Philips In-Ear-Kopfhörer

© Philips / In-Ear-Kopfhörer von Philips

Moderne In-Ear-Kopfhörer versprechen intuitiv aufeinander abgestimmte Klangerlebnisse und zeitgleich einen hohen Tragekomfort. Ihre Bauweise basiert auf dem Prinzip der weitgehenden Abschirmung von Umgebungsgeräuschen, sodass trotz der oftmals geringen Größe ein ausdrucksvoller Bass realisiert werden kann.

In-Ear-Kopfhörer vereinen dabei die technischen Möglichkeiten auf möglichst kleinem Raum, sind aber immer auch durch ihr teils futuristisches Design zweifelsohne als Accessoire verstanden. Vor allem bei regelmäßiger sportlicher Betätigung, die von schnellen Bewegungsabläufen geprägt ist, verhindern In-Ear-Kopfhörer ein ständiges Herausfallen und Neueinsetzen. Worauf es beim Kauf derartiger Kopfhörer ankommt, welche die wichtigsten Eigenschaften und Kriterien sind, wird im Folgenden erläutert.

1. Was sind In-Ear-Kopfhörer?

Als In-Ear-Kopfhörer werden spezielle Kopfhörer einer Bauform bezeichnet, die relativ tief im Ohr verankert werden und dadurch ein hohes Maß an Umgebungsgeräuschen absorbieren. Sie gewährleisten dadurch für ein besonders intensives Klangerlebnis in entspannter Atmosphäre daheim, sind aber auch beim Sport oder in der Freizeit ein funktionaler Begleiter.

In-Ear-Kopfhörer von Liam & DaanPrinzipiell wird zwischen kabelgebundenen In-Ear-Kopfhörern und speziellen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörern unterschieden. Bei dem erstgenannten Bautyp handelt es sich um die klassische Variante, sie eignet sich insbesondere als Peripheriegerät zu Smartphones, HiFi-Anlagen und anderen Verwendungen. Die auf der Bluetooth-Technik basierenden Kopfhörer sind für den mobilen Einsatz ausgelegt, vor allem beim Sport und anderen Outdoor-Aktivitäten, und liegen preislich teils deutlich oberhalb der Standardvariante.

Kurzum – das Wichtigste im Überblick

  • Kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer werden am häufigsten produziert, sie stellen sogar mit Abstand die absatzstärkste Kopfhörer-Bauform überhaupt dar. Hierdurch ergibt sich eine große Preisspanne, die hochwertige Technik auch für kleines Geld erschwinglich werden lässt. Standardmäßig verfügen sie über eine 3,5mm-Klinke, die einen Einsatz in verschiedensten Endgeräten erlaubt.
  • Bluetooth In-Ear-Kopfhörer sind die optimale Wahl für einen übermäßig mobilen Einsatz in Rückkopplung zu Endgeräten wie Smartphones oder Tablets. Die hohe Durchdringung der Bluetooth-Technik sowie die erprobte Übertragungstechnik führen zu vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Zwei aufeinander abgestimmte Plugs sind die äußerlich sichtbaren Kontaktstellen – Akku und Wireless-Technik in einem, Stromquelle und Signalverwertung im anderen, kabelgebundenen Plug (Stöpsel).
  • Akku/Wireless In-Ear-Kopfhörer: Neuerdings gibt es zudem eine komplett kabellose Variante der In-Ear-Kopfhörer, bei welcher Akku und Wireless-Technik in beiden Plugs (Stöpseln) verbaut sind. Sie werden jedoch nur von einer kleinen Anzahl an Herstellern angeboten, sind preislich deutlich teurer und verfügen über teils deutlich geringere Laufzeiten und Akkukapazitäten. Sie sind deshalb nicht Teil dieser Kaufberatung.

