DJI Phantom 4 - Lifestyle

© DJI / Die DJI Phantom 4 Drohne im Einsatz

1. Das sind Drohnen und Quadrocopter

Prinzipiell ist eine Drohne ein unbemanntes Flugobjekt jeglicher Art. Ein Quadrocopter ist im Gegensatz dazu schon deutlich mehr eingegrenzt, da die Quadrocopter über vier Antriebe verfügen. Somit ist ein Quadrocopter automatisch eine Drohne, eine Drohne aber nicht automatisch ein Quadrocopter. Die Rotoren sind aufeinander abgestimmt und bieten somit einen stabilen Flug, bei dem die Drohne sogar still in der Luft stehen kann. Gesteuert werden die meisten Drohnen über die dafür vorgesehenen Fernsteuerungen. Nach kurzer Lernzeit, hat somit im Grunde genommen jeder die Möglichkeit erfolgreich eine Drohne zu fliegen.

2. Die verschiedenen Einsatzzwecke

Die große Varianz an verschiedenen Drohnen hängt auch mit den flexiblen Einsatzzwecken zusammen. So gibt es sehr einfache Drohnen, aber auch technisch sehr anspruchsvolle Geräte, die tatsächlich mehr als nur Spaß bringen sollen.

2.1. Spielzeugdrohnen

DJI Spark DrohneDie Spielzeugdrohnen sind relativ klein gehalten und verfügen über keinerlei zusätzliche Ausstattung. So steht das Fliegen der Drohne im Vordergrund und bietet einen großen Spaß. Die kompakte Größe ermöglicht das Fliegen auch in Innenräumen. Insgesamt ist die Reichweite auch begrenzt, weshalb ein Verlust der Drohne unwahrscheinlich ist. Die Spielzeugdrohnen sind besonders preiswert und kommen häufig auch als Quadrocopter vor.

2.2. Smarte Hobby-Drohnen mit Kamera

Einen Schritt weiter gehen die Hobby-Drohnen mit Kamera. So sind auch diese relativ einfach gehalten, bieten allerdings eine eingebaute Kamera. Diese zeichnet Videos des Flugs auf, sofern das gewünscht ist. Auch einzelne Fotoaufnahmen sind möglich. Die entstandenen Videos können hinterher ausgewertet werden, da sie meist auf einem Speichermedium, wie einer SD-Speicherkarte innerhalb der Drohne aufgezeichnet werden. Die Qualität der Aufnahmen variiert je nach Kamera und auch die Reichweite kann stark schwanken.

2.3. Profi-Drohnen mit hochauflösenden Kameras

Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Profi-Drohnen mit Kameras erst einmal nicht zu sehr von den Hobby-Drohnen. Allerdings sind die verbauten Bestandteile der Kameras und Drohnen etwas anders. So entstehen Videos und Fotos in einer deutlich höheren Auflösung und auch die Speicherkapazitäten sind meist auch etwas höher. Einige Drohnen senden zudem die aufgezeichneten Signale via WLAN an weitere Endgeräte, wo diese dann gespeichert oder zumindest abgespielt werden. Viele weitere Zusatzfunktionen, sowie eine große Reichweite komplimentieren dann die Drohnen. Die Spannweite variiert ebenfalls, was nicht nur für die Flugeigenschaften, sondern auch für den Transport der Drohnen stets beachtet werden sollte.

2.4. VR-Drohnen und FPV-Drohnen

Die Steuerung und die Navigation mit der Sicht vom Boden aus ist relativ häufig, allerdings gibt es auch weitere Möglichkeiten der Navigation. Hierzu dienen dann Virtual Reality Drohnen und First Person View Drohnen, die eine Ansicht aus der Sichtweise der Drohne ermöglichen. Die moderne Virtual Reality Technologie agiert dabei mit den dazugehörigen Brillen, die sämtliche Außeneindrücke ausblenden. So kann das Gefühl tatsächlich zu Fliegen hergestellt werden. Inzwischen gibt es sogar einen Sport, der auf den VR-Drohnen basiert.

