In Zeiten der Digitalisierung gibt es auch nette Hilfsmittel für neugewordene Eltern. Das Babyphone ist so eines, das bei vielen Elternpaaren nicht mehr wegzudenken ist. Diese Geräte sorgen dafür, dass man auch aus der Ferne über das Schlafverhalten oder die Aktivität des Kindes wachen kann, neuerdings sogar mit Hilfe einer Kamera. Aus diesem Grund haben wir eine Top 10 der besten und beliebtesten Babyphones erstellt. Darin enthalten sind herkömmliche Audio-Geräte als auch Modelle mit Kamera von Philips, NUK, Audioline und Motorola für 25 bis 150 Euro.

Endlich – der ersehnte Nachwuchs ist da und braucht in der ersten Zeit viel Schlaf. Allerdings dauert ein Schlafzyklus in den ersten drei Monaten durchschnittlich 50 Minuten, ab dem vierten bis zum neunten Monat dann bis zu fünf Stunden – wenn die Eltern Glück haben! Um nicht ständig beim Babybett aufpassen zu müssen, zählt ein Babyphone mittlerweile zur Standard-Erstausstattung frischgebackener Eltern. Mittlerweile gibt es diese bereits zu sehr guten Preisen.

Ein Babyphone besteht aus zwei Teilen, und zwar einem Sender und einem dazugehörigen Empfänger. Der Sender wird im Schlafraum des Babys aufgestellt, am besten in einem Abstand von ein bis zwei Metern zum Baby. Der Empfänger befindet sich bei den Eltern. Der Sender überträgt über ein empfindliches Mikrofon alle Geräusche aus dem Babyzimmer.

Analoge vs. Digitale Babyphones

Philips AVENT 501/00 BabyphoneEin wesentliches Entscheidungskriterium beim Kauf eines Babyphones ist die Technik der Übertragung. Angeboten werden digitale Babyphones, die über eine hochwertige Sprachqualität verfügen sowie die zweite Gattung, nämlich analoge Geräte, die wenig Funktionen besitzen und einfach zu bedienen sind.

  • Digitale Babyphones:

    Reichweite und Übertragungsqualität: Digitale Geräte ermöglichen eine sichere Kommunikation, die nicht durch andere Funkgeräte unterbrochen werden kann. Sie bieten eine größere Reichweite als analoge Babyphones. Durch die sogenannte „DECT-Technologie“ ist die Qualität der Übertragung auch entsprechend hoch.

    Strahlungsintensität: Diese ist bei digitalen Geräten eindeutig höher als bei analogen. Ist geringere Strahlung ein Kriterium, sollte man sich für ein digitales Babyphon mit einem strahlungsärmeren Eco-Modus entscheiden. Geräte mit Eco-Modus senden nicht andauernd, sie sind oftmals nur Standby, wodurch sie bedeutend weniger Funksignale aussenden.

  • Analoge Babyphones:

    Reichweite und Übertragungsqualität: Analoge Babyphones überzeugen mit einfacher Handhabung und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Geräte mit einem eingebauten sogenannten „Pilotton“ sorgen für eine gute Übertragung. Ansonsten müsste sichergestellt werden, das der entsprechende Funkkanal nicht gestört wird.

    Strahlungsintensität: Diese ist bei analogen Geräten auf ein Minimum reduziert. Sie arbeiten ohne Dauerübertragung und die Funkintensität ist gering. Die analogen Produkte sind eine gute Alternative, da sie durch eine gute Übertragung, brauchbare Reichweite und einfache Handhabung überzeugen.

Ist die Strahlung gefährlich für das Kind?

Philips AVENT Baby-ÜberwachungSeit längerer Zeit herrscht immer mehr Unsicherheit gegenüber dem Elektrosmog. Dabei handelt es sich um hochfrequente Mikrowellen, die beim Betrieb von elektronischen Geräten entstehen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass analoge Babyphones weit weniger Strahlung als ihre digitalen Kollegen produzieren.

Digitale Babyphones arbeiten nach dem DECT-Standard, dem „Digital Enhanced Cordless Telecommunications-Standard“ und erzeugen hochfrequente Mikrowellen. In einem normalen Haushalt nutzen viele Geräte die DECT-Technologie. So z.B. kabellose Telefone, WLAN-Boxen und Smartphones.