2. Die Vor- und Nachteile von In-Ear-Kopfhörer

Im Vergleich mit den zwei anderen Bauformen, die eine entsprechende Marktdurchdringung haben, ist vor allem die deutlich kleinere Bauweise hervorzuheben. In-Ear-Kopfhörer benötigen nicht, wie klassische On-Ear- oder Around-Ear-Kopfhörer, besondere Haltebügel oder erfordern behutsame Kopfbewegung beim Gebrauch. Sie sind einerseits klein und handlich, womit sie ohne Probleme von jedem Musikliebhaber getragen werden können, andererseits aber auch mit nur geringem Gewicht verknüpft. So können sie zumeist auch bei längeren Tragezeiten ohne ständiges Neueinsetzen und Zurechtrücken verwendet werden. Außerdem sind entspannte Sitz- und Liegepositionen einnehmbar, die aufgrund der in das Ohr gefassten Kopfhörer mit keinen Einschränkungen verbunden sind.

Dennoch eignet sich nicht jedes Ohr aufgrund seiner Größe und Form für die Verwendung von In-Ear-Kopfhörern. Das ist vor allem bei besonders kleinen Ohren der Fall sowie bei einer fehlenden Abstützung durch die Form des Ohrlappens. Abhilfe schaffen hier verschiedene Gummi-Aufsätze, die ein sanftes Einsetzen in verschiedenen Größen ermöglichen. So können die meisten In-Ear-Kopfhörer problemlos mit Hüten, Mützen und anderer Kopfbedeckung getragen werden – unauffällig und mit sattem Klangerlebnis obendrein.

3. Wichtige Ausstattungsdetails

Zwischen den einzelnen Herstellern gibt es teils deutliche Unterschiede, die keineswegs so marginal sind. Das hängt mit der Verwendung spezieller Materialien zusammen, der Steuerung der Klangübertragung oder schlichtweg unterschiedlichen Ansätzen in der Verknüpfung von Design und funktionaler Bauform. In den folgenden Absätzen werden deshalb die wichtigsten Ausstattungsmerkmale genannt und Hilfestellungen für die Kaufentscheidung geboten.

3.1. Passform

Ohrpolstergrößen - CSL KopfhörerSicherlich eines der wichtigsten Details, denn ohne einen angenehmen und sicheren Halt geht es auf Dauer nicht. Da es in Bezug auf Ohrgrößen praktisch keine „Standardmaße“ gibt und zudem jeder selbst eine Vorstellung vom „korrekten Tragekomfort“ hat, liegen den meisten In-Ear-Kopfhörern mehrere Ohrpolster in verschiedenen Größen bei.

Typischerweise handelt es sich um Polsteraufsätze aus Silikon, insbesondere um solche in Schirm-Form. Sie eignen sich für die meisten Menschen, sind äußerst pflegeleicht und in diversen Größen und Längen verfügbar. Werden mehrere Schirme in abstufenden Größen übereinandergelegt, entsteht die sogenannte Baum-Form. Sie eignen sich zum sicheren Einsetzen und eher verwinkelten, schwer durchdringbaren Ohren und basieren ebenso auf Silikon.

Zum Teil werden auch Polsteraufsätze aus Schaumstoff angeboten, sodass die Kopfhörer gewissermaßen fest im Ohr verankert werden. Schaumstoff lässt sich nämlich nur mit deutlich geringerem Widerstand komprimieren, sodass sich diese Art von Aufsatz vor allem für bewegungsintensive Sportarten und weniger sensitive Ohren insgesamt eignet.

3.2. Mikrofon für Sprachanrufe

Hochwertigere In-Ear-Kopfhörer verfügen über ein integriertes Mikrofon, das sich zumeist unterhalb des rechten Plugs (Stöpsel) befindet. Analog dazu befindet sich zumeist unterhalb des linken Plugs ein Steuerungselement, das neben der Lautstärkenregelung vor allem eine Steuerung eingehender und ausgehender Sprachanrufe ermöglicht. Wird der Kopfhörer beim Sport oder in der Freizeit verwendet und ruft zeitgleich jemand auf dem Smartphone an, kann durch einfaches Betätigen dieser Anruf angenommen und zum Schluss auch wieder beendet werden. Ein umständliches Pausieren, Herausziehen des Klinkensteckers sowie das Unterbrechen der Bewegung werden hierdurch vermieden.