Die FPV-Drohnen sind etwas weiter gefasst. Ein Grund hierfür ist, dass die Bilder hierbei an verschiedene Endgeräte übertragen werden können. Zum einen gibt es dabei die Fernsteuerungen, die über einen eingebauten Monitor verfügen. Die Verbindung zu Smartphones, die mit entsprechenden Apps ausgestattet sind, kommt aber ebenfalls vor. Bei einigen Drohnen ist sogar die Verbindung mit Laptops eine Möglichkeit, wodurch sogar noch größere Bilder entstehen können. Die Qualität der entstandenen Bilder variiert bei beiden Varianten natürlich auch in Abhängigkeit der verwendeten Kameras. Prinzipiell kommen die beiden Technologien aber sowohl bei Hobby-Varianten, als auch bei den Profi-Drohnen vor.

3. Wichtige Ausstattungsmerkmale

3.1. Akkulaufzeit

Die Drohnen müssen stets einen Spagat meistern, der aus einem geringen Eigengewicht und einer ausreichenden technischen Ausstattung besteht. Bei den Akkus ist diese Problematik besonders groß, da eine Eigenschaft von Akkus aller Art ist, ein hohes Eigengewicht aufzuweisen. Aus diesem Grund ist die Flugzeit bei Drohnen immer in gewisser Weise begrenzt. Häufig lassen sich die Akkus aber auswechseln, wodurch zumindest mit Pausen lange Flugzeiten erreicht werden können. Daher können einfache Drohnen oft nur wenige Minuten am Stück durchhalten. Die besten Modelle in Sachen Akkulaufzeit schaffen sogar bis über 20 Minuten Flugzeit.

3.2. Reichweite

DJI Phantom 4 FernbedienungDie Reichweite ist für das Fliegen enorm wichtig, da die Drohne niemals außerhalb der Reichweite manövriert werden sollte. Die Reichweite beschreibt dabei also die Distanz von der Drohne zur Fernbedienung. Die Spielzeug-Drohnen können oft nur bis zu 50 Meter weit geflogen werden, während Mitteklasse Drohnen einige hundert Meter schaffen. Profimodelle können dank der verbauten Kameras mehrere Kilometer weit geflogen werden, ohne dass das Signal abbricht.

3.3. Chassis

Das Chassis der Quadrocopter, sprich der Rahmen, ist meist variabel, bietet aber auch einige feste Bestandteile. Diese sind zum einen die Befestigungen der Antriebe. Variationen gibt es hierbei beim Schutz der Rotorblätter, da diese manchmal frei liegen und manchmal auch geschützt sind. Auf der Unterseite der Quadrocopter befinden sich meistens zwei Elemente. Zum einen die verbaute Kamera und zum anderen zwei Füße, die auch etwas härtere Landungen abfangen sollen und gleichzeitig einen Schutz der Kamera bieten. Neben diesen wenigen, aber wichtigen Kernelementen, können die Chassis weitestgehend variieren und unterschiedliche Formen und Farben bieten.

3.4. Fernbedienung

Auch bei der Fernbedienung gibt es einige Unterschiede. Die wichtigen Elemente zur Steuerung kommen dabei stets vor und funktionieren, mit verschiedenen Hebeln und Schaltern, die sensibel betätigt werden können. Meistens werden dazu beide Hände benötigt, was andere Tätigkeiten weitestgehend ausschließt. Ein Bildschirm kann ebenfalls in den Fernbedienungen vorkommen. Einige Drohnen lassen sich auch mit dem Smartphone verbinden und dann über dieses Fernsteuern.

3.5. Kamera

3.5.1. Bild / Videoqualität

Eine Unterscheidung, die bei den Kameras immer wieder vorkommt, ist die Bild- und Videoqualität. Während Einsteigermodelle über die recht leistungsschwachen HD-Kameras verfügen, die mit 720p agieren, haben Profimodelle sogar die Fähigkeit das moderne 4k aufzuzeichnen. Die Mittelklasse in der Form von Full-HD Kameras kommt ebenfalls häufig vor und ist dementsprechend gekennzeichnet. Die Qualität der Kamera kann indirekt aber auch die Flugdauer beeinflussen. Ein Grund dafür ist, dass besonders die hochaufgelösten Kameras ziemlich große Datenmengen produzieren und die Speicher bei lokaler Speicherung schnell voll sind.