Das können Sie gegen die Strahlung tun:

Achten Sie immer darauf, dass die Sendeeinheit des Babyphones in einem Mindestabstand von einem Meter zum Baby aufgebaut ist. Wichtig ist auch eine abschaltbare Reichweiten-Kontrolle zur Minimierung des Elektrosmogs. Durch das Ausschalten findet kein andauernder Signaltausch zwischen den Einheiten statt und die elektromagnetische Funkbelastung wird deutlich reduziert.

Viele Babyphones verfügen noch zusätzlich über einige Methoden, die Strahlung zu minimieren. Die effektivste ist der Eco-Modus. Während die maximale Reichweite minimiert wird, werden nur noch Geräusche über einem Schwellwert zum Empfänger übertragen.

Fazit: Im Test der Stiftung Warentest in der Ausgabe 05/2011 wurde genau die Frage nach der Strahlung überprüft. Demnach erreichten moderne digitale DECT-Babyphones mit einem Meter Abstand zum Kind, gerade mal rund 6 Prozent des zulässigen Grenzwertes von 250 Milliwatt. Im Vergleich dazu dürfen Handys im selben Frequenzbereich maximal 1000 Milliwatt erreichen. Die Stiftung Warentest kam abschließend zu dem Urteil, dass kein Grund zur Sorge besteht.

Wichtige Ausstattungsmerkmale

  • NUK Eco Control BabyphoneAtemüberwachung: Im Säuglingsalter sind Atemaussetzer nicht unüblich und meistens unbedenklich: Im Schlaf kommt es häufig zu Atempausen, die aber nicht länger als 15 Sekunden andauern. Hört das Baby über einen längeren Zeitraum auf zu atmen, ist große Vorsicht geboten. Denn Atemstillstand ist eine mögliche Ursache des „Plötzlichen Kindstodes“ (Sudden Infant Death = SID).

    Babyphones registrieren die Atembewegungen des Babys durch hochsensible Sensormatten, die unter der Matratze im Kinderbett angebracht werden. Die Atembewegungen des Babys können so bei überwacht und an die Eltern übermittelt werden. Registriert der Babyphon-Bewegungsmelder das Ausbleiben der Atmung für mehr als 15 bis 20 Sekunden, schlägt er umgehend Alarm.

  • Kamera zur Überwachung: Eine Kamera im Babyphon überträgt neben den Lauten des Babys zusätzlich auch ein Livebild des Kindes. Dabei kommt eine bewährte Infrarot-Technik zur Anwendung, mit deren Hilfe auch bei nahezu völliger Dunkelheit eine Videobild-Überwachung möglich ist. Mittels digitaler Übertragung (wie z.B. mittels FHSS-Funktechnologie) werden die Bilder von der Sendeeinheit an die Empfangseinheit gesendet.

    Der mobile Elternteil (Empfänger) ist mit einem dem heutigen Stand der Technik entsprechenden LCD Farbbildschirm ausgestattet. Das von der Babyeinheit gesendete Livevideo wird auf diesem Display dargestellt. Bei Dunkelheit schaltet die Babyphone-Kamera automatisch die Infrarot-Leuchtdioden hinzu. Da Infrarot-Licht für das menschliche Auge unsichtbar ist, wird das Baby nicht in seinem Schlaf gestört.

  • Gegensprechfunktion: Häufig hilft bereits der vertraute Klang der elterlichen Stimme, um das Baby zu beruhigen. Manche Geräte sind zum Zweck der gegenseitigen Kommunikation mit einer Gegensprechfunktion ausgestattet. Diese wird durch das Betätigen einer TALK-Taste gestartet. Anschließend spricht man in das in die Elterneinheit integrierte Mikrofon und die Stimme wird an die stationäre Babyeinheit übertragen.

  • Einschlaflieder: Bei einigen Geräten sind sogar verschiedene Schlafmelodien in die Babyeinheit integriert. Diese können über die Babyeinheit oder die mobile Elterneinheit ausgewählt und gestartet werden. Einige Babyphones verfügen über eine MP3-Upload-Funktion, mit der man Schlaflieder auf das Babyphon überspielen kann, die das Baby zum rascheren Einschlafen hören soll.

  • Nachtlicht: Überaus praktisch ist auch ein integriertes Nachtlicht in der Babyeinheit, welches die bessere Orientierung bei Nacht ermöglicht. Meistens sind diese Geräte auch mit unterschiedlichen beruhigenden Deckenprojektionen ausgestattet.