3.3. Fernbedienung

Ein wichtiges, aber nicht zwangsläufig essentielles Feature, das insbesondere bei Verwendung eines Peripheriegerätes über Adapter (Smartphone, Tablet) interessant werden kann. Mittels Fernbedienung lassen sich die Musikwiedergabe, die Lautstärkenregelung sowie weitere Funktionen bequem in entsprechender Entfernung zum Smartphone oder Tablet steuern. Findet gerade bei Bluetooth-In-Ear-Kopfhörern Verwendung und stellt eine weitere Kompatibilität mit anderen HiFi-Geräten im Haushalt dar.

3.4. Kabelqualität und Kabellänge

In-Ear-Kopfhörer von CSLDa kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer weiterhin mit großem Abstand die häufigste Bauform darstellen, handelt es sich hierbei auch um eines der klassischen Problemfelder in der Praxis. Kopfhörer unterliegen einer stetigen Belastung, gerade wenn sie an Smartphones in der Hosentasche befestigt sind oder ständig durch andere Geräte Verwendung finden. Es gilt der Grundsatz: Je glatter das Kabel, desto besser. Hierdurch kann sich in geschlossenen Hosentaschen oder Jackentaschen nur bedingt ein „Kabelsalat“ ausbilden, der mit der Zeit zwangsläufig zu Funktionsstörungen führen würde.

Ebenso spielt die Kabellänge dort eine Rolle, wo In-Ear-Kopfhörer vor allem beim Sport verwendet werden. Ausreichend Bewegungsfreiheit gewährleisten Kabellängen, die etwa ¼ bis ⅓ länger sind, als für den normalen Gebrauch und die Entfernung (Hosentasche zu Ohr) notwendig wäre.

3.5. Haltebügel, Anschlussteile und weiteres Zubehör

Manche Einsatzbereiche sind mit zu schnellen und hastigen Bewegungswechseln verbunden, die bei einfach ausgeführten In-Ear-Kopfhörern nur bedingt Sitzfestigkeit versprechen. Genau für diese Verwendung, gemeinhin beim Sport, gibt es teilweise standardmäßig im Lieferumfang inbegriffene oder als Zubehör erhältliche Nackenbügel. Normalerweise gibt es diese von einem Hersteller für alle angebotenen und kompatiblen Modelle, teilweise werden von Drittanbietern auch Universal-Nackenbügel angeboten.

Des Weiteren kann es bei verschiedener Verwendung sinnvoll sein, etwa über Smartphone, Stereoanlage und andere Systeme, die möglichen Adapterteile zu beachten. Standardmäßig werden 3,5mm-Klinkenstecker verbaut, sie eignen sich für eine Vielzahl an Peripheriegeräten (Computer, Smartphone, etc.). Stereoanlagen, ebenso wie Mischpulte und andere Systeme, erfordern hingegen 6,3mm-Klinken oder andere Aufsätze. Sofern die Kopfhörer auch hier verwendet werden sollen, gilt es die Kompatibilität und mögliche Adapter im Lieferumfang zu überprüfen.

4. Wichtige Hersteller

4.1. Bose

Bei Bose handelt es sich um ein traditionsreiches US-amerikanisches Unternehmen aus dem Bundesstaat Massachusetts. Es ist mit einer Reihe verschiedener Verbraucherelektronikprodukte assoziiert und belegt in Meinungsumfrage regelmäßig die vordersten Plätze. Die Attribute „Qualität“, „Luxus“ und „High-Tech“ klingen dabei stets mit.

4.2. Beats by Dr. Dre

Beats by Dr. Dre ist eine US-amerikanische Firma, die insbesondere im Segment hochwertiger Kopfhörer bekannt ist. Ihr Marktanteil im Heimatland, zugleich einer der wichtigsten Märkte überhaupt, beträgt über 50 Prozent. Beats by Dr. Dre kombiniert eine extrem bassorientierte, leistungsstarke und steuerbare Wiedergabe von Musikelementen. Die Modelle „Beats Studio“ und „Beats Solo“ sind die Aushängeschilder dieses noch jungen Unternehmens.