3.5.2. Bildspeicherung/Übertragung

Die Bildspeicherung erfolgt lokal auf dem Gerät. Hierzu sind entweder lokale Speicher eingebaut, oder das Einstecken von SD-Speicherkarten ist möglich. Während des Flugs werden häufig auch schon die Eindrücke aus der Luft übertragen, was nicht nur beim Filmen hilft, sondern oft auch das Navigieren vereinfacht. Die Qualität der übertragenen Daten ist allerdings beschränkt, da zu hochaufgelöste Daten letztendlich zu groß sind, um diese zu senden. Allerdings werden dennoch die gleichen Bilder, nur eben in schlechterer Qualität, übertragen. Das weitere Bearbeiten ist im Anschluss mit den abgespeicherten Daten selbstverständlich möglich.

3.5.3. Schwenken/Neigen

Yuneec 4K KameraBeim Filmen mit der Hilfe von Drohnen und Quadrocoptern ist die Kamera bei niedrigklassigen Modellen fest verbaut und kann nur geschwenkt und geneigt werden, indem die Drohne ebenfalls bewegt wird. Bei höherwertigen Modellen kann daher zusätzlich die Kamera bewegt werden. Hierzu dienen dann zusätzliche Steuerungsmodule auf der Fernbedienung. Es sollte nur immer bedacht werden, dass die Möglichkeiten auch durch die Flugeigenschaften und den Aufbau der Drohne begrenzt sind, da ansonsten Teile der Drohne im Bild zu sehen sind.

3.5.4. Zoom-Möglichkeiten

Eine weitere Möglichkeit der zusätzlichen Kamerasteuerung ist das Zoomen. Besonders spektakuläre Aufnahmen werden ermöglicht, indem die Kameras noch unabhängiger von der Drohne betätigt werden können. Allerdings benötigen solche Aufnahmen gewisse Übung und auch die Qualität der Aufnahmen nimmt häufig etwas ab.

3.6. Sicherheitsfunktionen

Da das Fliegen von Drohnen nicht ganz einfach ist und viel Übung erfordert, gibt es gewisse Sicherheitsfunktionen. Diese helfen auch bei wechselnden Bedingungen. Der Autopilot ist eine Möglichkeit die Drohne von alleine Fliegen zu lassen. Zusätzlich gibt es eine Coming-Home-Funktion, die das schnelle Abbrechen des aktuellen Flugs ermöglicht und zusätzlich das sichere Wiederkommen garantiert. Hierzu wird ein Knopf gedrückt, der das Zurückfliegen der Drohne in Gang setzt. Besonders bei schwindendem Akku kann die Funktion hilfreich sein.

3.7. GPS Navigation

Die GPS Navigation bietet bis zu drei Vorteile für den Nutzer. Einerseits kann die Drohne mit einem Autopiloten so eingestellt werden, dass die Drohne einem GPS-Signal vollkommen selbstständig folgt. Vorausgesetzt ist dabei natürlich immer, dass die Drohne auch tatsächlich diese Funktion besitzt. Die GPS-Navigation kann aber auch das gezielte Anfliegen von GPS-Koordinaten ermöglichen. Auch hier gilt, dass die Funktion natürlich vorhanden sein muss. Ein letzter Vorteil liegt in der Möglichkeit, die Drohne wiederzufinden, sollte sie einmal ungewollt abstürzen.

4. Bekannte Drohnen-Hersteller

4.1. DJI

Das Unternehmen DJI stammt aus China und ist auf den Bau von Produkten, die bei der Filmproduktion unterstützen, ausgelegt. Dazu zählen auch die Drohnen, die in verschiedenen Klassen und Größen vorkommen. Daher zählen neben den Hobby-Drohnen eben auch hochwertige Profi-Drohnen zum Angebot.

4.2. Yuneec

Ebenfalls aus China stammend ist das Unternehmen Yuneec, das mit allerlei technischen Spielereien in guter Qualität überzeugt. Neben mehreren Kamerazubehörteilen sind auch Kameradrohnen ein wichtiger Teil der Produktpalette. Quadrocopter sind nur ein Teil des Angebots und auch Drohnen mit mehr Rotoren kommen vor.