  • Reichweite: Die Reichweite des Babyphones ist sicherlich ein wichtiges Kriterium. Meistens sind die Herstelleranageben zur Reichweite mit Vorsicht zu genießen. Die tatsächliche Entfernung im Praxisbetrieb ist in aller Regel wesentlich geringer.

  • Batterien:: Bei vielen Geräten kann auch mit Batterien gearbeitet werden. Kommt es zu einem Stromausfall, schaltet die Einheit automatisch auf Batteriebetrieb und eine kontinuierliche Überwachung des Babys ist gewährleistet.

  • Temperaturanzeige: Für einen ruhigen und erholsamen Schlaf eines Babys beträgt die ideale Zimmertemperatur zwischen 16°C und 18°C. Deshalb bieten einige Babyphon-Modelle eine integrierte Temperaturanzeige als nützliche Zusatzfunktion an. Ein Temperatursensor an der Babyeinheit ermittelt die Temperatur im Kinderzimmer und überträgt diese an die Elterneinheit.

  • Tonqualität: Die Tonqualität stellt sicher, dass das Baby gut die Eltern und umgekehrt hören kann. Entscheidend ist diesbezüglich die Mikrofon-Empfindlichkeit, auf die man beim Kauf unbedingt achten sollte.

Welche Reichweite bietet ein Babyphone im Alltag?

Philips AVENT Kamera-BabyphoneDie verschiedenen Anbieter werben gerne mit Reichweiten von bis zu 330 Meter. Das dies in der Regel nicht klappt, dürfte den meisten klar sein. Um diese Reichweiten zu erreichen, bedarf es vor allem freie Sicht zum Sendegerät unter freiem Himmel. Dass dies in den heimischen vier Wänden nicht der Fall ist, sollte ebenfalls klar sein.

In Wohnungen gibt Philips für seine Avent-Reihe beispielsweise Reichweiten von bis zu 50 Meter an. Wobei auch hier keine pauschale Angabe gemacht werden kann. Die Reichweite hängt maßgeblich von der Anzahl Wänden ab, die zwischen Empfangs- und Sendegerät liegen. Unterschiede gibt es auch bei den Materialien der Wände. So ist die Sendeleistung bei massiven Stahlbeton-Wänden geringer als bei Holz oder Gips.

Fazit: Grundsätzlich sollte die Reichweite in Wohnungen bis 150 m² kein Problem darstellen. Anders sieht das Ganze aus wenn man bei Nachbarn einen Kaffee trinken geht. Hier sollte im vorhinein einfach getestet werden, ob der Empfang ausreicht oder nicht.

Welches Babyphone darf es nun sein?

Unsere Top 10 der besten und beliebtesten Babyphones wird herstellerseitig klar von Philips dominiert. Das Unternehmen stellt insgesamt sechs Modelle unserer Top 10 und besitzt für alle Budgets passende Geräte mit oder ohne Kamera. Lediglich das auf Kinderartikel spezialisierte Unternehmen NUK, mit Sitz in Zeven (Deutschland), kann als direkter Konkurrent noch zwei Babyphones unterbringen.

Das Philips AVENT SCD525/00 ist auch nach unserem letzten Update die Nummer eins. Das Modell ist mittlerweile ein paar Jahre auf dem Markt, kann aber trotz dessen noch immer viele Kunden überzeugen. Wer also auf etabliertes zurückgreifen möchte, kann sich das AVENT SCD525 inkl. ECO-Modus anschauen. Übrigens, das Philips AVENT SCD560/00 ist der offizielle Nachfolger vom 525 und mit 70 Euro deutlich günstiger zu haben.

Wer sich für ein Babyphone mit Kamera-Überwachung interessiert, sollte sich unser zweitplatziertes NUK Eco Control+ Video oder das Audioline Watch & Care V130 anschauen. Beide Modelle verfügen über Infrarot-Dioden zur nächtlichen Überwachung und funken via FHSS-Technologie. Das Audioline Watch & Care V130 konnte zudem den Testsieg bei der Stiftung Warentest erlangen mit der Note 2,5 „Gut“.

Als klaren Preis-/Leistungssieger können wir das Philips AVENT SCD501/00 empfehlen. Das Modell besitzt zwar kein Display oder Zusatzfunktionen wie die Gegensprechanlage und Schlaflieder, dafür ist das Modell mit unter 50 Euro sehr günstig zu haben. Außerdem kürte die Stiftung Warentest das Babyphone im aktuellsten Test aus dem Jahr 2015 zum Testsieger mit der Note 2,3 „Gut“.