sie darauf, nur mit feinen Tropfen zu beregnen, da ansonsten die jungen Grashalme fortgespült werden.

  • Das Mähen: Der erste Schnitt des neuen Rasens sollte am besten bei einer Halmhöhe von etwa 7 – 10 cm erfolgen, die Schnitthöhe sollte dabei fünf Zentimeter betragen.

  • Das Düngen: Um den Rasen kräftig, schön und gesund zu halten, sollten Sie zwei Monate nach Aufbringen des Rasenstartdüngers ein weiteres Mal düngen. Insgesamt empfiehlt es sich, zwei bis drei Mal im Jahr einen Langzeitdünger aufzubringen.

  • Die Bewässerung: Ein gepflegter und vor allem dichter Rasenteppich ist ohne eine systematische Bewässerung nicht möglich. Daher sollten Sie den Rasen regelmäßig und gründlich bewässern, damit die Feuchtigkeit tief genug eindringen kann. Bewässern Sie abends oder in der Früh und vermeiden Sie, dass der Boden gänzlich austrocknet.

Die einfache aber teure Alternative – Rollrasen

Rollrasen Wollen Sie Ihren neuen Rasen schnell nutzen, so können Sie in Ihrem Garten auch einen Rollrasen verlegen. Als Vorbereitung verteilen Sie auf der Fläche eine gleichmäßige Humusschicht in einer Stärke von etwa 25 Zentimetern. Das Verlegen des Rollrasens ist nicht schwierig, legen Sie zuerst eine Bahn über die gesamte Länge der Fläche aus und schließen Sie daran mit der nächsten Rasenbahn an. Nach dem Verlegen, festigen Sie die Fläche mit einer Rasenwalze und bewässern Sie regelmäßig. Bereits nach einer Woche kann man Übergänge der einzelnen Bahnen kaum noch erkennnen.

Allerdings schlagen die Kosten beim Rollrasen zu Buche. Pro Quadratmeter Rollrasen werden gerne mal 10-12 Euro verlangt inklusive Lieferung. Bei einer Fläche von 100 Quadratmeter kann der Spaß also gerne mal 1000 bis 1200 Euro kosten. Für die gleiche Fläche wird man mit Rasensamen und Dünger auf vielleicht 60 bis 80 Euro kommen.

So erhalten Sie die besten Mähergebnisse

Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie am besten im Frühjahr mit dem Mähen beginnen. Während der Wachstumsphase von Mai bis Juni sollten Sie den Rasen zumindest einmal in der Woche mähen, auch ein zweimaliges Mähen kann nicht schaden. In den Sommermonaten reicht dann einmal Mähen pro Woche oder alle vierzehn Tage aus.

Die optimale Schnitthöhe liegt bei etwa dreieinhalb Zentimeter. Mähen Sie stets an trockenen Tagen und bei bedecktem Himmel. Der Rasen sollte trocken sein, da nasses Gras am Mäher klebt und Pilzinfektionen fördert.

Die optimale Bewässerung

Gardena Schlauch Der Wasserbedarf einer Rasenfläche unterscheidet sich je nach Temperatur und Bodenart. Der tägliche Wasserbedarf liegt zwischen 1 Liter bis hin zu mehr als 5 Liter pro Quadratmeter. Was nur wenige Gartenbesitzer wissen: Rasenflächen unter Bäumen benötigen mehr Wasser, da die Baumwurzeln das Wasser überaus schnell aus dem Boden aufsaugen. Während allfälliger Hitzeperioden in den Monaten Mai bis September steigt der Wasserbedarf des Rasens deutlich an.

Die optimale Bewässerungszeit für den Rasen ist und bleibt in den Morgenstunden. Um die Mittagszeit herum kommt dank der prallen Sonne nur ein Bruchteil des Wassers im Boden an und bei der Bewässerung am Abend können Pilze in der feuchten Erde perfekt Gedeihen.

Wie oft muss der Rasen gedüngt werden?

Um einen schönen und gesunden Rasen zu erhalten, ist regelmäßiges Düngen eine Grundvoraussetzung. Ein Zeichen ist Pilzwachstum im Rasen; der Rasen benötigt spätestens dann Nährstoffe. Optimal ist es, einen Langzeitdünger zu verwenden, denn die Nährstoffe werden kontinuierlich an den Rasen abgegeben. Am besten düngen Sie den Rasen, bevor es regnet. Denn mit dem Regenwasser können die Nährstoffe gut in den Boden einsickern und sich optimal verteilen.

Bei einfachen Zierrasenflächen ohne große Belastung reichen zwei Düngungen im Jahr (mitte April und Juli). Bei beanspruchten Rasenflächen sollte in aller Regel 3x im Jahr gedüngt werden, aufgrund des erhöhten Nährstoffbedarfs. Hier bieten sich die Monate April, Juni und August an.

Vertikutieren – So kommt der Rasen darüber hinweg

Gardena Vertikutierer Vertikutieren ist im Grunde genommen das Einschneiden bzw. Anritzen der Grasnarbe durch einen Vertikutierer mit versetzt angeordneten Messerklingen. Warum das Ganze? Um Mulch und Moos zu beseitigen und die Bodenbelüftung und damit das Gesamtbild zu verbessern. Aber Vorsicht: Die Rasenfläche sollte zumindest drei Jahre alt sein, bevor erstmals vertikutiert wird.

Der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren ist der Saisonstart zwischen Mitte April und Mai. Nach der ersten Düngung und dem ersten Rasenmähen ist der ideale Zeitpunkt zum Vertikutieren. Der Rasen ist jetzt mit genug Nährstoffen versorgt, um nach dem Vertikutieren innerhalb weniger Wochen wieder zu genesen.

Allgemeine Tipps für einen dichten und strapazierfähigen Rasen

  • Betreten Sie den Rasen nicht bei Frost, die Halme könnten abbrechen, da sie nicht mehr elastisch genug sind. Krankheitserreger wie Pilzsporen können sich ausbreiten und Lücken in der Grasnarbe verursachen.
  • Belasten Sie den Rasen nicht nach ausgiebigen Niederschlägen, denn erst nach dem Versickern des Wassers können sich die Grashalme wieder aufrichten.
  • Entfernen Sie regelmäßig das Laub von der Rasenoberfläche, da durch den Schatten Kahlstellen entstehen können.
  • Tragen Sie die Erde von Maulwurfshügeln ab, ansonsten stirbt das Gras darunter ab und es entstehen kahle Stellen. Auch beim Rasenmähen sind diese Hügel Hindernisse und eine nervige Stolperquelle.
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