eBooks sind eine tolle Sache. Das denken nicht nur Technikfans, sondern fast jeder, der mal ein bisschen Zeit mit einem guten Reader verbracht hat. Auch Menschen, die sonst nicht mit Computer und Smartphone hantieren, sind leicht zu überzeugen. Spätestens der erste Urlaub mit schier unendlich viel Lesestoff im Gepäck überzeugt.

Aber wo kommt der Lesestoff überhaupt her? Wie man eBooks kauft, ist nicht unbedingt schwer – aber schnell ein bisschen unübersichtlich. Wir erklären kurz, wie es funktioniert und was man beim Kauf bzw. der Anbieterwahl beachten muss.

eBook kaufen: Bevor es losgeht

Wie genau man ein eBook kaufen kann, hängt ganz wesentlich von den Geräten ab. Denn es ist leider künstlich kompliziert – nicht jeder Reader kann auf jeden Shop zugreifen. Und einige Reader sind von sich aus gar nicht in der Lage, einzukaufen.

Besonders einfach machen den Einkauf Reader mit integriertem WLAN. Sind die einmal im Heimnetzwerk angemeldet, können sie direkt auf das Internet zugreifen. In aller Regel ist dann ein Shop an Bord, den man direkt auf dem Lesegerät bedienen kann. Komfortabel muss das allerdings nicht immer sein. Man muss nicht vom Sofa aufstehen, und kann schnell etwas kaufen, wenn man weiß, wonach man sucht. Aber wenn man durch ein großes Sortiment stöbern will, wirkt der Bildschirm eines eReaders schnell klein. Hat der eReader kein WLAN, oder will man sich genauer umschauen, dann ist der Einkauf ohnehin vom PC aus über den Besuch der Webseite möglich.

Wer noch keinen Reader hat, sollte die Frage nach integrierten Shops und WLAN also auf jeden Fall berücksichtigen.

eBooks im goldenen Käfig?

Über den Daumen gepeilt bestimmen zwei große Anbieter und viele kleinere den Markt. Mit dem Kindle Store hat Amazon einen der wichtigsten Shops im Sortiment. Er funktioniert nicht nur auf Amazons passendem eBook-Reader Kindle toll, sondern ist auch für PCs, Smartphones und Tablets zugänglich. Wenn man aber auf einem anderen eBook-Reader lesen will? Dann klappt‘s leider nicht so einfach mit dem Kindle Store. Ganz ähnlich sieht die Sache mit Apple aus, die ihre iBooks vor allem auf iPhones und iPads, aber nicht ohne weiteres auf andere Lesegerät lassen.

eBook-Anbieter im Vergleich

Gott sei Dank ist die Lage außerhalb dieser goldenen Käfige besser. Wer seine eBooks online bei Buecher.de, eBook.de oder Thalia kauft, der bekommt ein Standardformat, das auf praktisch jedem eReader funktioniert.

So kauft man eBooks

Jetzt sind die Grundvoraussetzungen erklärt. Sie haben einen eBook-Reader und wollen endlich ein Buch kaufen? Also gut. So geht das:

  1. Falls der Reader online ist und einen Shop hat, kann man das Buch direkt darüber kaufen. Hat man noch kein Kundenkonto eingerichtet, muss man das hinterlegen, samt persönlicher Infos und Zahlungsinformationen – alles funktioniert genau so, als würde man bei einem normalen Online-Shop einkaufen.

  2. Falls der Reader WLAN hat, die Bücher aber über ein anderes Gerät gekauft werden, dann geht man auf die Webseite eines eBook-Anbieters und kauft das Buch dort. Je nach Modell des Readers und Shop kann das Lesegerät sich das Buch nun automatisch und im Hintergrund herunterladen.

  3. Falls der Reader kein WLAN hat, oder das Buch nicht automatisch herunterladen kann, muss das eBook nach dem Kauf zuerst auf den Rechner heruntergeladen werden. Dann schließt man den Reader (in aller Regel per USB) an den Rechner an und überträgt die neue eBook-Datei.

Bei welchem Anbieter?

Bei welchem Anbieter soll man nun eBooks kaufen? Der vorhandene Reader schränkt die Auswahl natürlich bereits ein. Aber wenn dann noch mehrere Kandidaten übrig bleiben, kann man leicht nach drei wichtigen Kriterien sieben:

  1. Sortiment

    Man kann zwar den Eindruck haben, jedes moderne Buch erscheine auch als eBook. Aber das stimmt nicht ganz. Und vor allem bei älteren Titeln und bei kommerziell erfolgloseren wird die Buchsuche richtig spannend. Amazon gilt als der Anbieter mit dem besten Sortiment – dafür können Käufer außerhalb der Kindle-Welt verschiedene Anbieter wählen.

  2. Übersicht

    Im Buchhandel zu stöbern, kann sehr schön sein. In einem Onlineshop zu stöbern auch – ist es aber oft nicht. Bei der Gestaltung und Übersicht tun sich zwischen den Anbietern Welten auf. Klare Empfehlungen haben wir hier allerdings nicht. Was gefällt, ist Geschmackssache.

  3. Fairness

    Praktisch alle verkauften eBooks haben leider einen Kopierschutz. Dadurch wird die Sache unnötig komplizierter. Dazu kommt, das verschiedene Händler viele Privatdaten von ihren Kunden abfragen, aber nicht klar sagen, was sie mit den Daten vorhaben. Wer hier sensibel ist, der muss leider auch AGBs lesen.

  4. Und der Preis?

    Immerhin: Der Preis ist kein Kriterium, nach dem man sieben müsste. Denn die Buchpreisbindung gilt in Deutschland auch für eBooks. Grundsätzlich kosten eBooks also überall gleich.

Buch für Buch

Klingt das immer noch verwirrend? Muss es nicht. Der verwendete Reader beeinflusst ja schon, was möglich ist. Und ein einzelnes eBook ist keine riesige Investition. Also sollte man einfach mal ein eBook kaufen – dann wundert man sich oft, wie einfach das klappt.

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