4.3. Parrot

Ein breites Angebot an technischen Geräten und Anlagen bietet das Unternehmen Parrot. Dieses stammt aus Frankreich und bietet im Bereich der Drohnen mehreren Klassen. Neben den herkömmlichen Drohnen, die häufig über außergewöhnliche Formen verfügen, kommen daher auch Minidrohnen in sehr kompakten Formaten vor.

Drohnen - DJI, Parrot, Yuneec

5. Neue rechtliche Rahmenbedingungen seit 2017

Natürlich sind Drohnen auch immer für den entsprechenden Flugspaß vorgesehen und werden häufig für spektakuläre Aufnahmen aus großen Höhen eingesetzt. Das bringt aber gleichzeitig Probleme mit sich, die im Bereich Privatsphäre, Flugsicherheit und auch Naturschutz liegen können. Daher gilt laut Bundesregierung in Zukunft eine Kennzeichnungspflicht für Drohnen, die über 250 Gramm wiegen. Ein Führerschein wird bei Drohnen ab zwei Kilogramm nötig sein. Für diesen Führerschein gilt ein Kenntnisnachweis in Form einer Prüfung. Verbote für kleinere Drohnen gehören auch zu den neuen Regeln, indem diese nur innerhalb der eigenen Sichtweite sowie nicht über speziellen Gebieten, wie beispielsweise Unfallstellen, geflogen werden dürfen.

5.1. Der Drohnenführerschein

Der so genannte Kenntnisnachweis ist für Drohnen mit einem Startgewicht von mindestens zwei Kilogramm nötig. Bei diesem Führerschein wird Leistung darüber erbracht, dass die Navigation der Fluggeräte erfolgreich durchzuführen ist und dass alle Anwendungen vollständig beherrscht werden. Dazu kommen noch Grundlagenkenntnisse über das Luftrecht sowie Nachweise über örtliche Kenntnisse. Genaue Informationen dazu findet man beim Luftfahrtbundesamt (PDF), welches dafür zuständig ist.

6. Häufig gestellte Fragen – FAQ

Wie hoch darf man mit einer Drohne fliegen?
Die tatsächlich erlaubte Flughöhe variiert. Maximal ist aber ohne Sondererlaubnis prinzipiell einmal bei 762 Metern Schluss. Da die Drohne aber stets gesehen werden sollte, ist die Sichtweite oft schon vorher als Begrenzung entscheidend. Gebietsbezogene Einschränkungen kann es quasi überall geben und sollten deswegen unbedingt überprüft werden. Spezielle Lufträume, wie sie beispielsweise in der Nähe von Flugplätzen oder anderen Spezialgebieten vorliegen können, sind ebenfalls häufig vorhanden.

Welche Drohnen wurden beim Superbowl 2017 verwendet?

Während des Superbowl 2017 wurden während der Halbzeitshow von Lady Gaga 300 Drohnen verwendet. Diese bildeten während eines Lieds die amerikanische Flagge. Der Hersteller der Drohnen ist Intel und genannt werden die Drohnen „Shooting Star“. Sie werden speziell für solche Lichtshows eingesetzt und können in einer solch hohen Quantität entsprechend beeindruckende Lichtshows bieten.

Reicht die normale Haftpflichtversicherung für eine Drohne?

Überschreitet die Drohne ein Gewicht von 250 Gramm, wird eine Versicherung benötigt. Die reguläre Haftpflichtversicherung reicht dafür meist nicht aus, weshalb in der Regel eine zusätzliche Versicherung für das Flugobjekt benötigt wird. Spezielle Versicherungen, die meist sogar den Namen Drohnenversicherung haben, sind oft am günstigsten und können hierfür in Anspruch genommen werden.

Gibt es eine Altersbeschränkung zum Fliegen einer Drohne/eines Quadrocopters?

Eine konkrete Altersbeschränkung liegt für das Fliegen von Drohnen erst einmal nicht vor. Die Gesetzeslage könnte sich aber in Zukunft weiter verschärfen und sollte daher unbedingt weiterhin beachtet werden. Weitere Altersbeschränkungen liegen darüber hinaus ebenfalls bei der Versicherung vor, weshalb hier mit der Drohnenversicherung gleichzeitig eine solche Grenze beachtet werden sollte.