4.3. Apple

Apple, eines der zentralen Unternehmen des Silicon Valley, hat sich vor allem durch das MacBook und das iPhone einen Ruf als weltweit anerkanntes Innovationsunternehmen erarbeitet. Die Produkte des kalifornischen Herstellers zeichnen sich durch eine einfache, intuitive Steuerung, ein hochwertiges Design und eine zeitlose Bauweise aus.

In-Ear-Kopfhörer von Beats, Sennheiser, Bose und Panasonic

4.4. Sennheiser

Sennheiser ist ein „urdeutsches“ Unternehmen aus Niedersachsen, das weltweit als „Hidden Champion“ gehandelt wird. Das Unternehmen wird zumeist mit äußerst modernen Automobil-Technologien assoziiert, hat sich aber seit Längerem auch einen Namen im Segment der Kopfhörer gemacht. Unabhängige Tests führen Produkte des Unternehmens regelmäßig in den Spitzengruppen.

4.5. Panasonic

Panasonic ist ein bereits seit 1918 agierendes japanisches Unternehmen, das weltweit vor allem für massentaugliche Unterhaltungselektronik steht. Insbesondere Fernseher bilden einen Schwerpunkt, das Unternehmen hat sich zuletzt aber auch vermehrt um das Segment Kopfhörer gekümmert. Moderne Technik, eine hohe Verarbeitungsqualität und moderate Preisspannen sind die essentiellen Merkmale der Marke.

5. Aktive Geräuschunterdrückung – Noise Cancelling

Abschirmung bei Philips KopfhörerMit dem sogenannten „Noise Cancelling“ wird ein Merkmal beschrieben, bei dem es um den Erhalt des ursprünglichen Klangs der wiedergegebenen Audiodateien geht. Bei dieser Form einer aktiven Geräuschunterdrückung dienen im Umfeld der Plugs eingesetzte Mikrofone die Aufgabe einer Aufnahme der Umgebungsgeräusche. Dabei werden diese Umgebungsgeräusche einerseits aufgenommen, andererseits aber im nächsten Schritt auf elektronischem Wege invertiert und weitestgehend aufgehoben. Die darin enthaltenen Stör- und Schallwellen lassen ein intensives Eintauchen und Verschmelzen mit der so optimierten Klangwiedergabe des Musikstückes zu.

In der Praxis funktioniert dieses Prinzip jedoch nur in Verbindung mit einem erhöhten Energiebedarf, der sodann eines zusätzlichen Akkus oder einer höheren Akkukapazität bedarf. Zudem gibt es Schwierigkeiten, die auf die Art der Frequenz zurückzuführen sind. Einerseits lassen sich besonders einfache, niedrige und monoton verlaufende Frequenzen verarbeiten. Andererseits haben Tests dargelegt, dass plötzlich auftretende und helle Geräusche nur unzureichend erfasst und übertüncht werden können. Dasselbe gilt für ein konstant verlaufendes Rauschen, was gleichwohl nur die wenigsten wahrnehmen, das Hörerlebnis aber ebenso einschränken können.

Fazit: Die aktive Geräuschunterdrückung ist das technische Pendant zum klassischen geschlossenen Kopfhörer, der dies aufgrund seiner natürlichen Bauform weitaus einfacher realisieren kann. Die Technik hat bei Weitem noch nicht die Marktdurchdringung erreicht, dass von einem erprobten Feature die Rede sein kann – nichts als der Praxistest selbst ersetzt hier einen Vergleich.

6. So lassen sich In-Ear-Kopfhörer reinigen

Gegenüber On-Ear-Kopfhörern, die keinen nennenswerten Kontakt zum Inneren des Ohrs haben, erfordern In-Ear-Kopfhörer eine regelmäßige Pflege. Ohrenschmalz, eine natürliche Schutzart des Körpers, lagert sich hier naturgemäß deutlich einfacher ab. Bevor es jedoch ans Eingemachte geht, sollte ein Grundsatz beachtet werden: In-Ear-Kopfhörer sind äußerst sensibel gegenüber Wasser und Feuchtigkeit. Zudem können bestimmte Chemikalien sich negativ auf die Funktionsfähigkeit der Plugs auswirken.

  • Sofern möglich, kann in einem ersten Schritt der Aufsatz abgenommen werden. So lässt sich deutlich einfach mit den kleinen Elementen hantieren. Handelt es sich um Schaumstoff-Aufsätze, sollte möglichst wenig Wasser verwendet werden. Geht es hingegen um Silikon-Aufsätze, kann die grobe Reinigung mit lauwarmem Wasser und die Feinreinigung mittels kleiner Wattestäbchen erfolgen.
  • Manche Ausführungen sind aus stabilem Material gefertigt, sodass sich gröbere Ablagerungen auch einfach mittels leicht angewandter Druckluft entfernen lassen.
  • Besonders behutsam gilt es bei Verschmutzungen hinter dem Gitter vorzugehen. Hier können kleine Elemente, eventuell Zahnstocher, in Kombination mit geringer Heißluft (Fön) angewandt werden.
  • Allgemein kann bei den meisten Reinigungsschritten eine kleine Menge an Desinfektionsmittel mit aufgetragen werden. Empfehlenswert naturgemäß dann, wenn mehrere Personen diesen Kopfhörer benutzen.

7. Kabelbruch vermeiden – So geht’s

In-Ear-Kopfhörer von PhilipsDer Kabelbruch ist ein zentrales Ärgernis, da er nicht unwesentlich auf die Funktionsfähigkeit des In-Ear-Kopfhörers wirkt. Musikstücke werden nicht einheitlich wiedergegeben, bestimmte Geräuscheffekte wirken abgestumpft und „hohl“.

Die Ursache ist in den meisten Fällen ein Kabelbruch, der vor allem dadurch entsteht, dass regelmäßig zu viel Druck auf Kontaktstellen ausgeübt wird. Ein ständiges Entwirren von Verknotungen, ein nicht ganz optimaler Sitz in der Hosentasche, häufiges Wechseln des Adapters – all diese Umstände wirken gleichermaßen auf die Struktur des Kabels, das darunter leidet.

  • Beim Lösen von Verknotungen sollte nur mit minimalem Druck gearbeitet werden, da ansonsten eingeschlossene Kontaktstellen nur weiter beschädigt werden.
  • Damit es erst gar nicht zum Kabelsalat kommt und damit das Risiko des Entwickelns entsteht, muss mittels „Pommesgabel“ korrekt gewickelt werden. Auch bekannt als „Rockerhandgriff“, wird hier eine Faust geballt, während sich Zeige- und kleiner Finger dessen enthalten. Anschließend kann das Kabel gleichmäßig und in Form einer Acht um diese beiden Kontaktstellen geknotet werden, wobei das letzte Stück so häufig durch die Mitte dieser Wicklung gedreht wird, bis es ausreichend fest verankert ist.
  • In anderen Fällen lassen sich Kabel auch einfach um das Endgerät selbst wickeln, auch umliegende Peripheriegeräte können als Kontaktstelle genutzt werden. Hauptsache ist, dass das Kabel anschließend ohne Probleme entwirrt werden kann.

8. Häufig gestellte Fragen – FAQ

Sind In-Ear-Kopfhörer für Sportaktivitäten geeignet?

Absolut, denn das hängt vor allem mit der individuellen Befestigung im Inneren des Ohrs zusammen. Durch verschiedene Aufsätze kann jeder ganz nach Belieben einen bestimmten Druck ausüben, der je nach Einsatzbereich verstärkt werden kann. Abrupte Bewegungsabläufe und dergleichen lassen die Plugs sicher im Ohr verankert. Bei Bedarf können bestimmte Modelle auch mit Nackenbügeln erweitert werden, die fest und bequem angeordnet werden und sich insbesondere für Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer empfehlen.

Ohrenschmerzen durch In-Ear-Kopfhörer – was tun?

Die Bauweise von In-Ear-Kopfhörern bedingt, dass durch die relativ feste Verankerung im Ohr auch Ohrschmalz in den Gehörgang gedrückt wird. In diesem können sich Bakterien und Pilze verbreiten, die wiederum Ursache für eine Entzündung des Gehörgangs sind. Die typischen Symptome sind Ohrschmerzen und Druckschmerzen, die bei Berührungen oder beim Ziehen am Ohrläppchen auftreten. Nicht selten kommt es auch zu abgesonderten Flüssigkeiten.

Ein Indiz können zu kleine Aufsätze oder zu wenig an die Form des Ohrs angepasste Silikon- oder Schaumstoff-Aufsätze darstellen. Ein Austausch auf kleinere Größeren kann helfen, in manchen Fällen kann aber auch ein zu häufiger Gebrauch der In-Ear-Kopfhörer die Schmerzen verursachen – regelmäßige Pausen oder Wechsel zwischen den Kopfhörer-Bauformen sind dann angeraten.

Gibt es In-Ear-Kopfhörer mit austauschbarem Kabel?

Das Kabel ist, wie die Ausführungen des obigen Kaufratgebers verdeutlichen, mitunter die schwächste Stelle des gesamten Kopfhörers. Gleichzeitig führt ein Defekt in diesem Bereich häufig zu einem unbrauchbaren Kopfhörer selbst – Pflege und ein behutsamer Umgang damit verstehen sich von selbst. Allerdings gibt es auch Modelle mit austauschbarem Kabel, häufig handelt es sich dabei auch um Modelle im mittleren Preissegment. Das hat den Vorteil, dass eines der wichtigsten Verschleißteile im Notfall ersetzt werden kann und dadurch der Kopfhörer insgesamt eine höhere Lebensdauer aufweist.

Wie schädlich sind In-Ear-Kopfhörer?

Eine Grundfunktion von In-Ear-Kopfhörern ist naturgemäß, dass so viel Klang wie möglich auf direkte Weise in den Gehörgang übertragen wird. Daraus ergibt sich das Risiko, diesen durch zu laute Wiedergabe dauerhaft zu schädigen. Allgemein wird ab einer Lautstärke von 85 Dezibel von einer schädigenden Wirkung auf das menschliche Gehör ausgegangen. Je häufiger und länger ein Mensch dieser Belastung ausgesetzt ist, desto stärker wird dadurch das Hörvermögen insgesamt geschädigt. Es gilt also darauf zu achten, nur im sinnvollen Dezibel-Bereich Musik zu hören.

Produkte aus Ländern der Europäischen Union sind in Bezug auf Smartphones und MP3-Player auf 85 Dezibel begrenzt, siehe Pressemeldung der Europäischen Kommission (nur in Englisch). Bei Produkten aus Drittländern gibt es hingegen nur uneinheitliche Vorgaben, zumeist ist die Begrenzung im Bereich von 110 Dezibel gegeben. Entsprechende Vorsicht ist angebracht, zudem es bei Verwendung über Musikanlagen generell keine Beschränkung gibt.

Zudem gibt es Risiken aufgrund der Ansammlung von Ohrenschmalz, weshalb sich eine regelmäßige Reinigung empfiehlt. Zudem sollte ein Aufsatz gewählt werden, der ausreichend Halt bietet, zugleich aber einen Puffer zwischen tieferliegendem Gehörgang und Wiedergabeelement aufweist.

Lohnt sich eine Reparatur der Kopfhörer?

In den meisten Fällen lohnt das Risiko nicht, da aufgrund des geringen Preisniveaus ein langanhaltender Ersatz relativ erschwinglich bleibt. Anders sieht es sehr wohl bei teureren High-Tech-Kopfhörern aus, wo eventuell eine Garantie oder Gewährleistung seitens des Herstellers greift. Die wichtigste Maßnahme gegenüber einem zu schnellen Verschleiß bleibt aber die regelmäßige Pflege, wie sie im Verlauf der Kaufberatung schemenhaft dargestellt wurde.